Fleischkonsum

Neuer Gammelfleisch-Skandal in Niedersachsen

7. November 2013

Es ist kaum zu glauben, aber es gibt schon wieder einen neuen Gammelfleischskandal in Niedersachsen. Das Geschäft auf Kosten der Gesundheit der Verbraucher mit Gammelfleich ist äußerst lukrativ. Strafen sind kaum zu erwarten, und wenn dann meist Geldstrafen, die in keinem Verhältinis zu dem mit vergammeltem Fleisch erwirtschafteten Gewinn stehen. Auch eine Liste mit Firmen, die aus Profitgier gesundheitsgefährdende Lebensmittel vertreiben gibt es nach wie vor nicht. Dabei könnte durch eine öffentliche Bekanntmachung der betreffenden Betriebe, sowie der Supermarkt- und Discounterketten, die Produkte mit vergammelten Fleich vertreiben, die Hemmschwelle für derartig skrupeloses, kriminelles Verhalten erheblich heraufgesetzt werden. Hier ist die Politik gefragt, Gesetze zu schaffen, diese Machenschafften als das zu behandlen, was sie im Grunde sind: ’schwere Straftaten‘. Auch ein öffentlicher Pranger für alle beteiligten Firmen und der damit verbundene Umsatzverlusst könnte eine abschreckende Wirkung haben. Ansonsten wie immer meine Empfehlung esst halt weniger bis garkein Fleisch und wenn dann nur  Biofleisch aus vertrauenswürdiger Produktion. Meidet Billgfleisch Produkte der Discounter.

Weitere Artikel zum Thema Fleisch auf diesem Blog: Fleischatlas  –  Fleischkonsum der ökologische Wahnsinn  –  Massentierhaltung und Antibiotika

Fleischatlas vom BUND – Kritik an Fleischkonsum und Subventionen für Fleischkonzerne

22. März 2013

Der erste deutsche Fleischatlas herausgegeben von BUND für Umwelt- und Naturschutz, der Heinrich-Böll-Stiftung und Le Monde diplomatique bringt es auf den Punkt: wir Deutschen essen zuviel Fleisch.

Ca. 60 kg Fleisch pro Jahr verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt. Bedenkt man, dass Säuglinge, Kleinkinder, ältere Mitbürger sehr viel weniger essen und Vegetarier und Veganer überhaupt kein Fleisch zu sich nehmen, ißt der Durchschnittsdeutsche sogar deutlich mehr als diese 60 kg Fleisch.

Welche Auswirkungen das für unsere Umwelt, für den Umgang mit den Tieren speziell in der auch noch stark subventionierten Massentierhaltung der großen Fleischkonzerne, aber auch für unsere Gesundheit und die globale Wirtschaft hat, kann man in dem informativen und kritischen Fleischatlas nachlesen. Den ich Euch hiermit eindringlich empfehlen möchte.

Die Deutschen essen zu viel Fleisch, belegt der erste deutsche Fleischatlas.
Die Deutschen essen zu viel Fleisch, belegt der erste deutsche Fleischatlas. (Foto: dapd)

„Der Fleischatlas soll“, so Barbara Unmüßig – Stiftungsvorstand, “ Daten und Fakten zu den globalen Auswirkungen und Dimensionen unseres Fleischkonsums liefern“  Die intensive Fleischproduktion ist  lt. Unmüßig nicht nur qualvoll für die Tiere und belastet die Umwelt, sie verschlingt auch enorme Mengen an Rohstoffen, die als Futtermittel importiert werden müssen.

So importiert Deutschland mittlerweile gleich nach China weltweit die meisten Sojaprodukt für die ‚Fleischproduktion‚  die vor allem aus Argentinien und Brasilien kommen.

„Mittlerweile wird nahezu ein Drittel der weltweiten Landflächen für die Futtermittelproduktion genutzt sagt Unmüßig“  Das geht natürlich zu Lasten der Lebensmittelproduktion und erhöht dadurch auch die weltweiten Marktpreise für Nahrung, wodurch dem Hunger in der Welt zusätzlich Vorschub geleistet wird.
Die  Nitratrichtlinie der EU wird bei uns in einigen Bundesländern stark  aufgeweicht. So dürfen auf einigen deutschen Landwirtschaftsflächen bis zu 230 kg Nitrat pro ha. aufgebracht werden statt der 170 kg. Dies lockt auch die ausländische Fleischindustrie an. Daher bietet Deutschland hervorragende Bedingungen für die Massentierhaltung.
Beim BUND gibt es mehr Infos und den deutschen Fleischatlas zum herunterladen.

http://www.bund.net/uploads/pics/cover_web.jpg

Fleisch und Fliegen – wie unfair ist das denn?

9. November 2012

Übermässiger Fleischkonsum und Billgflüge produzieren Unmengen CO2 und sind somit in starkem Maße mitverantwortlich für die Erderwärmung und den Klimawandel, der unsere Existenz bedroht.

Einen guten Beitrag zum Thema Fleisch essen, Fliegen und die Folgen für Umwelt (Klimawandel) und Gesellschaft von Hagen Rether

Fleisch essen und Fliegen hat doch nichts mehr mit persönlicher Freiheit zu tun.  Wir dürfen nicht die Freiheit haben die Welt zu ruinieren und millionen Menschen verhungern zu lassen‘  ….‘ ein Hamburger produziert 200,-$  Folgekosten für die Umwelt ’sagt Hagen Rether

Die Forderung nach absolutem Fleischverzicht für alle und ein Verzicht auf das Fliegen werden sich in dieser Radikalität jedoch nicht durchsetzen lassen. Ein Verzicht auf Fleisch aus Massentierhaltung und eine deutliche Reduzierung des Fleischkonsums würden unserer Umwelt bereits einen guten Dienst erweisen. Fliegen trägt auch zur Völkerverständigung bei. Nur müssten die Schäden für die Umwelt von den Fluggesellschaften, die auch den Profit machen übernommen werden, dadurch würden sich die tatsächlichen Flugkosten in den Preisen niederschlagen und das Fliegen automatisch reduziert werden.

Schweine in den Müll

10. Oktober 2012

Ein riesen Skandal und passend zum Thema Lebensmittelverschwendung ist die Verschwendung von Fleisch, auf den ich durch konsumpf.de aufmerksam geworden bin. Um die Preise stabil zu halten, lohnt sich die massenhafte Vernichtung von Fleisch. Der SWR zeigte die Dokumentation von Edgar Verheyen „Schweine für den Müllcontainer – Warum es zu viel Fleisch gibt“.

An die 18 Milionen Schweine werden jährlich alleine in Deutschland vernichtet. Überproduktion wird mit Subventionen belohnt. Eine unglaubliche Sauerei, die wiedereinmal die Frage nach unserem Fleischkonsum aufwirft. Nicht nur die ungeheure Verschwendung von Resourcen für die Fleichproduktion, sondern auch die Frage nach dem Umgang mit Tieren, sollte uns alle bewegen, auf Fleisch weitesgehend zu verzichten, oder zumindest den Konsum einzuschränken und auf Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zurück zu greifen. (Siehe auch die Artikel über Massentierhaltung und Antibiotika, oder Fleischkonsum der ökologische Wahnsinn, sowie den Beitrag über Lebensmittelverschwendung).

Fleischkonsum – der ökologische Wahnsinn

4. Oktober 2012

Unmässiger Fleichkonsum ist ein ökologischer Wahnsinn und mitverantwortlich für Klimawandel, Hunger in der Welt, Artensterben und Umweltverschmutzung.

Die Albert-Schweitzer Stiftung hat eine Broschüre herausgebracht, die uns Verbraucher auffordert aktiv gegen die Massentierhaltung tätig zu werden. Sehr empfehlenswert

Aktiv gegen Massentierhaltung

Beim Thema Fleischkonsum stellt sich die Frage nach dem fair in ganz anderer Weise. Ist es grundsätzlich fair Fleisch zu essen? Wir Menschen sind Allesfresser und daher nicht auf Fleisch angwiesen.

Allen die dieses Thema vertiefen wollen sei das Buch von Jonathan Safran FoerTiere essen‚ wärmstens empfohlen. Es zeigt in eindringlicher Form die Folgen für unsere Umwelt, die Auswirkungen auf uns selber und natürlich auf die Qualen der Tiere auf.

Sollte man trotzdem nicht vollkommen auf Fleisch verzichten wollen, sollte man zumindest überlegen, ob es wirklich jeden Tag Fleisch sein muss, oder ob ein bis zweimal in der Woche eine Fleischmalzeit auch ausreicht. Eine Reduzierung des Fleischkonsums ist für die Tiere, die Umwelt und letztendlich auch für den Menschen eine Notwendigkeit. Darüber hinaus sollte man kein Fleisch aus Qualzucht der Massentierhaltung kaufen.

Nicht nur, dass man seinem eigenen Körper schadet, durch Hormone, Medikamente und alle möglichen Krankheitserreger (hierzu auch der Artikel: Massentierhaltung und Anitbiotika) darüber hinaus schadet die Massentierhaltung der Umwelt in massiver Weise: Vernichtung wertvollen Ackerlands und Trinkwasserreserven, Energieverschwändung durch lange Transportwege, katastrophape CO2 Bilanz u.a. Vom Tierschutz kann in der Massentierhaltung ohnehin keine Rede sein.

Käfighaltung

Massenschlachtungen bei denen unzählige Tiere jeden Tag bei lebendigem Leibe verbrüht werden und die Haut abgezogen bekommen. Eine echte Sauerei

Was kann ich tun?

Eßt kein Fleisch oder deutlich weniger!

Kauft nur Fleisch aus Bioproduktion und auch da nur von Züchtern, die artgerechte Haltung und schmerzfreie Schlachtung garantieren! Nicht jedes Fleisch das ein EU-Biosiegel trägt bürgt auch für artgerechte Tierhaltung. siehe den Bericht über Billig Bio

Ein guter Tip ist das Fleisch von Neuland. Der NEULAND – Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung e.V. wurde von fünf gesellschaftlichen Verbänden gegründet, von denen heute noch der „Deutsche Tierschutzbund“ (DTSchB), der „Bund für Umwelt und Naturschutz“ (BUND) und die „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft“ (AbL) als Trägerverbände fungieren. Hier findet Ihr einen Neuland Betrieb in Eurer Nähe. Aber auch jeder Bioladen bietet Fleisch aus artgerechter, umweltschonender, biologischer Tierhaltung.

So lebe ich fettlos, fleischlos, fischlos dahin,
fühle mich aber ganz wohl dabei.
Fast scheint mir, dass der Mensch gar nicht
als Raubtier geboren ist.
Albert Einstein (1879–1955)

Sudokumania
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