Fairkaufen Fleisch

24. Februar 2012

Beim Thema Fleisch stellt sich die Frage nach dem fair in ganz anderer Weise. Ist es grundsätzlich fair Fleisch zu essen? Wir Menschen sind Allesfresser und daher nicht auf Fleisch angwiesen.

Allen die dieses Thema vertiefen wollen sei das Buch von Jonathan Safran FoerTiere essen‚ wärmstens empfohlen. Es zeigt in eindringlicher Form die Folgen für unsere Umwelt, die Auswirkungen auf uns selber und natürlich auf die Qualen der Tiere auf.

Sollte man trotzdem nicht vollkommen auf Fleisch verzichten wollen, sollte man zumindest überlegen, ob es wirklich jeden Tag Fleisch sein muss, oder ob ein bis zweimal in der Woche eine Fleischmalzeit auch ausreicht. Eine Reduzierung des Fleischkonsums ist für die Tiere, die Umwelt und letztendlich auch für den Menschen eine Notwendigkeit.  Darüber hinaus sollte man kein Fleisch aus Qualzucht der Massentierhaltung kaufen.

Nicht nur, dass man seinem eigenen Körper schadet, durch Hormone, Medikamente und alle möglichen Krankheitserreger, darüber hinaus schadet die Massentierhaltung der Umwelt in massiver Weise: Vernichtung wertvollen Ackerlands und Trinkwasserreserven, Energieverschwändung durch lange Transportwege, katastrophape CO2 Bilanz  u.a. Vom Tierschutz kann in der Massentierhaltung absolut keine Rede sein.

Käfighaltung

Massenschlachtungen bei denen unzählige Tiere jeden Tag bei lebendigem Leibe verbrüht werden und die Haut abgezogen bekommen

Qualvolle lange Tiertransporte

Was kann ich tun?

Eßt kein Fleisch oder deutlich weniger!

Kauft nur Fleisch aus Bioproduktion und auch da nur von Züchtern, die artgerechte Haltung und schmerzfreie Schlachtung garantieren! Nicht jedes Fleisch das ein EU-Biosiegel trägt bürgt auch für artgerechte Tierhaltung. siehe den Bericht über Billig Bio

  • 4 Kommentare

4 Reaktionen zu “Fairkaufen Fleisch”

  1. Antimaterieam 19. September 2013 um 09:20 Uhr

    Ich persönlich betrachte es als ein Problem, Menschen die Fleisch essen, als ‚Unmenschen‘ zu deklarieren. Obwohl ich selbst Vegetarier bin, stößt es mir übel auf, jeden Menschen der Fleisch isst als Mörder abzustempeln. Ich spreche hier nicht von dem Massenfleischkonsum, der in der Tat bedenklich, sinnfrei und schädlich ist. Doch in vielen Naturvölkern gehört Fleisch als natürliche Nahrung auf dem Speiseplan, ohne das dadurch Umwelt oder Tiere gefährdet wären. Ich höre immer wieder das Bedenken der Tötung von Tieren. Darüber läßt sich streiten, denn auch Pflanzen sind Lebewesen. Auch die ‚Schädlinge‘ auf den Pflanzen haben ein Recht zu Leben und natürlich auch die unzähligen winzigen Tiere, die wir jeden Tag alleine durch unsere Bewegungen töten. Die vielen Erdbewohner, die durch jedes Umgraben sterben. Und nun stelle ich die Frage, aller Fragen: Wer von uns erhebt sich zu der Rolle, entscheiden zu können welches Lebewesen nun ein größeres Recht zu Leben hat als ein anderes? Gibt es Lebewesen, die wertvoller, wichtiger sind, als andere?
    Nicht das Essen von Fleisch ist das Problem, sondern die Art wie man es tut. Wer respektvoll mit seiner Nahrung umgeht, wer Dankbarkeit und Demut kennt, der wird unabhängig seiner Ernährungsweise keinen Schaden in der Natur anrichten.
    Vergessen wir nicht: auch Veganer zerstören die Umwelt, indem sie sich von Sojaprodukten ernähren, die unter Pestizideinsatz gewonnen wurden, die von Menschensklaven geernet werden, und sehr viel Wasser verbrauchen. Vegan ist nicht gleich Bio. Auch eine vegetarische Ernährung kann eine Menge Schaden in der Umwelt anrichten!
    Ich finde es schade, dass einfach nur gesagt wird: Verzichte auf Fleisch! Damit ist der Welt nicht geholfen.

  2. adminam 19. September 2013 um 10:43 Uhr

    Hallo ‚Antimaterie‘
    Niemand bezeichnet Menschen die Fleisch essen als ‚Unmenschen‘. Die Weltbevölkerung wächst jedoch rasant an, immer mehr Menschen aus den s.g. 3. Welt- und Schwellenländern können sich Fleisch leisten und wollen natürlich, was vertändlich ist ebenso, wie wir aus den Industrienationen möglichst täglich Fleisch essen. Das ist in der Tat ein Problem für unsere Umwelt, denn immer mehr wertvolles Ackerland wird genutzt um Rinder zu züchten, oder Tiernahrung anzubauen. Es sind auch nicht die Veganer, die die Umwelt zerstören, indem Sie Soja essen, zumal gerade Veganer auf Bioqualität achten, – es sind die Unmengen an Soja, die für die Tiermast gebraucht werden, die mit Pestiziden behandelt und wie Du schreibst von Menschensklaven geentet werden. Gerade in der Massentierhaltung von Geflügel, Schweinen aber auch einigen Rindern wird auf Soja gesetzt, da dieses als Wachstumsbeschläuniger dient. Ich bin selber Fleischesser, versuche aber meinen Fleischkonsum einzuschränken und wo immer es geht auf Fleisch aus Massentierhaltung zu verzichten. Sicherlich ist der Welt nicht allein durch den Verzicht auf Fleisch geholfen, aber es ist ein Anfang weniger Fleisch zu essen und darauf zu achten, dass die Tiere artgerecht gehalten werden und weder mit Turbomastfutter noch mit Antibiotika vollgestopft werden. Es geht, wie Du schon sagst darum Respektvoll mit unserer Nahrung, aber auch mit unseren Mitgeschöpfen und unserer Umwelt umzugehen und dazu passt nun mal nicht Massentierhaltung, Qualzucht und industrielle Fleischproktion am Fliesband. Ich empfehle zu dem Thema auch noch die Artikel: Hühner aus Massentierhaltung und Fleischatlas vom BUND

  3. Antimaterieam 19. September 2013 um 18:40 Uhr

    Hallo,
    vielen Dank für die schnelle Freischaltung und Antwort. Massentierhaltung ist ohne Frage ein absolutes Tabu. Darüber darf es im Grunde gar keine Diskusion geben. Ich meinte nur, dass es auch Menschen gibt, die Fleisch sehr verantwortungsvoll essen. Und es gibt auch Veganer die sich keine Gedanken über Nachhaltigkeit machen. Denn leider entwickelt sich derzeit veganes Essen zu einem Trend, der vom Markt gandenlos ausgenutzt wird. Immer mehr Produkte im Regal enthalten den Vermerk ‚vegan‘, ohne ein Biosiegel!
    Nichtsdestotrotz, Massentierhaltung ist ein Produkt der kapitalistischen Marktwirtschaft, wo der Profit im Vordergrund steht. Ein Tier zu einer Ware zu machen und wie eine Nahrungsmittelfabrik zu missbrauchen ist vielleicht eines der größten Verbrechen unserer Zeit. Das darüber hinaus auch noch die Umwelt massiv belastet wird und der Welthunger steigt sind ebenfalls Grund genug den Fleischksonum radikal einzuschrenken. Vor allem muss man auch auf Produkte achten, die tierische Substanzen enthalten. Denn vieles wird versteckt in Fertignahrung und Kosmetika benutzt.
    An dieser Stelle noch ein großes Dankeschön für eure aufklärende Arbeit!

  4. adminam 20. September 2013 um 12:29 Uhr

    Hallo Antimaterie,
    ich denke wir sind da völlig einer Meinung. Es soll hier nicht darum gehen Fleischesser zu verurteilen. Wir wollen nur auf die Problematik hinweisen, die übermässiger Fleischkonsum, erst recht wenn das Fleisch aus Massentierhaltung der barbarischen Fleischfabriken stammt, für uns, die Tiere und unsere Umwelt mit sich bringt.
    Vielen Dank für Deinen Komentar, es wäre schöne wenn sich mehr Menschen an einer angeregten Diskussion beteiligen würden. Wer Lust hat, einen eigenen Beitrag zu verfassen, kann gerne unter ‚ META/ Anmelden eine email Adresse hinterlassen.

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