Artenvielfalt

Monsanto und Syngenta – Forscher der Gentechnik Konzerne erhalten Welternährungspreis 2013

24. Oktober 2013

Skandal: Welternährungspreis 2013 geht an Forscher von Agrokonzernen Syngenta und Monsanto.

Forscher von Monsanto und Syngenta haben den Welternährungspreis 2013 erhalten, was nicht weiter verwunderlich ist, schließlich ist das Preiskomitee eng mit den Agrokonzernen verbunden.

  • ‚…….Schaut man sich die beeindruckende Liste des 15-köpfigen Rates der World Food Price Stiftung und die Liste der Sponsoren an, dann wundert die Wahl der Preisgewinner weniger. Im Rat sitzen neben – George H.W. Bush –  erfolgreiche Politiker, Akademiker und Geschäftsleute, deren Lebensläufe in den meisten Fällen eng mit dem Nahrungs- und Agrobusiness verbunden sind. Das Spektrum der Sponsoren reicht vom Gouverneur von Iowa über Cargill, Walmart, PepsiCo, Nationwide Agribusiness‘, US-amerikanischen Soja und Fleischproduzenten, bis hin zur Syngenta Foundation……………….‘ (aus ‚Brot für Alle‚)

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 Die Trägerin des alternativen Nobelpreises Frances Moore Lappé, die das Buch „Diet for a Small Planet“ geschrieben hat, sagte zu der Preisverleihung: „Die diesjährigen Preisträger des World Food Price tragen dazu bei, dass wir in einer Welt leben müssen, wo hunderte Millionen Menschen hungern, obwohl es genügend Nahrung gibt.“

Dabei stehen Konzerne wie Monsanto und Syngenta nicht erst seit gestern in der öffentlichen Kritik. Durch Monopole auf genmanipuliertes Saatgut trägt Monsanto u.a. zur Verarmung von Kleinbauern in der 3. Welt bei.

Firmen wie: DuPont, Monsanto, Syngenta und Bayer zerstören die Umwelt und verursachen mittelbar Hungersnöte weltweit,   weil  sich diese Agrochemie Konzerne Patente auf Saatgut, aber auch auf genmanipulierte Pflanzen und selbst auf nicht veränderte ganz normale Pflanzen gesichert haben. Dadurch steigern diese ihren Profit auf Kosten steigender Lebensmittelpreise, fördern den Einsatz von Chemie und genmanipulierten Lebensmitteln. Ausserdem wird das  genmanipulierte Saatgut  für die Produktion von Agrotreibstoffe oder Viehfutter verwendet, was wenig mit der Bekämpfung des weltweiten Hungers zu tun hat, denn der Anbau dieser Pflanzen steht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion und fördert Land Grabbing.

Gentechsaatgut und Agrotreibstoffpflanzen bekämpfen keinen Hunger

Am 12. Oktober versammelten sich weltweit Aktivisten, um  gegen Monsanto zu protestieren, dabei führte sie folgende Argumente ins Feld:

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  • Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass der Konsum von Monsantos genetisch veränderten Lebensmitteln zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden wie Unfruchtbarkeit, Krebs und Missbildungen bei Neugeborenen führt.
  • Vor kurzem wurde vom U.S. Kongress und Präsident Barack Obama ein Gesetz verabschiedet, welches es Monsanto ermöglicht, sich über gerichtlich angeordnete Verkaufsstopps ihres Saatgutes hinwegzusetzen.
  • Die FDA (Food and Drug Administration), zuständig für den Schutz der öffentlichen Gesundheit in den USA, besteht aus einem Grossteil aus ehemaligen Monsanto Führungskräften. Wir sehen dies als einen höchst bedenklichen Interessenkonflikt, welcher auch das Fehlen staatlich finanzierter Studien zu Langzeiteffekten von genetisch veränderten Lebensmitteln erklärt.
  • Monsanto profitiert schon viel zu lange von staatlichen Subventionen und Vetternwirtschaft. Während Kleinbauern und Bio-Betriebe um ihr Überleben kämpfen, sichert sich Monsanto Patentrechte auf sämtliches genetisch modifiziertes Saatgut und den gesamten Prozess der Gentechnik und festigt so seine Monopolstellung als globaler Nahrungsmittel-Lieferant.
  • Monsantos genetisch modifiziertes Saatgut bedroht unser Ökosystem massiv. Studien zeigen klare Zusammenhänge zwischen von Monsanto verwendeten “Neonikotinoiden Pestiziden” und dem weltweiten Bienensterben und dem Kollaps von ganzen Bienenvölkern.

und schlugen Folgendes vor:

  • Boykottierung sämtlicher Firmen, welche Eigentum von Monsanto sind oder die Monsantos genetisch modifizierte Nahrungsmittel verwenden.
  • Die Deklaration von genetisch modifiziertem Saatgut in sämtlichen Lebensmitteln.
  • Die relevanten Punkte im “Monsanto Protection Act” müssen für ungültig erklärt werden.
  • Wir fordern weitere wissenschaftlichen Studien zu gesundheitlichen Folgen von GMOs.
  • Monsantos Führungskräfte sowiei Politiker, welche Monsanto unterstützen, müssen durch direkte Kommunikation, Graswurzel-Journalismus, soziale Medien etc. zur Verantwortung gezogen werde
  • Die Öffentlichkeit muss weiterhin über die geheimen Machenschaften des Konzerns informiert werden.
  • Mit diesen Forderungen und Vorschlägen gehen wir auf die Strasse, um ein Zeichen zu setzen, dass wir Monsantos kriminelles und ungerechtes Gebaren nicht weiter hinnehmen werden.
  • Keine Vetternwirtschaft. Wir wollen dein Gift nicht, Monsanto!  (aus March against Monsanto)

 

(siehe auch den Artikel zum Welternährungstag 2012 und Industrienorm für Saat- und …in diesem Blog

Am 12. Oktober versammeln sich Aktivisten weltweit, um gemeinsam gegen Monsanto zu protestieren.

Weshalb demonstrieren wir?

  • Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass der Konsum von Monsantos genetisch veränderten Lebensmitteln zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden wie Unfruchtbarkeit, Krebs und Missbildungen bei Neugeborenen führt.
  • Vor kurzem wurde vom U.S. Kongress und Präsident Barack Obama ein Gesetz verabschiedet, welches es Monsanto ermöglicht, sich über gerichtlich angeordnete Verkaufsstopps ihres Saatgutes hinwegzusetzen.
  • Die FDA (Food and Drug Administration), zuständig für den Schutz der öffentlichen Gesundheit in den USA, besteht aus einem Grossteil aus ehemaligen Monsanto Führungskräften. Wir sehen dies als einen höchst bedenklichen Interessenkonflikt, welcher auch das Fehlen staatlich finanzierter Studien zu Langzeiteffekten von genetisch veränderten Lebensmitteln erklärt.
  • Monsanto profitiert schon viel zu lange von staatlichen Subventionen und Vetternwirtschaft. Während Kleinbauern und Bio-Betriebe um ihr Überleben kämpfen, sichert sich Monsanto Patentrechte auf sämtliches genetisch modifiziertes Saatgut und den gesamten Prozess der Gentechnik und festigt so seine Monopolstellung als globaler Nahrungsmittel-Lieferant.
  • Monsantos genetisch modifiziertes Saatgut bedroht unser Ökosystem massiv. Studien zeigen klare Zusammenhänge zwischen von Monsanto verwendeten “Neonikotinoiden Pestiziden” und dem weltweiten Bienensterben und dem Kollaps von ganzen Bienenvölkern.

Was schlagen wir also vor?

  • Boykottierung sämtlicher Firmen, welche Eigentum von Monsanto sind oder die Monsantos genetisch modifizierte Nahrungsmittel verwenden.
  • Die Deklaration von genetisch modifiziertem Saatgut in sämtlichen Lebensmitteln.
  • Die relevanten Punkte im “Monsanto Protection Act” müssen für ungültig erklärt werden.
  • Wir fordern weitere wissenschaftlichen Studien zu gesundheitlichen Folgen von GMOs.
  • Monsantos Führungskräfte sowiei Politiker, welche Monsanto unterstützen, müssen durch direkte Kommunikation, Graswurzel-Journalismus, soziale Medien etc. zur Verantwortung gezogen werde
  • Die Öffentlichkeit muss weiterhin über die geheimen Machenschaften des Konzerns informiert werden.
  • Mit diesen Forderungen und Vorschlägen gehen wir auf die Strasse, um ein Zeichen zu setzen, dass wir Monsantos kriminelles und ungerechtes Gebaren nicht weiter hinnehmen werden.

Keine Vetternwirtschaft. Wir wollen dein Gift nicht, Monsanto!
– See more at: http://www.march-against-monsanto.com/p/informationen-auf-deutsch.html#sthash.YdSMAk1Y.dpuf

Industrienorm für Saat- und Pflanzengut bedroht Artenvielfalt

29. April 2013

Agrarkonzerne haben es offenbar geschafft, die EU Komission durch intensive Lobbyarbeit dazu zu bewegen, einen Gesetzentwurf einzubringen, der es den Konzernen ermöglicht Ihre Industrienormen auf Saatgut EU weit durchzusetzen und damit ihre Monopolstellung weiter auszubauen. Die weltweit angemeldeten Patente auf Saatgut gehen immer mehr zur Lasten der Artenvielfalt, aber fördern auch Hungersnöte weltweit, da Bauern in armen Regionen das patentierte Saatgut nicht bezahlen können. Am 6. Mai will die EU-Komission über diesen Gesetzentwurf, der in erster Linie den Argrarkonzerne wie  Monsanto, BASF und Syngenta nützt abstimmen. Hierzu hat unter anderem Campact einen Online-Apell gestartet, den man, wie ich finde unterzeichnen sollte. Campact schreibt dazu:

‚…kommt der Entwurf aus der EU-Kommission durch, wäre es das Aus für viele alte Obst-, Gemüse- und Getreidesorten: Es dürfte nur noch Saat- und Pflanzgut von Sorten in den Handel, die den Industrienormen entsprechen – so wie es Agrarkonzerne wie Monsanto, Syngenta und BASF herstellen. Auf der Strecke blieben viele heimische Sorten, die unseren Speiseplan bereichern. Und dafür sorgen, dass sich unsere Landwirtschaft an den Klimawandel, neue Krankheiten und Schädlinge anpassen kann……….

…… ‚ Nach den Plänen einer Fachabteilung der EU-Kommission dürften Betriebe, die pflanzliches Saatgut erzeugen, künftig nur noch Sorten verwenden, die ein amtliches Zulassungsverfahren durchlaufen haben. Das Problem: Das Verfahren ist aufwändig und teuer. Zudem können nur Sorten das Verfahren bestehen, die bestimmte Kriterien erfüllen – etwa einheitliches Wachstum. Viele traditionelle Kartoffel-, Tomaten- oder Gurken-Sorten zeichnen sich aber gerade durch ihre natürlichen Unterschiede aus.

Zwar soll es für alte Sorten ein vereinfachtes Verfahren geben. Doch dies gilt nur für Sorten, die nachweislich bereits auf dem Markt sind – und dies muss im Zweifelsfall erst einmal bewiesen werden. Wieder entdeckte Sorten oder neue Kreuzungen hätten von vornherein keine Chance.

Nur eine große Auswahl an Obst-, Gemüse- und Getreidesorten und damit eine breite genetische Ausgangsbasis sichert, dass sich unsere Landwirtschaft an den Klimawandel, neue Krankheiten, Schädlinge und neue Lebensstile anpassen kann. Die geplante EU-Saatgutverordnung muss Vielfalt auf unseren Feldern und Tellern ermöglichen, statt sie zu vernichten.

Sudokumania
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