Konsum-Politik

Lebensmittelverschwendung

8. Oktober 2012

Die gigantische weltweite Lebensmittelverschwendung in den Industrienationen verschärft das Welthungerproblem.

Während weltweit etwa 870 Millionen Menschen akut hungern werden nach UNO Angaben ca. ein Drittel (jährlich 1,3 Milliarden Tonnen) der weltweit produzierten Lebensmitteln verschwendet.

Ca. 50kg Lebesnmittel werden täglich in einem Supermarkt vernichtet

Sucht man Verantwortliche für diesen Irrsin, sollte man fragen: ‚Wer profitiert am meisten von der Lebensmittleverschwendung?

Agrarindustrie, Lebensmittelkonzerne, Handelsketten, Agrochemie und nicht zuletzt Finanzjongleure die auf die Spekulation mit Lebensmitteln setzen,  haben ein fundamentales Interesse die Lebensmittelproduktion jedes Jahr zu steigern und durch steigende Preise einen maximalen Profit zu erzielen. Unterstützt von, durch massive Lobbyarbeit, weichgekochten Politikern wurden Gesetze für Haltbarkeits Kennzeichnungen auf den Weg gebracht, die dazu führen, dass Lebensmittel früher als notwendig aus den Supermarktregalen aussortiert und vernichtet werden. Die durch korrupte oder durch Lobbyarbeit beeinflussten Politiker in EU, Bund und Ländern fördern darüber hinaus eine Überproduktion von Lebensmittel durch Subventionen.

Der Film ‚Taste the Waste‘ hat eine weltweite Diskussion ausgelöst, die selbst das Landwirtschaftsministerium von Ilse Aigner wachrüttelte. Es gab bei der Universität Stuttgart eine Studie in Auftrag um die Verschwendung von Lebensmitteln in Deutschland zu untersuchen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass deutschlandweit jährlich ca. 11 Mio. Tonnen Lebensmittel im Müll landen.  61 % davon in privaten Haushalten.  Nicht erfasst wurden allerdings die Abfälle in der Landwirtschaft. Darüber hinaus sind die Zahlen aus dem Handel sehr ungenau, da die Supermärkte keine ausreichende Auskunft über die weggeworfenen Mengen an Lebensmittel gaben. So versucht die Politik einmal mehr, die alleinige Verantwortung auf die Verbraucher abzuwälzen und gibt Info Broschüren über die Bedeutung des Haltbarkeitsdatums raus, statt Gesetzte auf den Weg zu bringen um die Ursachen der Verschwendung, wie Subventionen für Überproduktion u.a., zu beseitigen.

 

 

Konsum und Politik – Wie politisch ist Einkaufen?

30. August 2012

Politik mit dem Einkaufszettel ? – Na klar!

Wie fast alle unsere alltäglichen Handlungen ist auch, und zwar in besonderem Maße, der Einkauf ein politischer Akt.

  Das Beispiel der Brent Spar Ölplattform der Shell hat gezeigt, dass es möglich ist, wenn wir Verbraucher gemeinsam unsere Konsumgewohnheiten steuern, auch große Konzerne zum Einlenken zu bewegen und ihre Politik gegenüber Mensch, Natur und Umwelt zu beeinflussen. Bekannt wurde die Brent Spar, als sie  am 30. April 1995 von Greenpeace Aktivisten besetzt wurde, um die Versenkung und damit eine enorme Verschmutzung des Meeres zu verhindern. Den daraufhin folgenden Boykottaufrufen folgten weltweit millionen von Verbrauchern, wodurch die Umsätze der deutschen Shell-Tankstellen um bis zu 50 %. zurückgingen.  Der Konzern reagierte darauf mit dem Motto „Wir werden uns ändern“. 1998 wurde die Brant Spar umweltfreundlich entsorgt. Shell hatte verstanden.

Wir Verbraucher sollten auch endlich fair-stehen: Unser Konsumverhalten beeinflusst Wirtschaft und Politik.

Nachdem das E10 Benzin, (wenn auch nicht immer aus umweltpolitischen  Gründen), vom Verbraucher nicht nachgefragt wird, findet bereits ein Umdenken  in der Politik statt. Die Nutzung riesiger Anbauflächen für Mais und die Verwendung von Mais als Biosprit forciert die Verteuerung von Lebensmitteln und trägt damit zur Verschärfung der weltweiten Hungersnöte  bei.

Sudokumania
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