Biosiegel
admin 24. Februar 2012
Fair zu Tier und Umwelt können wir Verbraucher uns verhalten, indem wir beim Einkauf unserer Lebensmittel, Getränke und Genussmittel auf das Vorhandensein eines Biosiegels achten. Oft geht Bio und Fairtrade bei Produkten aus der 3. Welt Hand in Hand, ist aber nicht zwingend. Die Biosiegel stehen für unterschiedlich hohe ökologische Maßstäbe.
Die wichtigsten Biosiegel sind, auf der einen Seite das EG-Biosiegel und auf der anderen Seite regionale und Biolabel der Verbände. Das EG-Biosiegel stellt Mindestanforderungen an die Produktion und den Anbau von Lebensmitteln, die artgerechte Tierhaltung und die Verwendung von Zusatzstoffen. Um das EG-Biosiegel zu erhalten, reicht es aus, dass 94% der Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft bestehen, ebenso dürfen Fremdfuttermittel zugegeben werden, was evtl. Abstriche bei der Qualität von Fleisch, Milch und Eiern bedeuten kann. So konnte während des Dioxynskandals zwar in Eiern mit Biosiegel Dioxyn festgestellt werden, nicht jedoch in z.B. Demeter, Naturland, oder Bioland Eiern, da bei diesen Siegeln die Maßstäbe sehr viel höher angelegt sind. So muss bei Naturland, Bioland und Demeter 100% der Zutaten aus ökologischer Produktion stammen, es darf kein Fremdfutter zugegeben werden und die Ansprüche an artgerechter Tierhaltung sind wesentlich höher.
Das neue EU-Biosiegel ist ab dem 1.Juli 2012 für Bio-Lebensmittel EU weit verpflichtend. Neben diesem Siegel können die anderen Biosiegel der Verbände aufgebracht werden.
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