Kapitalmärkte

Sozial-ökologische Banken – faire Finanzprodukte

3. Oktober 2012

Banken, die sich sozial, ethisch und ökologisch orientieren bieten zunehmend faire Finanzprodukte an. Green Money erfreut sich bei den Anlegern, die ihr Geld nachhaltig investieren wollen, zunehmender Beliebtheit und erzielten in den  letzten Jahren Wachstumsraten von 20 bis 30 Prozent.

Das Ansehen der konventionellen Banken in der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren der Finanzkrise  zunehmend verschlechtert. Spekulationen auf Nahrungsmittel und Rohstoffe zu Lasten der 3. Welt, Boni für Investmentbanker trotz verspielter Milliarden, Zinsmanipulationen von Grossbanken am Liborzins zu Lasten von Anlegern und schlechte Beratung bei der Geldanlage verärgern immer mehr Menschen.

In Griechenland, Spanien, Italien und anderen EU-Ländern gehen immer mehr Menschen auf die Strassen um gegen die unsoziale Sparpolitik ihrer Regierungen zu protestieren. Während mit Milliarden die Banken und Anleger gerettet werden, verarmen immer mehr Menschen durch Sparmassnahmen wie Renten- und Lohnkürzungen, Abbau der Sozialleistungen, Steuererhöhungen auf Verbrauchsgüter u.a. Während sich einige Wenige durch die riskanten Zockereien, die in die Finanzkrise geführt haben, eine goldene Nase verdient haben, muss die Mehrheit der Bevölkerung die Zeche zahlen. (siehe auch den Artikel ‚Umverteilen‚.)

Trotzdem sind alternative Banken, die sich auf Investitionen und Kreditvergaben für nachhaltige, ökologische und soziale Projekte spezialisiert haben in der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt.

Banken wie die Triodos Bank, die Ethik Bank, die Umweltbank und die GLS Bankhaben sich auf sozial-ethische

Anlagen spezialisiert. Diese Banken haben Ausschluss- und positiv Kriterien für die Investions- und Kreditvergabe, die man auf den jewiligen Internetseiten finden kann.  Anlagekriterien am Beispiel der Ethik Bank:

Basis aller Geschäfte der EthikBank ist ihre sozialökologische Anlagepolitik – ein Mix aus Tabu- und Positivkriterien. So investiert die EthikBank das Geld ihrer Kunden nicht in Rüstungsgeschäfte, Atomkraft oder in Unternehmen, die Kinderarbeit zulassen. Die Unternehmen, die Geld von der EthikBank bekommen, müssen sich aktiv für eine nachhaltige Wirtschaftsweise engagieren.

Die EthikBank fördert je ein Ethik-, Frauen- und Umweltprojekt. Auch die EthikBank-Kunden können diese Projekte durch die Wahl eines Förderkontos unterstützen. …

(Quelle: Internetseite der Ethikbank.)

Mehr zum Thema faire Finanzprodukte, green Money auf der Seite Finanzprodukte hier auf dem farikaufen-Blog.

 
Auf der ATTAC Seite zu dem Thema findest Du u.a. Infos zur Geschäftspolitik der Grossbanken und eine Anleitung zum Bankenwechsel: KRÖTENWANDERUNG JETZT.
 

Umverteilen – Proteste für Umfairteilung

1. Oktober 2012

Das Aktionsbündnis umfairteilen aus mehr als 300 Organisationen, Parteien, Gewerkschaften und Sozialverbänden hat am Sa. 29.09.2012 zu einem bundesweiten Protest gegen ungerechte Verteilung des Gesellschaftlichen Reichtums und für eine gerechte Umfairteilung aufgerufen.

Neoliberalismus stoppen – Reichtum umverteilen

Mehr als 40.000 Menschen in 40 Städten gingen auf die Strasse um gegen die Folgen der neoliberalen Politik zu demonstrieren.

Der neueste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt, was millionen Menschen in Deutschland bereits am eigenen Leibe tagtäglich erfahren müssen: immer mehr Menschen der Mittelschicht stürzen ab in die Unterschicht, die zusehens ärmer wird zur Freude einer kleinen immer reicher werdenden Oberschicht.

Diese Entwicklung  verdanken wir der  weltweiten Erstarkung des Neoliberalismus in den letzten Jahren, die in Deutschland zunächst durch die Agenda 2010, die Hartz IV Gesetze und der Liberalisierung des Kapitalmarktes, der Rot/Grünen Regierung unterstützt  und später erfolgreich durch Schwarz/Gelb vorangetrieben wurde.

Grünen-Chefin Claudia Roth warnte jetzt auf der ‚Umfaiteilen‘ Demo vor einem zunehmenden Auseinanderdriften der Gesellschaft: „Unser Gemeinwesen nimmt deutlichen Schaden, wenn wir nicht bald umsteuern“, sagte sie der dpa. Es könne nicht sein, „dass eine kleine Gruppe Vermögender immer mehr privates Kapital anhäuft, während Schwimmbäder schließen müssen oder kommunale Krankenhäuser keine ordentlichen Gehälter mehr zahlen können.“ Immer mehr Menschen würden abgehängt, während die Gruppe der Reichen nicht ausreichend in die Verantwortung für das Gemeinwohl genommen werde: „Wir brauchen deshalb endlich eine Vermögensabgabe.“

Auch wenn die Aktion bereits gelaufen ist, das Video ist seh informativ

Die Folgen des Turbokapitalismus und der Liberalisierung der Finanzmärkte, die trotz gegenteiliger Versprechen der Politik nicht ausreichend reguliert werden, beschreibt in anschaulicher Weise  der Artikel von Konsumpf:  ‚Der ökonomische Putsch – was hinter den Finanzkrisen steckt‚, der auf einem hörenswerten Bericht des WDR-Hörfunks aufbaut. Neoliberalismus gefährdet unsere Demokratie!

2013 sind Wahlen !!! Lest die Parteiprogramme und fragt die Pollitiker, wie sie die, ausser Kontrollle geratenen, Finanzmärkte regulieren wollen. Was sie gegen die zunehmende Armut (Altersarmut, Armut alleinerziehender Frauen, Armut durch Niedriglöhne u.a.) unternehmen wollen und wie sie den gesellschaftlichen Reichtum gerecht umfairteilen wollen. (Das Privatvermögen der Deutschen wird auf 10 Billionen Euro geschätzt.)

 

 

 

Sudokumania
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