Massentierhaltung – Hühner

Hühnerfleisch aus Massentierhaltung – Nein danke

21. August 2013

Hühnerfleisch aus Massentierhaltung schadet nicht nur der Umwelt, und den gequälten Tieren, es ist auch für den Menschen extrem ungesund. Laut einer Studie des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums werden 96,4% – (also fast alle) Hühner mit Antibiotika behandelt. Die Massenhafte und z.T. unkontrolliert Gabe von Antibiotika dient nicht etwa der Gesunderhaltung der Tiere, sondern der Turbomast.  Antibiotika reduzieren die Bakterien der Hühner im Darm, wodurch die Nahrung besser verwertet werden kann und somit die Hühner schneller wachsen. Durch die Gabe von Antibiotika sowie Speziel Nahrung, genmanipuliertes Soja und einem durch Kunstlicht veränderten Tagesrythmus legt ein 40 Gramm Küken innerhalb von 30 Tagen bis auf  1500 Gramm an Gewicht zu und kann dann bereits geschlachtet werden. Der Brustanteil des Huhns wurde von 9% bei normalen Hühnern bei den Masthühnern auf 18% heraufgezüchtet. Am Ende dieser Qualmast fallen die Tiere nach vorne und können kaum noch aufstehen. In den, auch nach den neuen EU-Richtlinien immer noch unmenschlich engen Käfigen bzw. überfüllten Ställen haben die Tiere nicht mehr als 1/4 DIN-A4 Seite Platz. Hier vegetieren die Hühner 30Tage bis zur Schlachtung vor sich hin. Sonne und Frischluft sind für Hühner aus Hühnerfarmen, die auf maximale Gewichtszunahme bzw. auf  Legeleistung getrimmt sind, absolut tödlich. Während für die Legebatterien nur weibliche Küken benötigt werden, braucht man für die Turbomast die männlichen Küken. Die jeweils ‚falschen‘ Küken werden aussortiert und lebendig zerhexelt. 40 Millionen Küken werden so nach nur einem Tag als Tierfutter zerschreddert oder landen direkt auf dem Müll.

Ist Biohuhn besser, gesünder und fairer gehalten? – Hier muss zwischen den EU-Bio Standards und den Bioverbänden unterschieden werden. Für das Standard EU-Biosiegel gelten Mindestbedingungen, welche die Situation in der Massentierhaltung nur unwesentllich verbessert. Die Tiere haben hier statt 1/4 DIN-A4 Seite eine halbe Platz und dürfen nur bei Krankheit mit Antibiotika behandelt werden.

Anders sieht es bei Tieren mit Siegeln der Bioverbände aos,, die nach Stiftung Warentest die höchste Qualität garantieren. Biohühner von ‚BIOKREIS‘, ‚BIOLAND‘,  BIOPARK, DEMETER, ECOLAND, ECOVIN, GÄA und NATURLAND leben  bis zu 120 Tagen (statt 30) in Gehägen mit unter 1000 Hühnern ( bei EU-BIO bis zu knapp 5.000). Auslauf wird garantiert und das Futter muss ökologisch einwandfrei sein. Eine Alternative zu den sehr teuren Bio Hühnern mit Verbandssiegeln sind Hühner vom Bauern nebenan, den man persönlich kennt bzw. eine Landschlachterei, die die Herkunf der Tiere belegen kann und die auch nachprüfbar ist.

Wie alle riesigen Agrarfabriken sind auch die Megaställe und Schlachthöfe nur rentabel durch Agrarsubventionen, lasch ausgelegte oder nicht vorhandene Tierschutzbestimmungen bzw. im Fall der Schlachthöfe durch Billiglöhne. Hier ist der Gesetzgeber gefordert.

In Wietze bei Celle soll der größte Hähnchen-Schlachthof Europas entstehen mit  482.000 getöteten Tieren am Tag und rund 4oo neuen Mastanlagen in der näheren Umgebung. Unter dem Motto:
Wir haben Agrarfabriken satt!

fand am Samstag, den 31. August 2013 in Wietze bei Celle eine Grossdemonstration statt.

 

Mehr Infos aus dem  Aufruf  zur DEMO in Wietze an der mehr als 7000 Demonstranten gegen den grössten Schlachthof für Geflügel in Europa demonstrierten:

 

Es sind kaum vorstellbare Dimensionen: 400.000 Hühner sollen im Mega-Schlachthof Wietze bei Celle geschlachtet werden – an einem Tag. Um den größten Schlachthof Europas zu beliefern, müssen Hunderte neue Mast-Ställe im Norden Deutschlands entstehen – mit Hühnern, die auf engem Raum zusammengepfercht werden und Gen-Soja sowie regelmäßig Antibiotika erhalten.Wietze steht wie kein anderer Ort in Deutschland für die Industrialisierung unserer Landwirtschaft. Deshalb tragen wir dort am Samstag, den 31. August 2013 unseren Protest für eine ökologischere, bäuerliche Landwirtschaft auf die Straße. 
……….
Die Bundestagwahl bietet die Chance, mit einer neuen Regierung eine Agrarwende einzuleiten: Wenn Mega-Ställe und Schlachthöfe nicht mehr mit Agrarsubventionen gefördert, wirkungsvolle Tierschutzbestimmungen erlassen und Tierhaltung an den Betrieb eigener Futterflächen gebunden werden, würden sich Tierfabriken kaum mehr rentieren. Und wenn wir Bürger/innen nun im Wahlkampf zeigen, dass diese Frage für uns entscheidend ist, werden die Parteien reagieren.Schon im vergangenen Januar demonstrierten wir im Rahmen des Bündnisses „Wir haben es satt“ mit mehr als 25.000 Menschen in Berlin für eine andere Agrarpolitik. Jetzt tragen wir unseren Protest hinaus aufs Land – dorthin, wo eine andere Landwirtschaft gedeihen muss! Bäuerinnen und Bauern ziehen dabei mit Verbraucher/innen, Tier- und Umweltschützer/innen, Imker/innen und Eine-Welt-Aktivist/innen an einem Strang……..

.Mit herzlichen Grüßen
Ihr Christoph Bautz, Geschäftsführer Campact

Quelle: Campact

Zum Thema Massentierhaltung auch der Hinweis auf den Artikel : Fleischkonsum der ökologische Wahnsinn , sowie Massentierhaltung und Antibiotika weiter unten in diesem Blog

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