Fair schenken – Appell an das Christkind und seine Helfer

12. November 2012

Fair schenken gerade jetzt zur Weihnachtszeit! –  Der Einzelhandel erwartet für das Weihnachtsgeschäft 2012 einen Rekordumsatz von über 80 Milliarden Euro. Das Weihnachtsbudget der Menschen hierzulande steigt nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche im Schnitt um sieben Prozent auf 485 Euro pro Haushalt.

Konsumterror zur Weihnachtszeit. Süsser die Kassen nie klingeln

Die Briefkästen quellen über von bunten, Glück verheißenden Prospekten voll mit sinnlosen Konsumgütern. Die email Postfächer werden mit Spammails bombardiert und in den Schaufenstern der Konsumtempel werden die Waren mit Lametta, Kerzen und Weihnachtmännern verziert, die Konsummeilen mit Lichterketten überzogen und überhall nerven weihnachtliche Klänge und erinnern uns alle daran, das das größte Konsumrfest des Jahres angebrochen ist. Der Konsumrausch hilft uns den Novemberblues zu vergessen und unser Gehirn mit Endorphinen zu fluten, die wir jedes mal ausschütten, wenn wir etwas vermeintlich Schönes für uns oder unsere Lieben kaufen. Vergessend, das es sich hier eigentlich um ein christliches Fest der Liebe handelt, konsumieren wir, was das Konto hergibt.

Dabei könnten wir gerade zur Weihnachtszeit beweisen, dass es uns mit der so oft beschworenen Nächstenliebe ernst ist.

Konsumgüter, die mit Kinderarbeit, Billiglöhnen, von denen man nicht leben kann, und mit Produktionsmethoden, die unsere Umwelt zertören und den Klimawandel forcieren produziert wurden, ausgerechnet am s.g. Fest der Liebe zu verschenken hat schon etwas Sarkastisches.

Während wir Heiligabend unsere Geschenke auspacken: neueste technischen Geräte, unsere schönen neuen Klamotten und Unmengen Spielzeug, das die Kreativität lähmt und Kinderzimmer verstopft, verhungern tausende Menschen, schuften Kindersklaven und Billiglöhner, vergiften sich Grubenarbeiter, die Rohstoffe für Hightec abbauen, erkranken Textilarbeiter an den Ausdünstungen künstlicher Farben und Bleichmittel für unsere trendigen Klamotten, haben Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser weil Industriebetriebe das Grundwasser vergiften usw.  – Die Liste der Grausamkeiten, die wir durch unseren unreflektierten Konsum mitverantworten ja geradezu unterstützen ist ziemlich lang. Hier bekommt das Sprichwort ‚des einen Freud ist des anderen Leid‚ einen ganz neuen Aspekt.

Was können, ja was sollten wir Verbraucher tun? –

  • Das eine oder andere Geschenk (speziell auch Werbegeschenke an Geschäftspartner, oder an Freunde die schon alles haben) weglassen und durch eine Spende für soziale, wohltägige Institutionen ersetzen. Das kommt häufig besser an, als sinnlose, unnütze Geschenke, die beim Schrottwichteln landen.
  • Fair schenken:  d.h. Waren die nach sozialen Standards produziert, fair gehandelt und/oder ökologisch nachhaltig hergestellt wurden. Lieber etwas weniger, dafür fairer.
  • Stopft Euch Weihnachten nicht mit toten Tieren aus Massentierhaltungen voll. Auch hier: lieber etwas weniger dafür besser.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein faires Weihnachtsfest.

 

 

 

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet/a> sein, um kommentieren zu können.

Sudokumania
Blog Top Liste - by TopBlogs.de ÖKOPORTAL - Das Webverzeichnis der Ökobranche fairkaufen.info  in der grünen Suchmaschine Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de