Umverteilen – Proteste für Umfairteilung

1. Oktober 2012

Das Aktionsbündnis umfairteilen aus mehr als 300 Organisationen, Parteien, Gewerkschaften und Sozialverbänden hat am Sa. 29.09.2012 zu einem bundesweiten Protest gegen ungerechte Verteilung des Gesellschaftlichen Reichtums und für eine gerechte Umfairteilung aufgerufen.

Neoliberalismus stoppen – Reichtum umverteilen

Mehr als 40.000 Menschen in 40 Städten gingen auf die Strasse um gegen die Folgen der neoliberalen Politik zu demonstrieren.

Der neueste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt, was millionen Menschen in Deutschland bereits am eigenen Leibe tagtäglich erfahren müssen: immer mehr Menschen der Mittelschicht stürzen ab in die Unterschicht, die zusehens ärmer wird zur Freude einer kleinen immer reicher werdenden Oberschicht.

Diese Entwicklung  verdanken wir der  weltweiten Erstarkung des Neoliberalismus in den letzten Jahren, die in Deutschland zunächst durch die Agenda 2010, die Hartz IV Gesetze und der Liberalisierung des Kapitalmarktes, der Rot/Grünen Regierung unterstützt  und später erfolgreich durch Schwarz/Gelb vorangetrieben wurde.

Grünen-Chefin Claudia Roth warnte jetzt auf der ‚Umfaiteilen‘ Demo vor einem zunehmenden Auseinanderdriften der Gesellschaft: „Unser Gemeinwesen nimmt deutlichen Schaden, wenn wir nicht bald umsteuern“, sagte sie der dpa. Es könne nicht sein, „dass eine kleine Gruppe Vermögender immer mehr privates Kapital anhäuft, während Schwimmbäder schließen müssen oder kommunale Krankenhäuser keine ordentlichen Gehälter mehr zahlen können.“ Immer mehr Menschen würden abgehängt, während die Gruppe der Reichen nicht ausreichend in die Verantwortung für das Gemeinwohl genommen werde: „Wir brauchen deshalb endlich eine Vermögensabgabe.“

Auch wenn die Aktion bereits gelaufen ist, das Video ist seh informativ

Die Folgen des Turbokapitalismus und der Liberalisierung der Finanzmärkte, die trotz gegenteiliger Versprechen der Politik nicht ausreichend reguliert werden, beschreibt in anschaulicher Weise  der Artikel von Konsumpf:  ‚Der ökonomische Putsch – was hinter den Finanzkrisen steckt‚, der auf einem hörenswerten Bericht des WDR-Hörfunks aufbaut. Neoliberalismus gefährdet unsere Demokratie!

2013 sind Wahlen !!! Lest die Parteiprogramme und fragt die Pollitiker, wie sie die, ausser Kontrollle geratenen, Finanzmärkte regulieren wollen. Was sie gegen die zunehmende Armut (Altersarmut, Armut alleinerziehender Frauen, Armut durch Niedriglöhne u.a.) unternehmen wollen und wie sie den gesellschaftlichen Reichtum gerecht umfairteilen wollen. (Das Privatvermögen der Deutschen wird auf 10 Billionen Euro geschätzt.)

 

 

 

Massentierhaltung und Antibiotika

27. September 2012

Durch den massiven Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung werden multiresistente Keime gezüchtet, gegen die im Erkrankungsfall kein Medikament mehr hilft.

Leider ist Massentierhaltung ohne Antibiotika nicht möglich, da auf engem Raum viele Tiere zusammengefercht werden, was allen möglichen Ansteckungskrankheiten und Keimen Vorschub leistet. Daher können die Tiere nur bei halbwegs guter Gesundheit durch die präventive Gabe von Antibiotika gehalten werden.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz gab bekannt, dass 2011 in der Tierhaltung 1.734 Tonnen Antibiotika eingesetzt wurden. Das ist  sieben Mal soviel wie in der Humanmedizin. Laut Gesetzentwurf von Ministern Aigner soll als Obergrenze für den Antibiotika Einsatz die durchschnittliche Menge des Vorjahres gelten. Das würde bedeuten, die 1.734 Tonne würden zum Richtwert. Abgesehen davon ist nicht klar, wie das kontrolliert werden soll.

Die Forderung sollte allerdings nicht lauten: ‚weniger Antibiotika in der Massentierhaltung‚, sondern Einschränkung bzw. sogar Verbot dieser nicht artgerechten Tierqüälerei durch Massentierhaltung.

Was kann ich als Verbraucher tun? – Kauft kein Fleich aus Massentierhaltung! Eßt wenig bis kein Fleisch und wenn dann nur aus biologischer, artgerechter Tierhaltung. Der Verein NEULAND züchtet Tiere nach ökologischen und artgerechten Kritierien und erfüllt strenge Auflagen des Tierschutz. Ein NEULAND Betrieb in Eurer Nähe findet Ihr hier Unterstützt die Initiative der Albert-Schweitzer Stiftung gegen Massentierhaltung.     (Mehr zum Thema Fleisch fairkaufen, Massentierhaltung und die Folgen übermäßigen Fleischkonsums auf der Seite Fleisch-Fairkaufen in diesem Blog)

artgerechte Tierhaltung

Kein Fleich aus Massentierhaltung kaufen!

 

Wie bereits in dem Artikel über Billig Bio aus dem Supermarkt beschrieben gibt allerdings das EU-Biosiegel keine Garantie für artgerechte Tierhaltung. Hier sind die Kriterien für die Tierhaltung bei Naturland, Demeter und Bioland wesentlich strenger, so dass bei diesen Siegeln von artgerechter und biologisch nachhaltiger Tierhaltung ausgegangen werden kann.

 

Kleidung öko-fair und trendi

25. September 2012

Lohnsklaven, Kinderabeit, hochgiftige Bleich- und Färbemittel, gesundheitsschädliche Produktion von s.g. ’stone washed‘ Jeans und umweltzerstörende Monokultur beim Anbau von Baumwolle, sind nur einige Stichworte zum Thema billige Kleidung und andere Textilien aus Massenproduktion in Billglohnländern. Wer ernsthaft Wert auf fair und nachhaltig produzierte Kleidung legt sollte auf jeden Fall Billiganbieter wie KIK, H&M u.a. meiden. Ein T-Shirt für 9,-€, oder eine Jeans für 12,-€ kann nur unter menschenverachtenden und umweltzerstörenden Produktionsbedingungen hergestellt werden.

Aber auch hochpreisige Markenware wie Adidas, Nike, Lee, Wrangler u.a. werden z.T. unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert. Diese Firmen machen sich nicht selber die Hände schmutzig, sondern arbeiten mit Subunternehmen, die mit gnadenloser Ausbeutung von Arbeitskräften (auch Kinderarbeit) die Produktionskosten so gering wie möglich halten. So kostet Adidas und Konsorten die Herstellung eines Turnschuhs nicht viel mehr als einen Euro. Auf diese Weise lassen sich enorme Gewinne zur Freude der Aktionäre erwirtschaften. Kurz vor der Olympiade in London gehen die Veranstalter Vorwürfen nach, wonach ADIDAS Fabrikarbeiter in Kambodscha ausgebeutet haben soll. Trotz einer sechtage Woche haben die Arbeiter ein wöch. Grundgehalt von 50€ für die Herstellung von Olympia Fanartikeln erhalten.

Was kann der Verbraucher tun um dieses unfaire Treiben zu stoppen? –

Kauft nicht bei Billiganbietern, informiert Euch, wie die Kleidung produziert wurde, achtet auf Siegel wie das der ‚Fair Wear Foundation‘ und dem ‚CCC‘ (Clean Clothes Campaign). Kauft bei Lieferanten wie greenality, Hess Natur, DW-Shop, Waschbär, Vivanda, armedangels, Organic Fashion und viele mehr. (einfach mal nach Kleidung frairtrade googeln)

Am 13.08.12 wurde im 1.Programm der ARD ein Bericht über das wahrhaft schmutzige Geschäft mit verwaschen aussehenden Jeans im so beliebten ‚used look‘ ausgestrahlt. Ein link zu diesem Bericht findet Ihr hier unten. Wer diesen Bericht gesehen hat, wird hoffentlich in Zukunft auf den ‚used look‘ bei Jeans verzichten und fairer Weise seine Jeans bei Anbietern wie z.B. Hessnatur, Greenality, armedangels u.a. fair kaufen.

Fairtrade und Bio Klammotten müssen im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht farblos-ökomäßig daherkommen. Firmen wie Hessnatur, armedangels oder auch Greenality(für die jüngere trendige Fairtrade-Mode) bieten modische und gleichzeitig fair gehandelte Biokleidung an.

Greenality - Dein Online-Shop für Bio & Fairtrade<br /> Streetwear

Der Artikel Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie  –  fair gehandelte Kleidung auf diesem Blog beschäftigt sich ebenfalls mit dem Thema

Palmöl biologisch und fair produzieren

18. September 2012

Palmöl gehört inzwischen zu den wichtigsten Rohstoffen weltweit. Die Anbaufläche der Ölpalmen umfasst schon jetzt mehr als 12 millionen Hektar. Das hat schwerwiegende Folgen für die Umwelt, den Klimawandel und die Artenvielfalt unseres Planeten.

Kinderarbeit, Zerstörung tropischer Wälder, Zerstörung von Lebensraum für Pflanzen und Tiere und dadurch eine Bedrohung der Artenvielfalt, Eröhung des weltweiten CO2 Ausstoss sind die Folgen des zunehmenden intensiven Anbaus von Ölpalmen für die Produktion des Palmöls.

Deswegen auf die Produktion von Palmöl zu verzichten, wäre jedoch der falsche Ansatz, da Palmöl für die Produkton von Nahrungsmitteln, Kosmetika, Reinigungs- u. Waschmittel sowie Biokraftstoff mitlerweile fast unendbehrlich geworden ist und auf einer vergleichsweise kleinen Fläche einen grossen Teil des weltweiten Bedarfs decken kann. Darüber hinaus bildet Palmöll die Lebensgrundlage für viele Kleinbauern.

Palmöl sollte jedoch nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch nachhaltig und sozial verträglich produziert werden. Hierzu gibt es bereits Bestrebungen, zunehmend auf RSPO(Round table of sustainable Palmoil)-zertifizierte Ware umzusteigen.

Voraussetzung für die Zertifizierung des nachhaltigen RSPO Palmöls sind: Verzicht auf Kinderarbeit, keine Rodung von bestehenden Wäldern, Einbindung der Kleinbauern, der Schutz von Boden, Luft und Wasser, sowie gefährdeter Pflanzen und Tierarten auf den Plantagen. Die Einhaltung dieser Vorgaben müssen einer reglemässigen Kontrolle durch unabhängige Prüfer unterzogen werden. Die Lieferkette bis zurück zur jeweiligen Plantage sollte zurückverfolgt werden können, Einhaltung von Landnutzungs- und Eigentumsrechten. 

Seit Juni 2011 können Lebensmittelhersteller und Handel ein Siegel beim RSPO beantragen. Es kennzeichnet Lebensmittel und Kosmetika, die RSPO-zertifiziertes Palmöl enthalten

Das RSPO Siegel wird jedoch von vielen Umweltorganisationen massiv kritisiert. So gibt ‚Rettet den Regenwald‚  an, dass das RSPO-Siegel weder die Regenwaldrodung ausschließt noch den Klimaschutz berücksichtigt und Robin Wood urteilt: “Der RSPO dient vielen Palmölkonzernen als Deckmäntelchen, während sie weiter Regenwälder zerstören oder auf geraubtem Land ihre Monokulturen betreiben.‘ 255 Umweltorganisationen weltweit teilen diese Meinung.

Zertifizierte Regenwaldrodung: Betrug mit Industriesiegel RSPO für Palmöl

Auch wenn das RSPO Siegel nicht ohne Kritik ist, es ist ein Anfang und Palmöl ist leider zur Zeit noch alternativlos. Das Umsteigen auf ander Ölpflanzen birgt die gleichen Probleme wie die übermässige Verwendung des Palmöls und die Produktion von Bio-Palmöl steckt noch in den Kinderschuhen. Nur  Bio-Palmöl wird ohne Pestizide und Kunstdünger angebaut. Leider macht der Anteil an Bio-Palmöl nur 0,1% der Gesamtproduktion aus, so dass auch weiterhin in vielen Bioprodukten wie Aufstrichen, Kosmetika, Waschmitteln und Seifen u.a. konventionell hergestelltes Palmöl zu finden sein wird. Einige Hersteller wie z.B. Rapunzel kaufen jedoch zunehmend Palmöl aus Bioanbau dazu.

Was kann ich als Verbraucher tun? – Achtet bei Produkten wie Kosmetika, Schokolade, Waschmittel usw.  darauf, ob das verwendete Palmöl aus biologischem Anbau stammt oder doch zumindest RSPO zertifiziert ist (auch wenn das Siegel umstritten ist, es ist ein Anfang), tankt solange keinen Sprit mit hohem Biospritanteil bis die Mineralölkonzerne den Bioanteil ihres Benzins aus zertifizierten nachhaltig produzierten Ölpflanzen herstellen. (das ist zur Zeit leider noch nicht der Fall.)

Und was für alle Verbrauchsgüter gilt:  ein deutlich sparsamerer Umgang mit unseren Ressourcen  durch einen deutlich reduzierten Verbrauch. Benutzt einfach weniger Kosmetika, Fett, Schokolade, Waschmittel, Reinigungsmittel,  und öfter Fahrrad fahren, zu Fuss gehen, oder Öffis benutzen, statt wertvolle Rohstoffe und Lebensmittel zu tanken. Das ist nicht nur fair für unsere Umwelt, es ist auch gut für unsere Gesundheit.

 

 

Trinkwasser

13. September 2012

Der freie Zugang zu sauberem Trinkwasser sollte ein Menschenrecht sein. Die Realität sieht leider anders aus, fast 800 Mil. Menschen 11% der Menschheit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 2,5 Milliarden Menschen haben keine ausreichenden sanitären Einrichtungen und täglich sterben mehr als 3.000 Kinder an Durchfall oder verdursten (mehr als durch Verkehrsunfälle, Aids und Kriege zusammen), weil sie verseuchtes Wasser trinken.

Multinationale Konzerne wie allen voran Nestle, aber auch Coca Cola u.a. nutzen die Situation in den ärmsten Ländern, in denen Wasserknappheit herrscht aus und zapfen vorort noch die letzten sauberen Grundwasserquellen an, um das Wasser dannn in Plastikflaschen abzufüllen und für das 10fache der eigenen Kosten an die Bevölkerung zu verkaufen. Durch das Abpumpen von millionen Litern sauberem Trinkwasser mit Hilfe von Tiefbrunnen, sinkt der Grundwasserspiegel weiter ab, was dazu führt, dass Menschen in der Region, die vorher mit eigenen Brunnen Ihr Trinkwasser gewinnen konnten jetzt keinen Zugang mehr zum Grundwasser haben, da sie nicht die Mittel haben, die Brunnen tiefer zu bohren. Das kostbare Flaschenwasser können sich nur wenige gut verdienende Menschen leisten, während die überwiegend arme Bevölkerung auf verschmutztes Wasser zurückgreifen muss. So entstehen Magen- u. Darmkrankheiten, Typhus an denen vor allem Kinder, alte und schwache Menschen sterben.

Zu diesem Thema möchte ich die nachfolgende Dokumentation vom SF1 empfehlen:

 

Ein anderer Aspekt der unsinnigen Wasserflaschen Abfüllung ist die Belastung der Umwelt durch die Produktion und Entsorgung (bzw. auch Nichtentsorgung) von milliarden Plastikflaschen und durch den Transport der Flaschen über weite Strecken.

Berücksichtigt man noch, dass die Plastikflaschen in Verdacht stehen krebserregende Stoffe an das ach so gesunde und teure Quellwasser abzugeben, so stellt sich die Frage: warum überhaupt Mineraswasser in Flaschen kaufen? Gerade in den Industrienationen ist das Leitungswasser meist von relativ guter Qualität. Trotzdem gibt es Mikroschadstoffe, die in den Filteranlagen der Aufbereitungsanlagen oft nicht ausreichend gefiltert werden können.

Siehe hierzu auch den Bericht des ZDF zu unserer Trinkwasserqualität:

Wer Bedenken hat, dass im Leitungswasser Medikamentenreste, Bakterien, Viren und Chemikalienreste im Leitungswasser zu finden sind, sollte sich einen Wasserfilter einbauen, wie sie z.B. von Sanaquell angeboten werden. Diese Mikrofilter reinigen das Wasser gründlicher, als es die grobmaschigen Filteranlagen der Wasserwerke können. So erhält man gutes, sauberes Trinkwasser, spart eine Menge Geld, die Schlepperei mit den Wasserflaschen und tut der Umwelt was Gutes.

Hier könnt Ihr das europäische Bürgerbegehren ‚Wasser ist ein Menschenrecht‚ unterschreiben!

 

Wichtigstes Gut

Bioqualität besser

5. September 2012

Das Land Baden-Würtemberg hat über 10 Jahre ein Monitoring durchgeführt um die Qualität von Bio Lebensmitteln zu testen.

Das Ergebnis: konventionel produziertes Obst und Gemüse enthält 180 mal soviel Pestizidrückstände wie nach biologischen Kriterien produzierte Ware. Ökologische Produkte enthalten auch deutlich weniger Gentechspuren und Schimmelgifte. Laut Alexander Bonde dem Baden-Würtembergischen Verbraucherminister führen 95% der Stichproben das Bio-Siegel zu recht. Bei den deutschen Produkten waren es sogar 98%.  Und das obwohl sich die Zahl der Pflanzenschutzmittel seit 2002 verdreifacht hat.

Das ist doch mal eine gute Nachricht für unsere Gesundheit und unsere Umwelt.

Fazit: auch wenn immer mal wieder schwarze Schafe unter den Bioproduzenten dafür sorgen, dass die Befürworter konventioneller Landwirtschaft in den Medien Rückenwind bekommen, es lohnt sich auf Bioqualität beim Einkauf zu achten.

Billig Bio vom Discounter

4. September 2012

In ihrer Reportage ‚Wie billig kann Bio sein‚ vom 03.09.2012 berichtet das Erste über einen Skandal um Bio Lebensmittel die billig bei den Discountern angeboten werden. Edeka, Aldi, Penny, Netto, Real und Co. und selbst ein renomierter Bio Anbieter wie Alnatura drücken die EK-Preise für Bioprodukte, wodurch die Produzenten gezwungen werden, Biofleisch, Biogemüse und -obst als billige Massenware zu produzieren und den Anspruch an Bioqualität auf ein Mindestmass zu senken.

In erschütternden Bildern wurde die Qualzucht und Massentierhaltung in der Biofleisch Produktion gezeigt. Hier wird der gutmeinende Verbraucher massiv getäuscht. Wer bereit ist, für Bioqualität mehr Geld auszugeben, tut dies in der Überzeugung für die Tiere und die Umwelt etwas Positives zu bewegen und gleichzeitig bessere Qualität zu erhalten. Das EU-Biosiegel hat die usrprünglichen Intentionen der Bio Bewegung vollständig verwässert. Artgerechte Tierhaltung zählt, wie wir aus dem o.g. Filmbericht der ARD zu unserem Entsetzen feststellen mussten nicht zu den Kriterien des EU-Biosiegels.

Ich meine hier sind die Discounter und ‚billig Bio‘ anbieter gefordert, eindeutig Stellung zu beziehen und auf artgerechte Tierhaltung und Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien bei ihren Lieferanten zu drängen. Aber auch die Politik ist hier in der Pflicht, strengere Kriterien für die Vergabe von Biosiegeln gesetzlich zu regeln.

Solange noch einheimische Biokartoffeln bei den Discountern ausgelistet werden und Biokartoffeln aus Afrika (unter massiver Verschwendung von Trinkwasser und CO2 Ausstoss durch lange Transportwege) importiert werden, solange noch Schweine, Rinder, Hühner in Massentierhaltung gequält werden, sollte der Verbraucher auf die ‚billig Bioprodukte‘ bei den Discountern verzichten.

Was kann ich als Verbraucher tun? – Achtet beim Einkauf von Bioprodukten auf Biosiegel der Bioverbände wie Demeter, Naturland, Bioland u.a., die sehr viel strengere Kriterien für die Vergabe ihrer Siegel anlegen. Massentierhaltung, Importe von billg Bio Gemüse und Obst erfüllen diese Kriterien sicher nicht. Erkundigt Euch nach der Herkunft von Biofleich und Biogemüse. Kauft nicht Bioprodukte beim Discounter, wenn die Herkunft der Ware nicht nachvollzogen werden kann bzw. von zweifelhaften Produzenten stammt.

Für alle, die den erschütternden Bericht über billig Bio nicht sehen konnten hier der LINK:

 


das-erste/reportage-dokumentation/exclusiv-im-ersten-„Wie billig kann Bio sein (ARD 03.09.2012 21:45)

Nur schade, dass der Bericht nur ein einziges Beispiel für echte Bioproduktion anführt und nicht darauf verweist, dass es eine große Anzahl Biobauern gibt, denen artgerechte Tierhaltung, Nachhaltige Produktion von Lebensmitteln ohne Pestizide und Kunstdünger und die Schonung der Umwelt noch ein echtes Anliegen ist. So schüttet der Bericht neues Wasser auf die Mühlen der Befürworter konventioneller Landwirtschaft und schadet dem Biogedanken. Die schwarzen Schafe unter den Produzenten und Vertreibern von Bioprodukten müssen offentlich angeprangert werden. Gleichzeitig sollte es jedoch eine positiv Liste geben, die diejenigen Produzenten, Lieferanten und Einzelhändler für den Verbraucher hervorhebt, die sich an den Qualitätsstandards der biologischen Anbauverbände orientieren. Der Gesetzgeber sollte endlich strengere Kriterien für die Erteilung des EU-Biosiegels erwirken.

 

Konsum und Politik – Wie politisch ist Einkaufen?

30. August 2012

Politik mit dem Einkaufszettel ? – Na klar!

Wie fast alle unsere alltäglichen Handlungen ist auch, und zwar in besonderem Maße, der Einkauf ein politischer Akt.

  Das Beispiel der Brent Spar Ölplattform der Shell hat gezeigt, dass es möglich ist, wenn wir Verbraucher gemeinsam unsere Konsumgewohnheiten steuern, auch große Konzerne zum Einlenken zu bewegen und ihre Politik gegenüber Mensch, Natur und Umwelt zu beeinflussen. Bekannt wurde die Brent Spar, als sie  am 30. April 1995 von Greenpeace Aktivisten besetzt wurde, um die Versenkung und damit eine enorme Verschmutzung des Meeres zu verhindern. Den daraufhin folgenden Boykottaufrufen folgten weltweit millionen von Verbrauchern, wodurch die Umsätze der deutschen Shell-Tankstellen um bis zu 50 %. zurückgingen.  Der Konzern reagierte darauf mit dem Motto „Wir werden uns ändern“. 1998 wurde die Brant Spar umweltfreundlich entsorgt. Shell hatte verstanden.

Wir Verbraucher sollten auch endlich fair-stehen: Unser Konsumverhalten beeinflusst Wirtschaft und Politik.

Nachdem das E10 Benzin, (wenn auch nicht immer aus umweltpolitischen  Gründen), vom Verbraucher nicht nachgefragt wird, findet bereits ein Umdenken  in der Politik statt. Die Nutzung riesiger Anbauflächen für Mais und die Verwendung von Mais als Biosprit forciert die Verteuerung von Lebensmitteln und trägt damit zur Verschärfung der weltweiten Hungersnöte  bei.

Wie fair ist ‚Fair‘ wirklich?

25. August 2012

Wie fair sind Produkte, die ein Siegel mit der Aufschrift ‚Fair..‘ tragen wirklich? Gibt es Mindeststandards für fair produzierte und gehandelte Produkte? – Diesen Fragen ist das Magazin ÖKO-TEST in seiner Ausgabe vom August 2012 nachgegangen. Das Ergebnis ist leider ernüchternd.

Es gibt unzählige Siegel, die das Wörtchen ‚fair‚ beinhalten, aber nur wenige dieser Siegel bürgen auch für wirklich fairen Umgang mit Produzenten, Umwelt und Tieren. Leider gibt es für faire Siegel und Auslobungen keine Mindeststandards. Die Tests der Zeitschrift ÖKO-Test ergaben jedoch die höchsten Standards für die Label Fairtrade, Fair for Life sowie die Produkte von Gepa, El Puente, Bananafair und DWP. Bei den Siegeln auf Textilien schnitten darüber hinaus am besten die Label Fair Wear Foundation und Fairtrade Certified Cotton ab. Festgestellt wurde jedoch leider auch, dass sich Label auf Verpackungen mehren, die reine Werbung sind und mit fair leider nicht viel zu tun haben. Hier sollte die Politik rasch für die Einhaltung von Mindeststandards sorgen, ähnlich wie bei den Biosiegeln. Als Mindeststandards sollten gelten: garantierter Mindestpreis für die Produzenten vor Ort, eine gesicherte Vorfinanzierung, ein gesetzlicher Mindestlohn und Kernarbeitsnormen.

Wie kann ich als Verbraucher fair gehandelte Produkte erkennen? – Bei Anbietern, auf deren Internetseite  sich das World Fair Trade Organization (WFTO) http://www.fairtrade.de/cms/media//image/contentbilder/siegel_wfto.jpgLabel befindet, kann man davon ausgehen, dass hier tatsächlich mit fairen Produkten gehandelt wird. Die WFTO ist ein Zusammenschluss von z.Zt. ca. 350 Firmen, die sich auf weltweit geltende Prinzipien für den fairen Handel geeinigt haben. Aber auch die bereits oben erwähnten Siegel: fairtrade, Fair for Live, Gepa, El Puente, DWP, Bananafair, Hand in Hand, Naturland Fair, Fair Wear Foundation und Fairtrade Certified Cotton sind in diesem Zusammenhang als vertrauenswürdig einzustufen.

Nachhaltiger Konsum

29. Februar 2012

Überlegungen, die neben dem Preis und der Nüzlichkeit eines Produktes vor dem Kauf angestellt werden sollten:

Wie wurde das Produkt das ich kaufen möchte produziert?

  • fair zur Umwelt? – Ohne Gifte, Monokultur, Raubbau,, CO2 neutral?
  • mit Blick auf Artenschutz, Verträglichkeit für Luft, Erde und Gewässer?
  • fair zu den Produzenten, Erntehelfern, Kleinbauern, Fabrikarbeitern?
  • fair zu Tieren? – Artgerechte Haltung?

Wie wurde das Produkt das ich kaufen möchte gehandelt?

  • Fair zu den Herstellern d.h. zu Preisen mit denen angemessene Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen realisiert werden können?

Wie werden die Menschen, die mir das Produkt verkaufen behandelt?

  • Faire Löhne und menschliche Arbeitsbedingungen für die VerkäuferInnen, die Lagerhelfer und   Subunternehmern hier bei uns vor Ort?

 

 Um Verbrauchern, die sich um Ihre Umwelt, um Tiere und vor allem um Ihre Mitmenschen Gedanken machen, eine Entscheidungshilfe bereits vor dem Einkauf zu geben, haben wir diesen Fairkaufen Blog ins Leben gerufen.

Video vom Bundesverband Verbraucher Initiative ev

Von welchen Produzenten, Anbietern kann ich bedenkenlos Produkte kaufen? Von welchen Handelsketten, Herstellern sollte ich auf keinen Fall kaufen? Welche Produkte kann ich guten Gewissens kaufen und welche besser nicht? Wo finde ich weiterführende Informationen? Wofür stehen die einzelnen Produkt Label? Diese und andere Fragen wollen wir hier so weit es geht beantworten, um jedem kritischen, bewussten Verbraucher beim fairkaufen eine Hilfestellung zu geben.

Gleichzeitig wollen wir hier besonders unfair agierende Firmen, die Ihre Mitarbeiter ausbeuten, die Umwelt belasten und/oder Kinderarbeit, Lohndumping bzw. Monopole innehaben anprangern. Wir Verbraucher können Firmen- aber auch Sozial- u. Wirtschaftspolitik nachhaltig beeinflussen, indem wir mit unserem Kaufverhalten unsere Zustimmung bzw. unser Ablehnung ausdrücken.

 

Fairtrade Label

24. Februar 2012

Güter, bei deren Herstellung und Handel bestimmte soziale und ökologische Kriterien eingehalten werden, können durch ein Fair-Trade-Siegel gekennzeichnet werden. Diese Siegel vergeben nationale Organisationen wie Transfair in Deutschland, Fairtrade Österreich, oder Max Havelaar Schweiz,  die in der FLO (Fairtrade Labelling Organization International) zusammengeschlossen sind.

Weiterhin gibt es regional und produktspezifische Label zu denen z.B. das Rugmark Siegel für Teppiche aus Indien, BanaFair e. V. für Bananen, oder das Flowerlabel zählen.

 

Blumen fair gehandeltFairtrade LabelRugmark  Fairtradelabel

von links nach rechts einige Beispiele für Fairtrade Label: Flower Label (für fair gehandelte Blumen), Fairtrade Label, Rugmark Siegel für fair gehandelte Teppiche, Fairblobe Label von Lidl, Hand in Hand Label von Rapunzel.

Fairtrade Label v. Gepa (Kaffee, Schokolade, Kakao, Tee u.a.), fairer Tourismus (Südafrika)

 

 

One World (das One World Fairtrade Siegel von Aldi) und das dwp Label für  fairen  Handel.

 

http://www.fairtrade.de/cms/media//image/contentbilder/siegel_wfto.jpgAnbietern, bei denen das World Fair Trade Organization (WFTO) Siegel auf der Website zu finden ist, kann man in Bezug auf eingehaltene Standards des fairen Handels generell vertrauen.

Hier gibt es umfassende Infos zu allen möglichen Labeln, und Siegeln mit den entsprechenden Standards: Labelonline

 

Biosiegel

24. Februar 2012

Fair zu Tier und Umwelt können wir Verbraucher uns verhalten, indem wir beim Einkauf unserer Lebensmittel, Getränke und Genussmittel auf das Vorhandensein eines Biosiegels achten. Oft geht Bio und Fairtrade bei Produkten aus der 3. Welt Hand in Hand, ist aber nicht zwingend. Die Biosiegel stehen für unterschiedlich hohe ökologische Maßstäbe.

Diverse Biosiegel

Die wichtigsten Biosiegel sind, auf der einen Seite das EG-Biosiegel und auf der anderen Seite regionale und Biolabel der Verbände. Das EG-Biosiegel stellt Mindestanforderungen an die Produktion und den Anbau von Lebensmitteln, die artgerechte Tierhaltung und die Verwendung von Zusatzstoffen. Um das EG-Biosiegel zu erhalten, reicht es aus, dass 94% der Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft bestehen, ebenso dürfen Fremdfuttermittel zugegeben werden, was evtl. Abstriche bei der Qualität von Fleisch, Milch und Eiern bedeuten kann. So konnte während des Dioxynskandals zwar in Eiern mit Biosiegel Dioxyn festgestellt werden, nicht jedoch in z.B. Demeter, Naturland, oder Bioland Eiern, da bei diesen Siegeln die Maßstäbe sehr viel höher angelegt sind. So muss bei Naturland, Bioland und Demeter 100% der Zutaten aus ökologischer Produktion stammen, es darf kein Fremdfutter zugegeben werden und die Ansprüche an artgerechter Tierhaltung sind wesentlich höher.

Das neue EU-Biosiegel

Das neue EU-Biosiegel ist ab dem 1.Juli 2012 für Bio-Lebensmittel EU weit verpflichtend. Neben diesem Siegel können die anderen Biosiegel der Verbände aufgebracht werden.

 

Fair und Bio online kaufen beim Onlinehandel

24. Februar 2012

Otto, Neckermann und Co. vers. Hessnatur, Dritte Welt Laden, DW-Shop u.a.

Viele große Versandhandel bieten in ihrem Sortiment bereits Bio und Fairtrade Produkte mit an. Selbst bei grossen Versendern findet man, wenn auch in geringem Umfang, fair gehandelte und oder nachhaltig produzierte Waren. Bei Otto, Neckermann und Co ist allerdings zu bedenken, dass der größte Anteil der Produkte aus nicht gerade fair produzierten und gehandelten Waren besteht. Diese Ketten arbeiten sehr häufig mit Subunternehmern, die wiederum mit Subunternehmern in der 3. Welt und in Billiglohn-Ländern arbeiten. Die Arbeitsbedingungen bei diesen Subunternehmern sind i.d.R. mit der Menschenwürde nicht vereinbar.

Wer die Wahrscheinlichkeit echte fairtrade u./o. nachhaltig produzierte Produkte zu erwerben erhöhen will, kauft bei ausgewiesenen fairtrade Shops wie z.B. Hessnatur bzw den Dritte Welt Läden. Hier wie auch im DW Shop, Vivanda oder Waschbär (um nur eine kleine Auswahl zu nennen), kann man davon ausgehen geprüft nachhaltig produzierte und fairtrade gehandelte Waren zu erhalten.

Bei der Fairtrade Deutschland gibt es eine Online Produktdatenbank, bei der mehr als 1100 Fairtradeprodukte mit den entsprechenden Bezugsquellen verzeichnet sind:  fairtrade-deutschland

Zum Thema Onlineversandhandel und ‚fair‘ hat das ZDF-ZOOM am 25.07.2012 einen erschütternden Bericht über Arbeitsbedingungen und Niedriglöhne bei Zalando, Amazon und Co. ausgestrahlt. Titel: Gnadenlos billig. Es empfielt sich für den Konsumenten, der für einen fairen Umgang mit Arbeitskräften eintritt, gut zu prüfen, ob es für einen vertretbaren Preis die gleiche Ware nicht bei kleinen Versandhändlern oder im Einzelhandel erhältlich ist, die ihre Mitarbeiter fair behandeln, für gute Arbeitsbedingungen und faire Endlohnung sorgen. Nach Möglichkeit boykottiert Amazon, Zalando & Co.

Fairkaufen in Bioläden

24. Februar 2012

In letzter Zeit finden sich zunehmend Produkte auch in Bioläden, auf denen zwar das Biosiegel klebt, bei denen man aber nicht automatisch davon ausgehen kann, dass sie auch ökologisch sinnvoll und fair produziert und gehandelt werden. So scheinen mir Kartoffeln aus Israel und Ägypten importiert nicht wirklich der Umwelt dienlich zu sein aufgrund der langen Lieferwege. Zudem kann man nicht automatisch von Bioprodukten erwarten, dass sie auch fair gehandelt und produziert wurden, zumal wenn der Preis deutlich unter dem von regional produzierten Bioprodukten liegt.

Kartoffeln | Bild: BR

Was können wir Verbraucher tun? – Erkundigt Euch nach der Herkunft der Ware, fragt nach ob trotz fehlendem Fairtrade Siegel von einer fairen menschenwürdigen Produktion und von fairen Preisen für die Hersteller ausgegangen werden kann. Kauft nach Möglichkeit keine Produkte, die einen unangemessen langen Lieferweg hinter sich haben. Waren aus der Region vorziehen und erst wenn Ihr die gewünschten Produkte nicht bekommt auf Waren aus Europa zurückgreifen. Sollten auch hier keine Angebot vorhanden sein, eventuel warten, bis die Saison dafür gekommen ist.

 

 

Hofläden, Bioläden Ketten, der Bioladen um die Ecke – Bioladenverzeichnis

 


Fairkaufen in Drogeriemärkten

24. Februar 2012

Die drei großen Drogeriemarktketten in Deutschland (Schlecker, Rossman und dm) gehen mit ihrer sozialen Verantwortung und dem Engagement für Nachhaltigkeit und fairem Handel recht unterschiedlich um.

Schlecker hat sich nicht zuletzt wegen des unsozialen Umgangs mit der eigenen Belegschaft, der konsequenten Ignorierung des Bio- und Fairtrade Booms  selbst abgeschafft. Und das ist gut so !!

Rossmann setzt weiterhin überwiegend auf günstige Produkte und hat sich in den letzten Jahren auch nicht gerade in Hinblick auf soziales Engagement, Nachhaltigkeit und fairem Handel, einen guten Ruf verschafft. Durch die neue Nachhaltigkeitsoffensive versucht Rossmann jedoch sein Image zu verbessern.

dm setzt dagegen zumehmend auf ökologische und fairtrad Produkte und hat sich darüber hinaus durch das soziale Engagement einen guten Ruf erarbeitet. Das Karlsruher Unternehmen betont, dass es sich mit einem Prozent Rendite zufrieden gäbe – und ansonsten das Geld in soziale Projekte steckten. dm-Chef Harsch wurde 2011 für sein soziales und umweltpolitisches Engagement mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet – das Image von dm ist daher bestens. Der Firmengründer und Aufsichtsrastmitglied Götz Werner setzt sich für das bedingungslose Grundeinkommen ein, was zur Zeit quer durch alle Parteien diskutiert wird. Hervorzuheben sind bei dm die Bio/Fairtrade – Produkte von Alana-Textil, Alverde und Alnatura.


Bio und Fairtrade beim Discounter

24. Februar 2012

Aldi, Netto, Plus, Penny u.a . Auch bei Discountern kann man inzwischen Fairtrade und Bioprodukte kaufen. Leider ist der Ruf der Discounter was den Umgang mit dem eigenen Personal angeht nicht der Beste. Billiglöhne, unbezahlte Überstunden, Unterdrückung von jeglicher Mitbestimmung (Betriebsräte und Gewerkschaftstätigkeit werden behindert bis verboten), zweifelhafte Überwachungen des Personals usw. machen immer wieder Schlagzeilen.

Sieht man einmal davon ab, dass die Discounter überwiegend Produkte anbieten, die mit Fairtrade, nachhaltiger Produktion oder Bioqualität soviel gemein haben wie gesunde Ernährung mit Fastfood, so muss man doch konstatieren, dass die Bemühungen einiger der Billiganbieter zunehmen auch Fairtrade und Bioprodukte anzubieten. Wohl auch um ihren zweifelhaften Ruf  etwas zu verbessern.

So bietet z.B. die Rewe Group Pro Planet Produkte an wofür sie  mit dem Deutschen CSR-Preis 2012 in der Kategorie Corporate Social Responsibility (CSR) in der Lieferkette ausgezeichnet wurden. ‚Der Deutsche CSR-Preis würdigt dadurch den von der REWE Group initiierten PRO PLANET-Prozess und das damit verbundene Engagement zur Etablierung von nachhaltigeren Produkten. Mit PRO PLANET hat die REWE Group ein Navigationssystem entwickelt, das die Nachhaltigkeit von Produkten und Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette betrachtet. Nominiert waren neben der REWE Group C&A Mode KG und fish & more GmbH.‘  Zitat:: www.proplanet-label.com

Penny unterstützt die WFP (World Food Programme), die sich die Bekämpfung des grössten lösbaren Problems der Menschheit dem weltweiten Hunger zur Aufgabe gemacht haben. Darüber hinaus unterstützt Penny die Tafeln. Mehr bei : www.penny.de/nachhaltigkeit

Lidl hat die Fair Globe Produktpallette in ihr Sortiment aufgenommen und bietet damit auch fair gehandelte Produkte an.

Aldi bietet fairtrade Kaffee u.a. unter dem Label: One World an.

Doch bei aller Begeisterung für die Bemühungen der Discounter und Supermärkte, Ihr Ansehen zu verbessern, indem sie mehr Fairtrade und Bioprodukte in das Sortiment aufnehmen, ist Skepsis geboten. Nur ein sehr geringer Prozentsatz des Angebotes besteht aus fair gehandelten und nachhaltig produzierten Produkten. Der weitaus größte Teil des Sortiments eines Supermarktes oder Discounters stammt aus unfair gehandelten, umweltschädlich produzierten und ohne Rücksicht auf artgerechte Tierhaltung produzierten Waren.

Der knallharte Preiskampf der großen Märkte wie Penny, Netto, Aldi, Edeka, Real u.a. erzeugt einen enormen Preisdruck auf die Produzenten, die um konkurenzfähig zu bleiben, ihre Produkte so kostengünstig wie möglich herstellen müssen. Während die Vertriebsseite mit immer stärker und günstig werdender Konkurenz zu kämpfen hat, kämpfen die Lieferanten und Produzenten um die Gunst der Discounter und Supermarktketten. Eine Preisspirale nach unten führt zu qualitativ immer schlechterer Ware, bei der zu aller letzt an die Umwelt oder den fairen Umgang mit Mensch und Tier gedacht wird. Schuld ist neben dem Profitstreben der Anbieter aber auch der Verbraucher, der diesen ruinösen Preiskampf mit Wohlwollen sieht, ermöglicht er doch einen immer günstigeren Einkauf von Gebrauchs- u. Verbrauchsgütern. Es liegt also nicht zuletzt an uns Verbrauchern, beim Einkauf auf Qualität, auf fairgehandelte und nachhaltig produzierte Bioprodukte zu achten. Durch bewussten, nachhaltigen Konsum muss das Leben nicht zwangsläufig teurer werden. Der Verzicht auf z.B. Unmengen von Fleisch oder auf Produkte die nicht in der jeweiligen Jahreszeit regional angeboten werden (z.B. Erdbeeren im Winter u.a.), sowie auf das eine oder andere unsinnige Hightec Produkt (warum braucht man alle 1-2 Jahre ein neues Handy? oder jedes Jahr 3 neue Jeans für 9.99 € ?  – um nur  einige Beispiele zu nenne, kann die notwendigen Mittel frei machen, sich bewusst zu ernähren und zu kleiden.

 

Gebraucht ist ökologisch.

24. Februar 2012

Aus ökologischer Sicht gibt es wohl keine ander Möglichkeit des Konsums, die in Bezug auf Umweltfreundlichkeit, mit dem Erwerb bzw. dem Tausch von gebrauchten Artikeln mithalten kann. Da diese Waren bereits produziert sind, fällt für die Prokuktion kein Energieverbrauch und kein Verbrauch von wertvollen Rohstoffen an. Darüber hinaus entfällt die Belastung der Umwelt durch die Entsorgung.

Online Platformen wie ebay, mobile.de kennt sicherlich fast jeder. Es gibt jedoch auch gebrauchte Waren direkt in Eurer Region. In Hannover ist dies z.B. das FairKauf Warenhaus.

http://www.fairkauf-hannover.de/images/kopf.gif

 

 

 Eine Liste mit Secondhand Läden in Deiner Region findest Du hier: http://www.wieneu.net/. Du kannst aber auch die regionale Presse nach Anzeigen für gebrauchte Dinge durchstöbern, oder einfach mal auf dem Sperrmüll nachsehen.

Aber es gibt auch die Möglichkeit ohne Geld los zu werden, sich schöne Dinge zu besorgen. Ein Beispiel sind die zahlreichen Tauschbörsen und Tauschringe.

 

Fairkaufen weltweite Produkte

19. Februar 2012

Nicht alle Produkte, die wir Verbraucher kaufen möchten werden regional produziert. Produkte gerade aus 3.Welt- oder Schwellenländern zu beziehen trägt sicherlich auch dazu bei, Armut und Hunger zu bekänpfen.

Umso wichtiger ist es, genau bei diesen Produkten darauf zu achten, das sich nicht einige Wenige an den Verkaufserlösen bereichern und mit Lohndumping, Kinderarbeit oder gar Arbeitssklaven ihre Profite erhöhen.

Ebenso sollten wir Konsumenten Wert darauf legen, dass die Produkte, die wir aus fernen Ländern beziehen das Ökosystem nicht übermäßig belasten. Gerade in der 3. Welt und in Schwellenländern (allen voran China) wird Umweltschutz nicht gerade groß geschrieben und dem Profitdenken bedingungslos untergeordnet.

Was kann ich als Verbraucher tun?

Kauft nur Waren aus fernen Ländern, bei denen der Produktionsprozess transparent ist. Ein guter Anhaltspunkt sind auch hier Bio- u./o. Fairtrade Siegel.

Da durch den Transport der Waren über weite Strecken auch immer die Umwelt belastet wird, sollte man prüfen, ob es z.B. unbedingt notwendig ist, im Winter Erdbeeren zu essen, oder Blumen aus Afrika zu verschenken (Stichpunkt Wasser für Rosen statt für Anbau von Nahrungsmitteln.) usw.

 

 

Fairkaufen Bioprodukte aus der Region

19. Februar 2012

Warum Bioprokukte aus der Region kaufen?

Bioprodukte und Fairtrade Produkte findest Du in grosser Auswahl in Bioläden, beim Discounter, in Supermärkten und beim Onlinehandel.

Aber ist Bio auch immer gleichbedeutend mit: ‚fair zur Umwelt‚ ? – Ein klares nein!

Wenn ich bei Bioprodukten ausschließlich auf den Preis achte, kann es speziell in Supermärkten und beim Discounter leicht sein, dass diese Bio Produkte aus Ländern importiert werden, in denen die Kontrollen der Bio – Qualität nicht so ganz eng gesehen werden. Produkte aus fernen Ländern haben darüber hinaus eine absolut verheerende Öko Bilanz aufgrund der langen Transportwege. Zudem gehen in Deutschland immer mehr Biohöfe pleite, weil sie mit den stark subventionierten und mit Billiglöhnen produzierten Bioprodukten östlicher und fernöstlicher Länder nicht mithalten können.

Was kann ich als Verbraucher tun? —  Achtet verstärkt beim Kauf von Bioprodukten auf die Herkunft und kauft überwiegend Ware, die in der Region produziert wurde.

Fair zu Mensch und Natur konsumieren

18. Februar 2012

Der Verbraucher, also wir alle, haben es in der Hand, unseere Umwelt doch noch zu retten, Hungersnöte zu verhindern und Kriege um die letzten Resourcen dieser Erde abzuwenden, indem wir fair zu Mensch und Natur konsumieren. Nur so können wir die Anbieter zwingen ökologische– und Menschenrechtsstandards einzuhalten.

Der Begriff Fairkaufen findet sich zunehmend im Sprachgebrauch für Verbraucherangebote die sich auf fairgehandelte, biologische und umweltfreundliche Produkte konzentrieren. Während der Begriff Fairtrade die Angebotsseite, also Produzenten und Handel umfasst, ist mit Fairkaufen der Verbraucher direkt angesprochen. Wer als Konsument verantwortungsbewußt in Hinblick auf die Schonung unserer Umwelt, den fairen Umgang mit den Produzenten und artgerechte Tierhaltung einkaufen will, sollte wo es möglich ist “biofair“ einkaufen. Das bedeutet, Produkte die sowohl fair, als auch ökologisch mit Blick auf Nachhaltigkeit produziert und gehandelt werden.


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