Fairkaufen Fair zu Umwelt, Mitmenschen und Tieren beim Einkauf

Fairkaufen meint: die Welt verbessern durch bewussten nachhaltigen Konsum.

Bereits beim Einkauf kann jeder Einzelne seinen Teil dazu beitragen, diese Erde für Mensch und Natur lebenswerter zu gestalten. Wir als Verbraucher haben es in der Hand, die Anbieter zu einem fairen Umgang mit Menschen, Tieren und Umwelt zu bewegen, durch bewußtes und verantwortungsvolles Einkaufen. Produziert und gehandelt werden letztendlich doch nur Waren, die die Verbraucher (und das sind wir alle) auch kaufen.

Nachhaltiger Konsum

29. Februar 2012

Überlegungen, die neben dem Preis und der Nüzlichkeit eines Produktes vor dem Kauf angestellt werden sollten:

Wie wurde das Produkt das ich kaufen möchte produziert?

  • fair zur Umwelt? – Ohne Gifte, Monokultur, Raubbau,, CO2 neutral?
  • mit Blick auf Artenschutz, Verträglichkeit für Luft, Erde und Gewässer?
  • fair zu den Produzenten, Erntehelfern, Kleinbauern, Fabrikarbeitern?
  • fair zu Tieren? – Artgerechte Haltung?

Wie wurde das Produkt das ich kaufen möchte gehandelt?

  • Fair zu den Herstellern d.h. zu Preisen mit denen angemessene Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen realisiert werden können?

Wie werden die Menschen, die mir das Produkt verkaufen behandelt?

  • Faire Löhne und menschliche Arbeitsbedingungen für die VerkäuferInnen, die Lagerhelfer und   Subunternehmern hier bei uns vor Ort?

 

 Um Verbrauchern, die sich um Ihre Umwelt, um Tiere und vor allem um Ihre Mitmenschen Gedanken machen, eine Entscheidungshilfe bereits vor dem Einkauf zu geben, haben wir diesen Fairkaufen Blog ins Leben gerufen.

Video vom Bundesverband Verbraucher Initiative ev

Von welchen Produzenten, Anbietern kann ich bedenkenlos Produkte kaufen? Von welchen Handelsketten, Herstellern sollte ich auf keinen Fall kaufen? Welche Produkte kann ich guten Gewissens kaufen und welche besser nicht? Wo finde ich weiterführende Informationen? Wofür stehen die einzelnen Produkt Label? Diese und andere Fragen wollen wir hier so weit es geht beantworten, um jedem kritischen, bewussten Verbraucher beim fairkaufen eine Hilfestellung zu geben.

Gleichzeitig wollen wir hier besonders unfair agierende Firmen, die Ihre Mitarbeiter ausbeuten, die Umwelt belasten und/oder Kinderarbeit, Lohndumping bzw. Monopole innehaben anprangern. Wir Verbraucher können Firmen- aber auch Sozial- u. Wirtschaftspolitik nachhaltig beeinflussen, indem wir mit unserem Kaufverhalten unsere Zustimmung bzw. unser Ablehnung ausdrücken.

 

Freihandelsabkommen TTIP und die Folgen

15. Mai 2014

Was wollen die Konzerne und Wirtschaftslobbiisten mit TTIP wirklich erreichen.

Bei TTIP (Transatlantic-Trade-and-Investment-Partnership) geht es um weit mehr, als nur darum Zölle und Handelsschranken abzubauen und damit besonders den Mittlestand zu unterstützen. Es geht darum, so genannte Handelshemmnisse abzubauen wie z.B.: Datenschutz, Arbeitnehmerrechte, Kennzeichnungs-pflicht, ‘wissenschaftlich’ nicht begründeter Umwelt- und Verbraucherschutz. Wobei die ‘wissenschaftlichen‘ Untersuchungen in erster Linie von den Konzernen selber in Auftrag gegeben und bezahlt werden.

Zwar gibt es noch keine konkreten Ergebnisse bei den Verhandlungen, aber ähnliche Abkommen der USA mit Kanada und südamerikanischen Ländern zeigen die Auswirkungen derartiger Abkommen deutlich.
Hier ein Video von ATTAC mit einer kurzen Zusammenfassung der zu erwartenden Auswirkungen des TTIP Freihandelsabkommens:

 

Zu erwartende Auswirkungen des TTIP Freihandelsabkommens zwischen der EU und der USA sind u.a.:

Folgen für den Umweltschutz:

  • Die Investitionsschutz Klausel würde Konzernen erlauben gegen Umweltgestze und -bestimmungen zu klagen wenn diese ihren erwarteten Profit schmälern könnten. So haben bereits Energiekonzerne Kanada verklagt, weil durch Umweltbestimmungen die von den Bürgern durchgesetzt wurden, das Fracking einschränkt wird.
  • Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen müsste gegen den Widerstand von Verbrauchern und Landwirten durchgesetzt werden, da Monsanto und Co. ansonsten Profite verloren gingen.
  • generell würden Genehmigungen beschleunigt, Umweltbestimmungen ausgehebelt und das Mitspracherecht der Bürger eingeschränkt.
  • Bürgerrechte würden stark eingeschränkt und die Rechte der Grosskonzerne erheblich gestärkt, bereits die Intransparenz bei den Verhandlungen zum TTIP (Ausschluss der Öffentlcichkeit lediglich 119 Unternehmervertreter dürfen teilnehmen)  deutet an, wohin die Reise gehen soll: Einschränkung der demokratischen Kontrollen und Mitspracherechte.

 

Folgen für den Verbraucher:

  • Keine oder nur unzureichende Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel.
  • Einsatz von Masthormonen in der Tierzucht. Einschränkung von Tierschutzbestimmungen
  • Zulassung von Lebensmitteln, Kinderspielzeug, Medikamenten …. usw. für den europäischen Markt, die bisher aus gesundheitlichen Gründen nicht zugelassen werden.
  • generelle Aufweichung von Verbraucherschutzbestimmungen, die wir im Laufe der Jahre gegen die Macht der Industrielobby durchgesetzt haben.

Folgen für die Arbeitnehmer:

  • Einschränkung von Arbeitnehmerrechten, die einer Profitmaximierung amerikanischer Konzerne im Wege stehen könnten. Auch das könnte vor den s.g. Schiedsgerichten eingeklagt werden.

Campact macht deutlich, wozu das TTIP Freihandelsabkommen mit den USA führen könnte:

Zitat:

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU birgt viele Gefahren:

  • US-Produkte müssten nicht mehr europäische Verbraucherschutz- und Tierschutzstandards einhalten, um in der EU verkauft zu werden. Damit EU-Unternehmen dann nicht benachteiligt sind, müssten die Standards hierzulande gesenkt werden.
  • Der durch das Abkommen ausgelöste Preiskampf bei Lebensmitteln würde auf beiden Seiten des Atlantiks naturschonend wirtschaftende Bauernhöfe massenweise zur Aufgabe zwingen.
  • Die durch die EU-Chemikalienverordnung REACH vorgeschriebene Gefahrenprüfung vor der Markteinführung von Substanzen wird umgehbar: Ein Konzern müsste nur ein Produkt in den USA anbieten – und schon könnte er es auch in Europa verkaufen.
  • TTIP wird die Einfuhr gentechnisch veränderter Lebensmittel, von Hormonfleisch und Chlorhühnern erleichtern – und die Kennzeichnungspflicht aufweichen.
  • Wenn öffentliche Dienstleistungen als Märkte interpretiert werden, wie es die Pläne bisher vorsehen, wird eine Welle an Privatisierungen folgen.
  • Im Bereich des so genannten „geistigen Eigentums“ drohen Verschärfungen: weniger Rechte für Internetnutzer und ein lascher Datenschutz.
  • Investoren sollen die Möglichkeit bekommen, Staaten vor Schiedsgerichten zu verklagen, wenn sie ihre Gewinnaussichten durch demokratische Beschlüsse verletzt sehen. Auf eine solche Investitionsschutzklausel in einem anderen Abkommen beruft sich heute schon Vattenfall – und verklagt derzeit Deutschland auf 3,7 Milliarden Euro Schadensersatz für den Atomausstieg. (Quelle: Campact )

Darum:   TTIP verhindern!!!!      Hier den Apell von Campact unterschreiben:

Rosen aus Afrika zum Valentinstag, Muttertag – nur fairtrade

4. Februar 2014

Fairtrade-Rosen Aktionstage

Rosen aus Afrika zum Valentinstag oder Muttertag verschenken? Es ist immer eine nett gemeinte Geste, Frauen als Zeichen der Zuneigung, Anerkennung, oder auch einfach nur als nette Aufmerksamkeit Blumen zu schenken. Doch nur wenige machen sich Gedanken über die Bedingungen unter denen diese Blumen zum Beispiel in Afrika angebaut und versandt werden. Deshalb ist es so wichtig auf fair gehandelte Blumen zu achten.

Zum Valentinstag, Muttertag, oder einfach nur so als Zeichen der Zuneigung fairtrade Blumen verschenken

Fairtrade Blumen verschenken!

„Doppelt Freude schenken“ ist das Motto, unter dem Fairtrade-Deutschland an den drei typischen „Blumentagen“ Valentinstag (14. Februar), Weltfrauentag (08. März) und Muttertag (11. Mai) zum großen Rosenverschenken aufruft.  alle, die den Fairtrade-Gedanken verbreiten wollen, sind dazu eingeladen sich an der Verschenk-Aktion zu beteiligen.

Nach Angaben von Fairtrade-Deutschland gehören Fairtrade-Rosen, mit etwa 320 Millionen verkauften Stück im Jahr 2013, zum erfolgreichsten Fairtrade-Produkt auf dem deutschen Markt. Ziel von Fairtrade ist es, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten auf Blumenfarmen nachhaltig zu verbessern.

In Ländern wie Kenia, Äthiopien und Ecuador unterstützt Fairtrade Blumenpflückerinnen darin, ihre Rechte auf ein selbstbestimmtes Leben, finanzielle Unabhängigkeit und auf sichere Arbeitsbedingungen an ihrem Arbeitsplatz einzufordern. Am Valentinstag verschenken Sie also doppelt Freude – Ihren Liebsten hier im Norden und auch den Blumenpflückerinnen in den Anbauländern. Fairtrade-Rosen sind unser Symbol für mehr Gerechtigkeit.’     (oeko-fair.de)

 Hier findet Ihr die Verkaufsstellen für fairtrade Rosen:

Leitungswasser – Gesundheitsgefahren durch Mikroschadstoffe im Trinkwasser

15. November 2013

Viren, Medikamente u.a Mikrosschadstoffe in unserem Leitungswasser gefährden unsere Gesundheit. Im Trinkwasser fanden Forscher vermehrt Medikamentenreste, Keime, Mikroben, Chemikalien und Viren. Unser Trinkwasser in Deutschland gilt als sauber und gesund. Kein Wunder, wird doch die Trinkwasserqualität gar nicht erst auf  Mikroschadstoffe untersucht. Die Kläranlagen unserer Wasserwerke sind nicht in der Lage, diese Mikroschadstoffe aus dem Trinkwasser herauszufiltern. Nur 2% aller Wasserwerke verfügen über s.g. Ultra Filtrations Anlagen, die in der Lage sind Mikroschadstoffe zu filtern. Ein beunruhigender Bericht des ZDF von der Frontal 21 Redaktion:

Flaschenwasser gesünder? – Zur Problematik des Flaschenwassers für die Umwelt und die Versorgung der Weltbevölkerung mit sauberen Trinkwasser siehe auch den Artikel in diesem Blog über TRINKWASSER

Neuer Gammelfleisch-Skandal in Niedersachsen

7. November 2013

Es ist kaum zu glauben, aber es gibt schon wieder einen neuen Gammelfleischskandal in Niedersachsen. Das Geschäft auf Kosten der Gesundheit der Verbraucher mit Gammelfleich ist äußerst lukrativ. Strafen sind kaum zu erwarten, und wenn dann meist Geldstrafen, die in keinem Verhältinis zu dem mit vergammeltem Fleisch erwirtschafteten Gewinn stehen. Auch eine Liste mit Firmen, die aus Profitgier gesundheitsgefährdende Lebensmittel vertreiben gibt es nach wie vor nicht. Dabei könnte durch eine öffentliche Bekanntmachung der betreffenden Betriebe, sowie der Supermarkt- und Discounterketten, die Produkte mit vergammelten Fleich vertreiben, die Hemmschwelle für derartig skrupeloses, kriminelles Verhalten erheblich heraufgesetzt werden. Hier ist die Politik gefragt, Gesetze zu schaffen, diese Machenschafften als das zu behandlen, was sie im Grunde sind: ‘schwere Straftaten’. Auch ein öffentlicher Pranger für alle beteiligten Firmen und der damit verbundene Umsatzverlusst könnte eine abschreckende Wirkung haben. Ansonsten wie immer meine Empfehlung esst halt weniger bis garkein Fleisch und wenn dann nur  Biofleisch aus vertrauenswürdiger Produktion. Meidet Billgfleisch Produkte der Discounter.

Weitere Artikel zum Thema Fleisch auf diesem Blog: Fleischatlas  -  Fleischkonsum der ökologische Wahnsinn  -  Massentierhaltung und Antibiotika -

Codecheck – eine App für mehr Transparenz

5. November 2013

Die App ‘Codecheck‘ für Smartphones sorgt für mehr Transparenz in Hinblick auf Inhaltsstoffe wichtiger Konsumgüter und ist eine gute Hilfe beim Einkauf für Verbraucher, die auf Nachhaltigkeit und gesunde Substanzen beim Einkauf achten.

Was ist drin - codechecker

Mit der codecheck app sehen was drin ist.

Was ist in welchen Lebensmitteln drin, welche Inhaltsstoffe sind in Kinderspielzeug, Möbeln, Reinigungsmitteln, wie bedenklich ist welcher tiefgekühlte Fisch? Nicht nur für die eigene Gesundheit, sonden auch für unsere Umwelt und den Klimawandel ist die App Codecheck ein echter Gewinn. Wer wissen will welche Inhaltsstoffen in den Produkten, die er beabsichtigt zu kaufen bzw. bereits gekauft hat enthalten sind und wie bedenklich für die eigene Gesundheit oder für unsere Umwelt das Produkt und oder einzelne seiner Inhaltsstoffe sind, kann mit der App durch einfaches Scannen des Strichcodes wichtige Informationen erhalten. Doch Codecheck ist nicht nur ein Online-Produkthandbuch, das ständig erweitert wird und uns bei Kaufentscheidungen hilft, es ist gleichzeitig eine Plattform mit Fachinformationen, Expertenmeinungen und ein Forum für Verbraucher, die sich über Produkte austauschen können.

Monsanto und Syngenta – Forscher der Gentechnik Konzerne erhalten Welternährungspreis 2013

24. Oktober 2013

Skandal: Welternährungspreis 2013 geht an Forscher von Agrokonzernen Syngenta und Monsanto.

Forscher von Monsanto und Syngenta haben den Welternährungspreis 2013 erhalten, was nicht weiter verwunderlich ist, schließlich ist das Preiskomitee eng mit den Agrokonzernen verbunden.

  • ‘…….Schaut man sich die beeindruckende Liste des 15-köpfigen Rates der World Food Price Stiftung und die Liste der Sponsoren an, dann wundert die Wahl der Preisgewinner weniger. Im Rat sitzen neben – George H.W. Bush -  erfolgreiche Politiker, Akademiker und Geschäftsleute, deren Lebensläufe in den meisten Fällen eng mit dem Nahrungs- und Agrobusiness verbunden sind. Das Spektrum der Sponsoren reicht vom Gouverneur von Iowa über Cargill, Walmart, PepsiCo, Nationwide Agribusiness‘, US-amerikanischen Soja und Fleischproduzenten, bis hin zur Syngenta Foundation……………….’ (aus ‘Brot für Alle‘)

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 Die Trägerin des alternativen Nobelpreises Frances Moore Lappé, die das Buch „Diet for a Small Planet“ geschrieben hat, sagte zu der Preisverleihung: „Die diesjährigen Preisträger des World Food Price tragen dazu bei, dass wir in einer Welt leben müssen, wo hunderte Millionen Menschen hungern, obwohl es genügend Nahrung gibt.“

Dabei stehen Konzerne wie Monsanto und Syngenta nicht erst seit gestern in der öffentlichen Kritik. Durch Monopole auf genmanipuliertes Saatgut trägt Monsanto u.a. zur Verarmung von Kleinbauern in der 3. Welt bei.

Firmen wie: DuPont, Monsanto, Syngenta und Bayer zerstören die Umwelt und verursachen mittelbar Hungersnöte weltweit,   weil  sich diese Agrochemie Konzerne Patente auf Saatgut, aber auch auf genmanipulierte Pflanzen und selbst auf nicht veränderte ganz normale Pflanzen gesichert haben. Dadurch steigern diese ihren Profit auf Kosten steigender Lebensmittelpreise, fördern den Einsatz von Chemie und genmanipulierten Lebensmitteln. Ausserdem wird das  genmanipulierte Saatgut  für die Produktion von Agrotreibstoffe oder Viehfutter verwendet, was wenig mit der Bekämpfung des weltweiten Hungers zu tun hat, denn der Anbau dieser Pflanzen steht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion und fördert Land Grabbing.

Gentechsaatgut und Agrotreibstoffpflanzen bekämpfen keinen Hunger

Am 12. Oktober versammelten sich weltweit Aktivisten, um  gegen Monsanto zu protestieren, dabei führte sie folgende Argumente ins Feld:

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  • Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass der Konsum von Monsantos genetisch veränderten Lebensmitteln zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden wie Unfruchtbarkeit, Krebs und Missbildungen bei Neugeborenen führt.
  • Vor kurzem wurde vom U.S. Kongress und Präsident Barack Obama ein Gesetz verabschiedet, welches es Monsanto ermöglicht, sich über gerichtlich angeordnete Verkaufsstopps ihres Saatgutes hinwegzusetzen.
  • Die FDA (Food and Drug Administration), zuständig für den Schutz der öffentlichen Gesundheit in den USA, besteht aus einem Grossteil aus ehemaligen Monsanto Führungskräften. Wir sehen dies als einen höchst bedenklichen Interessenkonflikt, welcher auch das Fehlen staatlich finanzierter Studien zu Langzeiteffekten von genetisch veränderten Lebensmitteln erklärt.
  • Monsanto profitiert schon viel zu lange von staatlichen Subventionen und Vetternwirtschaft. Während Kleinbauern und Bio-Betriebe um ihr Überleben kämpfen, sichert sich Monsanto Patentrechte auf sämtliches genetisch modifiziertes Saatgut und den gesamten Prozess der Gentechnik und festigt so seine Monopolstellung als globaler Nahrungsmittel-Lieferant.
  • Monsantos genetisch modifiziertes Saatgut bedroht unser Ökosystem massiv. Studien zeigen klare Zusammenhänge zwischen von Monsanto verwendeten “Neonikotinoiden Pestiziden” und dem weltweiten Bienensterben und dem Kollaps von ganzen Bienenvölkern.

und schlugen Folgendes vor:

  • Boykottierung sämtlicher Firmen, welche Eigentum von Monsanto sind oder die Monsantos genetisch modifizierte Nahrungsmittel verwenden.
  • Die Deklaration von genetisch modifiziertem Saatgut in sämtlichen Lebensmitteln.
  • Die relevanten Punkte im “Monsanto Protection Act” müssen für ungültig erklärt werden.
  • Wir fordern weitere wissenschaftlichen Studien zu gesundheitlichen Folgen von GMOs.
  • Monsantos Führungskräfte sowiei Politiker, welche Monsanto unterstützen, müssen durch direkte Kommunikation, Graswurzel-Journalismus, soziale Medien etc. zur Verantwortung gezogen werde
  • Die Öffentlichkeit muss weiterhin über die geheimen Machenschaften des Konzerns informiert werden.
  • Mit diesen Forderungen und Vorschlägen gehen wir auf die Strasse, um ein Zeichen zu setzen, dass wir Monsantos kriminelles und ungerechtes Gebaren nicht weiter hinnehmen werden.
  • Keine Vetternwirtschaft. Wir wollen dein Gift nicht, Monsanto!  (aus March against Monsanto)

 

(siehe auch den Artikel zum Welternährungstag 2012 und Industrienorm für Saat- und …in diesem Blog

Am 12. Oktober versammeln sich Aktivisten weltweit, um gemeinsam gegen Monsanto zu protestieren.

Weshalb demonstrieren wir?

  • Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass der Konsum von Monsantos genetisch veränderten Lebensmitteln zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden wie Unfruchtbarkeit, Krebs und Missbildungen bei Neugeborenen führt.
  • Vor kurzem wurde vom U.S. Kongress und Präsident Barack Obama ein Gesetz verabschiedet, welches es Monsanto ermöglicht, sich über gerichtlich angeordnete Verkaufsstopps ihres Saatgutes hinwegzusetzen.
  • Die FDA (Food and Drug Administration), zuständig für den Schutz der öffentlichen Gesundheit in den USA, besteht aus einem Grossteil aus ehemaligen Monsanto Führungskräften. Wir sehen dies als einen höchst bedenklichen Interessenkonflikt, welcher auch das Fehlen staatlich finanzierter Studien zu Langzeiteffekten von genetisch veränderten Lebensmitteln erklärt.
  • Monsanto profitiert schon viel zu lange von staatlichen Subventionen und Vetternwirtschaft. Während Kleinbauern und Bio-Betriebe um ihr Überleben kämpfen, sichert sich Monsanto Patentrechte auf sämtliches genetisch modifiziertes Saatgut und den gesamten Prozess der Gentechnik und festigt so seine Monopolstellung als globaler Nahrungsmittel-Lieferant.
  • Monsantos genetisch modifiziertes Saatgut bedroht unser Ökosystem massiv. Studien zeigen klare Zusammenhänge zwischen von Monsanto verwendeten “Neonikotinoiden Pestiziden” und dem weltweiten Bienensterben und dem Kollaps von ganzen Bienenvölkern.

Was schlagen wir also vor?

  • Boykottierung sämtlicher Firmen, welche Eigentum von Monsanto sind oder die Monsantos genetisch modifizierte Nahrungsmittel verwenden.
  • Die Deklaration von genetisch modifiziertem Saatgut in sämtlichen Lebensmitteln.
  • Die relevanten Punkte im “Monsanto Protection Act” müssen für ungültig erklärt werden.
  • Wir fordern weitere wissenschaftlichen Studien zu gesundheitlichen Folgen von GMOs.
  • Monsantos Führungskräfte sowiei Politiker, welche Monsanto unterstützen, müssen durch direkte Kommunikation, Graswurzel-Journalismus, soziale Medien etc. zur Verantwortung gezogen werde
  • Die Öffentlichkeit muss weiterhin über die geheimen Machenschaften des Konzerns informiert werden.
  • Mit diesen Forderungen und Vorschlägen gehen wir auf die Strasse, um ein Zeichen zu setzen, dass wir Monsantos kriminelles und ungerechtes Gebaren nicht weiter hinnehmen werden.

Keine Vetternwirtschaft. Wir wollen dein Gift nicht, Monsanto!
- See more at: http://www.march-against-monsanto.com/p/informationen-auf-deutsch.html#sthash.YdSMAk1Y.dpuf

Leder und Pelze – Gift auf unserer Haut

9. Oktober 2013

Unter dem Titel ‘Gift auf unserer Haut’ sendete das ZDF innerhalb der 37° Reihe eine Dokumentation über Produktion von Leder für Schuhe, Handtaschen, Lederbekleidung und über die grausame Pelzzucht für den Pelzbesatz aus Echtfell an Jacken. Die Bilder sind zum Teil echt schockierend, besonders in dem Teil, der sich mit den illegal gehandelten heiligen Kühen aus Indien befasst. Die grausamen Torturen der Tiere während endlos langer Transporte, die grausamen Schlachtungen durch ungelerntes Personal gehen echt an die Nieren. Ebenso wie die unmenschliche Tierquälerei in den Massenzuchtbetrieben Chinas für die Fellproduktion.

Die Dokumentation zeigt Kinder in Bangladesh, die stundenlang in einer Gerbbrühe stehen und mit giftigen Chemikalien und lebensgefährlichen, veralteten Maschinen hantieren. Die Lebenserwartung liegt hier bei knapp 50 Jahren. Neben den katastrophalen Folgen für die Umwelt (die giftige Brühe aus den Gerbereien gelangt ungefiltert in die Flüsse) sind die Chemikalien auch für uns Verbraucher gesundheitsschädlich. Einige der Chemikalien, die in den Lederprodukten noch aktiv sind, stehen unter Verdacht Krebs zu verursachen.

Wer diesen Film gesehen hat, wird zumindest versuchen, beim nächsten Einkauf auf die Herkunft des Leders für Schuhen und Lederbekleidung zu achten und auf Jacken mit Pelzbesatz aus Echtfell ganz zu verzichten denn dieser stammt aus grausamen Pelzfarmen  in China. Einen erschütternden Bericht über Pelztier Farmen findet Ihr hier bei PETA

Fussball WM in Katar – tote Zwangsarbeiter

5. Oktober 2013

Tote Arbeiter bei Bauarbeiten für die Fussball WM 2022 in Katar

nach Recherchen der englischen Tageszeitung “Guardian”zahlen Gastarbeiter für die Fußball WM 2022 in Katar  einen hohen Preis. Zwangsarbeit ,zahlreiche Todesfälle,und menschenunwürdige Bedingungen bei den Bauarbeiten sind an der Tagesordnung.

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weiter lesen: http://web.de/magazine/sport/fussball/international/17892394-guardian-naechster-skandal-wm-2022-tote-arbeiter.html#.A1000145


Wie der ‘Guardian’ berichtet, sind zwischen dem 4. Juni und dem 8. August insgesamt 44 nepalesische Gastarbeiter auf den WM-Baustellen wegen Herzversagens oder Arbeitsunfällen im Zuge der katastrophalen Bedingungen gestorben.

Nach dem Bericht des Guardian hat der Internationale Gewerkschaftsbund ITUC ausgerechnet, dass mindestens 4.000 Gastarbeiter ihr Leben gelassen haben werden, ehe das erste WM-Spiel angepfiffen wird. Die vielen Todesfälle gehen vor allem auf die katastrophalen Bedingungen zurück. Zwangsarbeit bei Temperaturen von 50 Grad, die Verweigerung von Trinkwasser und die unhygienischen Bedingungen in den überfüllten Unterkünften seien der Grund. Außerdem hätten die Gastarbeiter, deren Pässe eingezogen worden seien, keinen Lohn erhalten.

ITUC-Generalsekretärin Sharan Burrow erhob schwere Vorwürfe gegen die Fifa. Anstatt die Not der asiatischen Migranten zu lindern, gebe es eine “Verschwörung” zwischen der Fifa und den katarischen Verantwortlichen. “Wenn es die Fifa wirklich ernst meint, würde sie mit ihrer Macht für menschenwürdige Arbeitsverhältnisse sorgen oder den Gastgebern die WM entziehen”, sagte Burrow der Nachrichtenagentur AP. Die Fifa habe in einer Sitzung im November 2011 versprochen, sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. “Sie hat versagt”, urteilte Burrow.

Schwerpunkt  der Gespräche beim Treffen des Exikutiv Komitees der Fifa Anfang Okt. 2013 ist der Zeitpunkt der Fussball WM 2022. Soll sie im Sommer bei 50°C im Schatten stattfinden, oder doch lieber erst im Winter? Die Frage sollte eigentlich lauten: Soll eine Fussball WM überhaupt in einem totalitär regierten Wüstenstaat stattfinden, in dem die Menschenrechte mit Füssen getreten werden, Gastarbeiter wie Sklaven gehalten werden und Frauen immer noch Menschen 2.Klasse sind??? Solche Überlegungen gehen der Fifa und ihrem grossen Vorsitzenden Blatter allerdings am A… vorbei. Was zählt ist einzig der Profit.

Gemeinsam mit einer Delegation des Exekutivausschusses will der Schweizer dem neuen Emir von Katar nun einen Höflichkeitsbesuch abstatten. Dabei soll auch über die Arbeitsbedingungen gesprochen werden, Druck will die Fifa aber nicht ausüben. Blatter sieht darin keine Angelegenheit für den Fußballweltverband. “Es tut uns sehr leid, was passiert ist. In jedem Land kann es geschehen, dass es Todesfälle auf den Baustellen gibt. Die Verantwortung der Arbeitsrechte in Katar ist eine Verantwortung der Unternehmen. Eine Intervention kann nur durch Katar erfolgen.” Zudem gebe es in Katar auch viele europäische Unternehmen, sagte Blatter.   (Spiegel Online 04.10.13)

Auf Twitter schrieb Blatter, der Verband könne die Arbeitsrechte nicht beeinflussen, dürfe sie aber auch nicht ignorieren. OK! Wir können leider die Fifa  nicht direkt beeinflussen, sollten aber vielleicht die WM 2022 ignorieren.

 

weiter lesen: http://web.de/magazine/sport/fussball/international/17892394-guardian-naechster-skandal-wm-2022-tote-arbeiter.html#.A1000145

Inside Aldi – wie Discounter ihr Personal drangsalieren

20. September 2013

Das neue Buch des Ex Aldi Managers Andreas Straub, das in den nächsten Tagen erscheint „Inside Aldi. Tricksen, Vertuschen, Weitermachen“ schildert, wie aus einem vorab Abdruck im Spiegel von Freitag bekannt wurde, wie bei Aldi in menschenverachtender Weise das Personal schikaniert wird. So wurde lt. Straub u.a. unliebsame Auszubildende mit Folie gefesselt und mit Duldung von Vorgesetzten von Mitarbeitern mit Filzstiften bemalt. Die Vorwürfe wurden inzwischen von Aldi Süd bestätigt.

Zitat aus Spiegel online: ‘Die ganze Prozedur sei von Kollegen “in bester Laune” auf Foto und Video festgehalten worden. Einige der Sequenzen seien sogar bei Facebook zu sehen. Der Auszubildende habe sich nicht getraut, Anzeige zu erstatten. “Ich hatte Angst, sofort wieder gekündigt zu werden, da ich noch in der Probezeit war.” Ihm sei außerdem angedroht worden, bei weiterem Fehlverhalten ins Tiefkühlabteil bei minus 20 Grad gesperrt zu werden.

Discounter nein danke

Discounter nein danke

Bereits in einem Artikel vom 09.07.13 schrieb Focus Money:

  • ‘ ……..Schenkt man ehemaligen Aldi-Managern, die in dem Film von ihrer Zeit bei dem Discounter erzählen, Glauben, nutzt Aldi seine jungen Mitarbeiter lediglich aus. Aldi habe viele Auszubildende, weil sie konkurrenzlos billig seien, sagt ein früherer Manager, der anonym bleiben will. Außerdem nutze der Discounter die jungen und billigen Arbeitnehmer dafür, Druck auf ältere Angestellte auszuüben, die mehr Geld verdienen. Mobbing, permanente Kritik und fiese Tests, mit denen Aldi seine Kassierer auf die Probe stellt, sollen gängige Praxis sein. …….’

Nicht erst seit gestern ist bekannt, wie Discounter ihr Personal behandeln. Der ruinöse Wettbewerb und die grenzenlose Gier nach immer höheren Profiten treibt die Discounter dazu ihr Personal drastisch zu reduzieren, und das verbleibende Personal einem immer höheren Leistungsdruck auszusetzen. In den letzten Jahren machten viele Discounter u. a. Lidl  Schlagzeilen durch Mitarbeiter Bespitzelungen mittels Kameras, Entlassungen von unliebsamen Mitarbeitern durch Unterstellungen, Verbot von Betriebsräten oder gewerkschaftlicher Organisation. Lohndumping und Überforderung des Personals. Wir sind gespannt, was das Buch des Ex Aldi Managers  noch enthüllt.

Neben dem menschenverachtenden Umgang mit dem Personal und den Zulieferern, sowie der Umwelt,  ist nicht zuletzt auch die Qualiltät der angebotenen Waren ein Argument auf einen Einkauf bei Discountern zu vezichten.

Haben wir die Wahl? – Gedanken zur Bundestagswahl 2013

15. September 2013

Haben wir die Wahl? – Oder geben wir nur unsere Stimme ab und verstummen dann wieder für 4 Jahre?

Ich kann es nicht lassen auch noch meinen Senf zur anstehenden Bundestagswahl 2013 dazu zu geben. Die grosse Frage ist: ‘Was soll man/frau wählen um die eigenen Interessen ausreichend für die nächsten 4 Jahre vertreten zu lassen?’.

Zunächst einmal egal was Du wählst, die eigenen Interessen musst Du auch zwischen den Wahlen immer wieder selber  vertreten, entweder in Parteien, in Organisationen, in der Öffentlichkeit, bei Demos, oder  bei Diskussionen, bei Twitter, in Blogs und,  und, ….. Wer nur seine Stimme ab gibt und hofft ‘DIE DA OBEN’ werden es schon machen, wird immer wieder aufs Neue enttäuscht werden. Wie sagte Erich Kästner in seinem Gedichgt ‘Moral’:es gibt nichts Gutes, es sei denn man tut es’.

Wer allerdings durch seine Wahlentscheidung zumindest schon mal bekunden will in welche grobe Richtung sich die Gesellschaft seiner Meinung nach entwickeln sollte, der kann sich bei den Parteiprogrammen informieren. (auch wenn diese auf  Papier geschrieben wurden, das naturgemäss immer sehr geduldig ist.)

Wahlempfehlungen? – Na gut! – Vielleicht zumindest eine Ausschluss Empfehlung. Da dies hier ein Blog ist, der sich zum Ziel gesetzt hat, dem Verbraucher einen fairen und nachhaltigen Umgang mit unseren Resourcen, den fairen Umgang mit Tieren und Pflanzen und nicht zuletzt mit unseren Mitmenschen näher zu bringen, sollten wir untersuchen, welche Parteien diese Ziele  in ihrem Wahlprogramm formulieren bzw. welche nicht, oder nicht glaubwürdig.

Interessant ist welche Parteien ihre Schwerpunkte auf Wachstum, größt mögliche Freiheiten für Unternehmen und Banken und möglichst wenig Regulierungen für den Kapitalmarkt legen. Ohne hier spezielle Parteien nennen zu wollen,  ;-) denke ich das allen voran die FDP aber auch grosse Teile der CDU/CSU und des rechten Flügels der SPD (der leider immer noch richtungsbestimmend ist), sich den Bedürfnissen bzw. dem Diktat der ‘Märkte’ unterordnen. Diese Politik kann nur auf Kosten der Solidarität mit den Schwächeren unserer Gesellschaft und auf Kosten der Umwelt gemacht werden. Soweit meine ganz pers. Ausschluss Empfehlung für die Bundestagswahl 2013.     P.S.: überflüssig zu sagen, dass natürlich ‘Rechts‘ wählen in keiner Form in Frage kommt.

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Nicht wählen ist meiner Meinung nach keine Option, da erfahrungsgemäß hiervon immer die konservativen und reaktionären Kräfte profitieren, da deren Wähler fast immer zur Wahl gehen, während es oft die frustrierten Linkswähler sind, die sich der Stimme enthalten. – Also auf jeden Fall wählen gehen, auch wenn es evtl. für Euch z.Zt. keine 100%ige Übereinstimmung mit einer Partei gibt.

Weitere interessante Infos zur Bundestagswahl 2013 findet Ihr auch hier bei Konsumpf

 

 

Hühnerfleisch aus Massentierhaltung – Nein danke

21. August 2013

Hühnerfleisch aus Massentierhaltung schadet nicht nur der Umwelt, und den gequälten Tieren, es ist auch für den Menschen extrem ungesund. Laut einer Studie des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums werden 96,4% – (also fast alle) Hühner mit Antibiotika behandelt. Die Massenhafte und z.T. unkontrolliert Gabe von Antibiotika dient nicht etwa der Gesunderhaltung der Tiere, sondern der Turbomast.  Antibiotika reduzieren die Bakterien der Hühner im Darm, wodurch die Nahrung besser verwertet werden kann und somit die Hühner schneller wachsen. Durch die Gabe von Antibiotika sowie Speziel Nahrung, genmanipuliertes Soja und einem durch Kunstlicht veränderten Tagesrythmus legt ein 40 Gramm Küken innerhalb von 30 Tagen bis auf  1500 Gramm an Gewicht zu und kann dann bereits geschlachtet werden. Der Brustanteil des Huhns wurde von 9% bei normalen Hühnern bei den Masthühnern auf 18% heraufgezüchtet. Am Ende dieser Qualmast fallen die Tiere nach vorne und können kaum noch aufstehen. In den, auch nach den neuen EU-Richtlinien immer noch unmenschlich engen Käfigen bzw. überfüllten Ställen haben die Tiere nicht mehr als 1/4 DIN-A4 Seite Platz. Hier vegetieren die Hühner 30Tage bis zur Schlachtung vor sich hin. Sonne und Frischluft sind für Hühner aus Hühnerfarmen, die auf maximale Gewichtszunahme bzw. auf  Legeleistung getrimmt sind, absolut tödlich. Während für die Legebatterien nur weibliche Küken benötigt werden, braucht man für die Turbomast die männlichen Küken. Die jeweils ‘falschen’ Küken werden aussortiert und lebendig zerhexelt. 40 Millionen Küken werden so nach nur einem Tag als Tierfutter zerschreddert oder landen direkt auf dem Müll.

Ist Biohuhn besser, gesünder und fairer gehalten? – Hier muss zwischen den EU-Bio Standards und den Bioverbänden unterschieden werden. Für das Standard EU-Biosiegel gelten Mindestbedingungen, welche die Situation in der Massentierhaltung nur unwesentllich verbessert. Die Tiere haben hier statt 1/4 DIN-A4 Seite eine halbe Platz und dürfen nur bei Krankheit mit Antibiotika behandelt werden.

Anders sieht es bei Tieren mit Siegeln der Bioverbände aos,, die nach Stiftung Warentest die höchste Qualität garantieren. Biohühner von ‘BIOKREIS’, ‘BIOLAND’,  BIOPARK, DEMETER, ECOLAND, ECOVIN, GÄA und NATURLAND leben  bis zu 120 Tagen (statt 30) in Gehägen mit unter 1000 Hühnern ( bei EU-BIO bis zu knapp 5.000). Auslauf wird garantiert und das Futter muss ökologisch einwandfrei sein. Eine Alternative zu den sehr teuren Bio Hühnern mit Verbandssiegeln sind Hühner vom Bauern nebenan, den man persönlich kennt bzw. eine Landschlachterei, die die Herkunf der Tiere belegen kann und die auch nachprüfbar ist.

Wie alle riesigen Agrarfabriken sind auch die Megaställe und Schlachthöfe nur rentabel durch Agrarsubventionen, lasch ausgelegte oder nicht vorhandene Tierschutzbestimmungen bzw. im Fall der Schlachthöfe durch Billiglöhne. Hier ist der Gesetzgeber gefordert.

In Wietze bei Celle soll der größte Hähnchen-Schlachthof Europas entstehen mit  482.000 getöteten Tieren am Tag und rund 4oo neuen Mastanlagen in der näheren Umgebung. Unter dem Motto:
Wir haben Agrarfabriken satt!

fand am Samstag, den 31. August 2013 in Wietze bei Celle eine Grossdemonstration statt.

 

Mehr Infos aus dem  Aufruf  zur DEMO in Wietze an der mehr als 7000 Demonstranten gegen den grössten Schlachthof für Geflügel in Europa demonstrierten:

 

Es sind kaum vorstellbare Dimensionen: 400.000 Hühner sollen im Mega-Schlachthof Wietze bei Celle geschlachtet werden – an einem Tag. Um den größten Schlachthof Europas zu beliefern, müssen Hunderte neue Mast-Ställe im Norden Deutschlands entstehen – mit Hühnern, die auf engem Raum zusammengepfercht werden und Gen-Soja sowie regelmäßig Antibiotika erhalten.Wietze steht wie kein anderer Ort in Deutschland für die Industrialisierung unserer Landwirtschaft. Deshalb tragen wir dort am Samstag, den 31. August 2013 unseren Protest für eine ökologischere, bäuerliche Landwirtschaft auf die Straße. 
……….
Die Bundestagwahl bietet die Chance, mit einer neuen Regierung eine Agrarwende einzuleiten: Wenn Mega-Ställe und Schlachthöfe nicht mehr mit Agrarsubventionen gefördert, wirkungsvolle Tierschutzbestimmungen erlassen und Tierhaltung an den Betrieb eigener Futterflächen gebunden werden, würden sich Tierfabriken kaum mehr rentieren. Und wenn wir Bürger/innen nun im Wahlkampf zeigen, dass diese Frage für uns entscheidend ist, werden die Parteien reagieren.Schon im vergangenen Januar demonstrierten wir im Rahmen des Bündnisses „Wir haben es satt“ mit mehr als 25.000 Menschen in Berlin für eine andere Agrarpolitik. Jetzt tragen wir unseren Protest hinaus aufs Land – dorthin, wo eine andere Landwirtschaft gedeihen muss! Bäuerinnen und Bauern ziehen dabei mit Verbraucher/innen, Tier- und Umweltschützer/innen, Imker/innen und Eine-Welt-Aktivist/innen an einem Strang……..

.Mit herzlichen Grüßen
Ihr Christoph Bautz, Geschäftsführer Campact

Quelle: Campact

Zum Thema Massentierhaltung auch der Hinweis auf den Artikel : Fleischkonsum der ökologische Wahnsinn , sowie Massentierhaltung und Antibiotika weiter unten in diesem Blog

Industrienorm für Saat- und Pflanzengut bedroht Artenvielfalt

29. April 2013

Agrarkonzerne haben es offenbar geschafft, die EU Komission durch intensive Lobbyarbeit dazu zu bewegen, einen Gesetzentwurf einzubringen, der es den Konzernen ermöglicht Ihre Industrienormen auf Saatgut EU weit durchzusetzen und damit ihre Monopolstellung weiter auszubauen. Die weltweit angemeldeten Patente auf Saatgut gehen immer mehr zur Lasten der Artenvielfalt, aber fördern auch Hungersnöte weltweit, da Bauern in armen Regionen das patentierte Saatgut nicht bezahlen können. Am 6. Mai will die EU-Komission über diesen Gesetzentwurf, der in erster Linie den Argrarkonzerne wie  Monsanto, BASF und Syngenta nützt abstimmen. Hierzu hat unter anderem Campact einen Online-Apell gestartet, den man, wie ich finde unterzeichnen sollte. Campact schreibt dazu:

‘…kommt der Entwurf aus der EU-Kommission durch, wäre es das Aus für viele alte Obst-, Gemüse- und Getreidesorten: Es dürfte nur noch Saat- und Pflanzgut von Sorten in den Handel, die den Industrienormen entsprechen – so wie es Agrarkonzerne wie Monsanto, Syngenta und BASF herstellen. Auf der Strecke blieben viele heimische Sorten, die unseren Speiseplan bereichern. Und dafür sorgen, dass sich unsere Landwirtschaft an den Klimawandel, neue Krankheiten und Schädlinge anpassen kann……….

…… ‘ Nach den Plänen einer Fachabteilung der EU-Kommission dürften Betriebe, die pflanzliches Saatgut erzeugen, künftig nur noch Sorten verwenden, die ein amtliches Zulassungsverfahren durchlaufen haben. Das Problem: Das Verfahren ist aufwändig und teuer. Zudem können nur Sorten das Verfahren bestehen, die bestimmte Kriterien erfüllen – etwa einheitliches Wachstum. Viele traditionelle Kartoffel-, Tomaten- oder Gurken-Sorten zeichnen sich aber gerade durch ihre natürlichen Unterschiede aus.

Zwar soll es für alte Sorten ein vereinfachtes Verfahren geben. Doch dies gilt nur für Sorten, die nachweislich bereits auf dem Markt sind – und dies muss im Zweifelsfall erst einmal bewiesen werden. Wieder entdeckte Sorten oder neue Kreuzungen hätten von vornherein keine Chance.

Nur eine große Auswahl an Obst-, Gemüse- und Getreidesorten und damit eine breite genetische Ausgangsbasis sichert, dass sich unsere Landwirtschaft an den Klimawandel, neue Krankheiten, Schädlinge und neue Lebensstile anpassen kann. Die geplante EU-Saatgutverordnung muss Vielfalt auf unseren Feldern und Tellern ermöglichen, statt sie zu vernichten.

Fleischatlas vom BUND – Kritik an Fleischkonsum und Subventionen für Fleischkonzerne

22. März 2013

Der erste deutsche Fleischatlas herausgegeben von BUND für Umwelt- und Naturschutz, der Heinrich-Böll-Stiftung und Le Monde diplomatique bringt es auf den Punkt: wir Deutschen essen zuviel Fleisch.

Ca. 60 kg Fleisch pro Jahr verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt. Bedenkt man, dass Säuglinge, Kleinkinder, ältere Mitbürger sehr viel weniger essen und Vegetarier und Veganer überhaupt kein Fleisch zu sich nehmen, ißt der Durchschnittsdeutsche sogar deutlich mehr als diese 60 kg Fleisch.

Welche Auswirkungen das für unsere Umwelt, für den Umgang mit den Tieren speziell in der auch noch stark subventionierten Massentierhaltung der großen Fleischkonzerne, aber auch für unsere Gesundheit und die globale Wirtschaft hat, kann man in dem informativen und kritischen Fleischatlas nachlesen. Den ich Euch hiermit eindringlich empfehlen möchte.

Die Deutschen essen zu viel Fleisch, belegt der erste deutsche Fleischatlas.
Die Deutschen essen zu viel Fleisch, belegt der erste deutsche Fleischatlas. (Foto: dapd)

„Der Fleischatlas soll”, so Barbara Unmüßig – Stiftungsvorstand, ” Daten und Fakten zu den globalen Auswirkungen und Dimensionen unseres Fleischkonsums liefern“  Die intensive Fleischproduktion ist  lt. Unmüßig nicht nur qualvoll für die Tiere und belastet die Umwelt, sie verschlingt auch enorme Mengen an Rohstoffen, die als Futtermittel importiert werden müssen.

So importiert Deutschland mittlerweile gleich nach China weltweit die meisten Sojaprodukt für die ‘Fleischproduktion‘  die vor allem aus Argentinien und Brasilien kommen.

„Mittlerweile wird nahezu ein Drittel der weltweiten Landflächen für die Futtermittelproduktion genutzt sagt Unmüßig“  Das geht natürlich zu Lasten der Lebensmittelproduktion und erhöht dadurch auch die weltweiten Marktpreise für Nahrung, wodurch dem Hunger in der Welt zusätzlich Vorschub geleistet wird.
Die  Nitratrichtlinie der EU wird bei uns in einigen Bundesländern stark  aufgeweicht. So dürfen auf einigen deutschen Landwirtschaftsflächen bis zu 230 kg Nitrat pro ha. aufgebracht werden statt der 170 kg. Dies lockt auch die ausländische Fleischindustrie an. Daher bietet Deutschland hervorragende Bedingungen für die Massentierhaltung.
Beim BUND gibt es mehr Infos und den deutschen Fleischatlas zum herunterladen.

http://www.bund.net/uploads/pics/cover_web.jpg

Nahrungsmittel Spekulation – Die Deutsche Bank weiterhin in der Kritik

22. Januar 2013

Die Deutsche Bank setzt auch weiterhin auf Profit durch Nahrungsmittel Spekulation. Obwohl Ackermann bereits 2011 erklärt hatte, die Deutsche Bank werde ihr Engagement bei den Spekulationen auf Lebensmittel überprüfen,

Am Wochenende 21.01.2013  hat Jürgen Fitschen, der Deutsche Bank Chef, auf der Grünen Woche in Berlin verkündet, dass die Deutche Bank ihre Wetten auf Nahrungsmittelpreise weiterhin  anbieten will.

Während weltweit fast eine Milliarde Menschen hungern treiben die  Nahrungsmittel Spekulationen die Preise in die Höhe und machen damit Lebensmittel für die ärmsten Menschen unbezahlbar.

Dies Entscheidung begründet die Deutsche Bank damit: , “dass es kaum stichhaltige empirische Belege für die Behauptung gibt, die zunehmende Bedeutung von Agrarfinanzprodukten sei für Preissteigerungen oder erhöhte Preisschwankungen verantwortlich”. Was heist denn hier ‘kaum Belege’. Es gibt also einige Belege und dass sollte Grund genug sein diese verheerenden Finanzprodukte endlich vom Markt zu nehmen. Aber die Deutsche Bank schert sich offensichtlich wenig um ihren Ruf. Die Skandale der letzten Monate sind kaum vergessen, da zeigt sich die Bank schon wieder als ein Institut,  das keinerlei Skrupel kennt wenn des um satte Profite geht.



Nahrungsmittelspekulation

Dass es durchaus auch ohne skrupeloses Finanzgebahren geht, zeigen die s.g. alternativen Banken wie : Triodos Bank, die Ethik Bank, die Umweltbank und die GLS Bank , die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen.

Auf der ATTAC Seite findest Ihr u.a. Infos zur Geschäftspolitik der Grossbanken und eine Anleitung zum Bankenwechsel: KRÖTENWANDERUNG JETZT.

Mehr Infos zu Green Money, alternative Banken findet Ihr weiter unten auf dem Beitrag: Sozial-ökologische Banken – faire Finanzprodukte und auf der Seite: Finanzprodukte

Kentucky Fried Chicken (KFC) und der Kinderschutzbund – wie durch Spenden ein zweifelhaftes Image aufpoliert wird

4. Januar 2013

Liest man die Überschrift sollte man meinen, der deutsche Kinderschutzbund hätte vehement Kritik an der Fastfood Kette Kentucky Fried Chicken geübt. Grund genug hätte er ja, ist doch erwiesen, das Fastfood für Kinder hochgradig ungesund ist. Seit Gründung der ersten Fastfood Ketten hat  die Anzahl der fettleibigen Kinder drastisch zugenomme. Mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche sind heutzutage übergewichtig. Dazu kommen Gefahren durch multiresistente Keime durch übermäßigen Antibiotikaeinsatz gerade bei der Hähnchenmast, von den unmenschlichen Bedingungen der Massentierhaltung  den gequälten Tiere  und den Zuständen in den Schlachthöfen mit ihrer Fließband tötung gar nicht zu reden.  (Zu den Lieferanten von KFC in Deutschland gehört der Geflügel-Gigant Wiesenhof, der für seine Skandale berühmt-berüchtigt ist.)

KFC und der Kinderschutzbund

Fastfood für Kinder

Aber leider ist die Wahrheit schockierend: Der Deutsche Kinderschutzbund geht mit der Fastfoodkette eine Allianz ein:

wie der Gießener Anzeiger berichtet am 24. November 2012 berichtet wird der Orts- und Kreisverband des Deutschen Kinderschutzbundes zukünftig Sozialpartner einer neu eröffneten Ketnucky Fried Chicken Filiale sein. Die Spenden sollen für das Kinderrechtprojekt verwendet werden.

Nun ist dies sicherlich eine gut gemeinte Aktion, Spenden für dieses Projekt einzusammeln, aber leider läßt sich der Kinderschutzbund hier von KFC vor den falschen  Karren spannen .Durch diese Spendenaktion bessert KFC sein Image auf und erschliest sich neue Käuferschichten. Statt die Kinder vor den Gefahren des Fastfood zu warnen muss bei Ihnen und den Eltern der Eindruck entstehen: das Essen einer so netten Fastfood Kette kann ja nicht so schlecht sein, wenn die sich so für uns Kinder angagieren und auch der Kinderschutzbund mit denen zusammenarbeitet.

Der Staat zieht sich immer häufiger aufgrund von Sparmaßnahmen aus der sozialen Verantwortung zurück. Daher sind soziale Einrichtungen auf private Spenden angewiesen, die immer öfter von Konzernen mit zweifelhaftem Ruf dazu missbraucht werden das eigene Image durch dieses s.g. Social Sponsoring aufzupolieren.

Schmutzige Schokolade – Kindersklaven schuften für unser süsses Vergnügen.

16. Dezember 2012

Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, in der wir uns so gerne mit Schokolade vollstopfen um ein paar Endorphine in der grauen Jahreszeit auszuschütten, möchte ich nochmal an ein himmelschreiendes Unrecht erinnern, auf das die ARD in ihrer Dokumentation Schmutzige Schokolade hinweist. Pro Jahr konsumieren allein wir Europäer 1,5 mil.  Tonnen Schokolade (15 Milliarden Tafeln). Jeder Deutsche ca. 11 kg pro Jahr. Der Kakao für dieses süsse Vergnügen stammt zum überwiegenden Teil aus Westafrika und zwar hauptsächlich aus Ghana und der Elfenbeinküste. Die Kakaobauern erhalten für einen kg Kakao, aus denen ca. 40 Tafeln Schokolade produziert werden, gerade einmal einen Euro. Bereits die Exporteure verlangen für das kg Kakao 2,50 € und machen somit enorme Profite.

Weltweit schuften weit mehr als 200.000 Kindersklaven auf den Kakaoplantagen ohne einen einzigen Cent. Sie werden geschlagen, zur Arbeit angetrieben und streng bewacht. Viele der Kinder werden aus Mali verschleppt und auf die Kakaoplantaten an der Elfenbeinküste verkauft. Ein Kind kostet nach Angaben eines Plantagenbesitzers, der von den Reportern befragt wurde ca. 230,-€ und kann dafür unbegrenzt ausgebeutet werden.

Wer diesen Bericht gesehen hat, kann nicht mehr guten Gewissens Schokolade essen, die nicht ausdrücklich als fairtrade zertifiziert wurde.

Wenn wir es wirklich ernst meinen mit unserer gerade zu Weihnachten so oft beschworenen Nächstenliebe, dann sollten wir nicht um ein paar Cent zu sparen billige Schokolade kaufen, die mit Kakao hergestellt wurde, der mit Hilfe von Kinderhandel und Kinderarbeit gewonnen wurde. Nur bei Schokolade mit dem Fairtrade Siegel, kann man sicher sein, dass die Zutaten ohne Kinderarbeit gewonnen wurden und die Kakaobauern einen fairen Preis für ihre Produkte erhalten.

P.S.: inzwischen ist drei Jahre nach dem ersten Bericht über Schmutzige Schokolade der 2. Bericht am Di. 18.12.12 in der ARD erschienen, der zeigt, dass sich entgegen den Versrprechungen der Kakao und Schokoladenindustrie an den Prokuktionsbedingungen nicht viel geändert hat. Nach wie vor werden Kinder verschleppt um als Arbeitssklaven auf den Kakaoplantagen zu schuften. Den informativen Bericht, der einem den Appetit auf die schmutzige Schokolade nachhaltig verderben kann, gibt es hier:

 

 

Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie – fair gehandelte Kleidung

28. November 2012

Warum ist es so wichtig, dass wir Verbraucher auf fair gehandelte und ökologisch nachhaltig produzierte Kleidung beim Kauf achten?

Das Kleidung aus ökologisch nachhaltigen Rohstoffen, wie Biobaumwolle ohne chemische Farbstoffe für uns gesünder ist und die Umwelt entlasten, hat sich schon hinlänglich herumgesprochen. Das es aber mindestens genauso wichtig ist, unter welchen Arbeitsbedingungen unsere günstige Kleidung hergestellt wird, kann man gerade durch die aktuellen Berichte in den Medien über die Brände in den Nähereien von Bangladesch erkennen. In der Nacht von Sa. 24.11.2012 auf  Sonntag verbrannten in einer Textilfabrik in Bangladesh über 100 TextilarbeiterInnen. Laut Verdi kamen zwischen 2006 und 2010 in Bangladesch mehr als 550 Beschäftigte bei Fabrikbränden ums Leben. Bereits im September 2012 war eine Fabrik im pakistanischen Karatschi abgebrannt, wobei 259 Menschen ums Leben kamen.

Brand in einer Testilfabrik in Bangladesch lässt erneut Fragen nach den Arbeitsbedingungen aufkommen

Leider wird die Öffentlichkeit in den Industrienationen immer erst durch derart verheerende Katastrophen auf die unmenschlichen Arbeitsbedingungen, die in den Erzeugerländern der Billigkleidung herrschen, aufmerksam. Dabei ist schon lange bekannt, dass in den Textilfabriken in China, Indien, Pakistan, Bangladesch und zunehmend auch in Lateinamerika unter Missachtung von Menschenrechts- Sozial- und Umweltstandards Kleidung für Konzerne wie TIK, H&M, C&A, die Metro Group, Walmart, Takko, Lidl  u.a. produziert wird. Dabei schrecken die Produzenten nicht zurück vor Kinderarbeit, Niedrichstlöhne (in Bangladesch ca. 30,-€/mtl.), Arbeitszeiten von bis zu 14 Std. an 7 Tg. wchtl., mangelnde hygienische Bedingungen, Verbot von Gewerkschaften und Betriebsräten usw.

Arbeitszeiten bis zu 14 Std.im Stehen – für 30,-€ mtl.

Die westlichen Konzerne verstecken sich nur allzu gerne hinter fragwürdigen Zertifikaten über Sozialstandards um ihren Ruf bei den Verbrauchern zu verbessern.

Viele Fabrikbesitzer kaufen sich die Bescheinigung über die Einhaltung von Sicherheitsstandards, um so die ausländischen Kunden ruhigzustellen, die eh nur ein Interesse haben, möglichst billig an Ware zu kommen“, sagt Phil Robertson von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Und Gisela Burckhardt von der deutschen Kampagne für Saubere Kleidung erklärt: “Inzwischen hat sich eine regelrechte Industrie von Sozialaudits entwickelt, in der Consulting-Unternehmen gut verdienen. Jährlich werden Tausende von Audits von Hunderten von Produzenten und Händlern in Auftrag gegeben“.

Kinderarbeit in der Textilindustrie noch weit verbreitet

Studien zeigen, dass sich durch die Einführung von Audits Mitte der neunziger nichts an den Sozial- und Sicherheitsstandards geändert hat.

Fazit ist, dass sich Kleidung nicht billig und gleichzeitig fair produzieren lässt. Schon gar nicht, wenn die beteiligten Unternehmen auch noch dicke Gewinne einfahren wollen. Einen interessanten Artikel zum Thema hat der Konsumpf Blog bereits im Okt.2011 veröffentlicht.

Darum ist es so wichtig, dass wir Verbraucher nicht nur auf den Preis schielen, sondern auch darauf ob unsere Kleidung nach sozialen- und ökologischen Standards produziert wurde. Siegel wie das der Fair Wear Foundation und Fairtrade werden für Textilien vergeben, die umweltschonend und unter Beachtung sozialer Standards hergestellt werden. Das beinhaltet  Löhne von denen man leben kann und menschenwürdige Arbeitsbedingungen und das Verbot von Kinderarbeit.

giftige Chemikalien für unsere trendigen Klamotten

Merke: Geiz ist absolut nicht geil sondern meistens nur absolut unfair.

Zum Schluss möchte ich noch auf die sehr gute und damit unterstützungswerte Arbeit der CCC (Clean Clothes Campaign) aufmerksam machen. Die Kampagne für saubere Kleidung setzt sich weltweit für einheitliche Sozialstandards in der Textilindustrie ein.

Kampagne für saubere Kleidung

Ein weiterer Artikel über faire Kleidung in diesem Blog: Kleidung öko fair und trendi

 
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Fair schenken – Appell an das Christkind und seine Helfer

12. November 2012

Fair schenken gerade jetzt zur Weihnachtszeit! -  Der Einzelhandel erwartet für das Weihnachtsgeschäft 2012 einen Rekordumsatz von über 80 Milliarden Euro. Das Weihnachtsbudget der Menschen hierzulande steigt nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche im Schnitt um sieben Prozent auf 485 Euro pro Haushalt.

Konsumterror zur Weihnachtszeit. Süsser die Kassen nie klingeln

Die Briefkästen quellen über von bunten, Glück verheißenden Prospekten voll mit sinnlosen Konsumgütern. Die email Postfächer werden mit Spammails bombardiert und in den Schaufenstern der Konsumtempel werden die Waren mit Lametta, Kerzen und Weihnachtmännern verziert, die Konsummeilen mit Lichterketten überzogen und überhall nerven weihnachtliche Klänge und erinnern uns alle daran, das das größte Konsumrfest des Jahres angebrochen ist. Der Konsumrausch hilft uns den Novemberblues zu vergessen und unser Gehirn mit Endorphinen zu fluten, die wir jedes mal ausschütten, wenn wir etwas vermeintlich Schönes für uns oder unsere Lieben kaufen. Vergessend, das es sich hier eigentlich um ein christliches Fest der Liebe handelt, konsumieren wir, was das Konto hergibt.

Dabei könnten wir gerade zur Weihnachtszeit beweisen, dass es uns mit der so oft beschworenen Nächstenliebe ernst ist.

Konsumgüter, die mit Kinderarbeit, Billiglöhnen, von denen man nicht leben kann, und mit Produktionsmethoden, die unsere Umwelt zertören und den Klimawandel forcieren produziert wurden, ausgerechnet am s.g. Fest der Liebe zu verschenken hat schon etwas Sarkastisches.

Während wir Heiligabend unsere Geschenke auspacken: neueste technischen Geräte, unsere schönen neuen Klamotten und Unmengen Spielzeug, das die Kreativität lähmt und Kinderzimmer verstopft, verhungern tausende Menschen, schuften Kindersklaven und Billiglöhner, vergiften sich Grubenarbeiter, die Rohstoffe für Hightec abbauen, erkranken Textilarbeiter an den Ausdünstungen künstlicher Farben und Bleichmittel für unsere trendigen Klamotten, haben Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser weil Industriebetriebe das Grundwasser vergiften usw.  – Die Liste der Grausamkeiten, die wir durch unseren unreflektierten Konsum mitverantworten ja geradezu unterstützen ist ziemlich lang. Hier bekommt das Sprichwort ‘des einen Freud ist des anderen Leid‘ einen ganz neuen Aspekt.

Was können, ja was sollten wir Verbraucher tun? -

  • Das eine oder andere Geschenk (speziell auch Werbegeschenke an Geschäftspartner, oder an Freunde die schon alles haben) weglassen und durch eine Spende für soziale, wohltägige Institutionen ersetzen. Das kommt häufig besser an, als sinnlose, unnütze Geschenke, die beim Schrottwichteln landen.
  • Fair schenken:  d.h. Waren die nach sozialen Standards produziert, fair gehandelt und/oder ökologisch nachhaltig hergestellt wurden. Lieber etwas weniger, dafür fairer.
  • Stopft Euch Weihnachten nicht mit toten Tieren aus Massentierhaltungen voll. Auch hier: lieber etwas weniger dafür besser.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein faires Weihnachtsfest.

 

 

 

Fleisch und Fliegen – wie unfair ist das denn?

9. November 2012

Übermässiger Fleischkonsum und Billgflüge produzieren Unmengen CO2 und sind somit in starkem Maße mitverantwortlich für die Erderwärmung und den Klimawandel, der unsere Existenz bedroht.

Einen guten Beitrag zum Thema Fleisch essen, Fliegen und die Folgen für Umwelt (Klimawandel) und Gesellschaft von Hagen Rether

Fleisch essen und Fliegen hat doch nichts mehr mit persönlicher Freiheit zu tun.  Wir dürfen nicht die Freiheit haben die Welt zu ruinieren und millionen Menschen verhungern zu lassen’  ….’ ein Hamburger produziert 200,-$  Folgekosten für die Umwelt ‘sagt Hagen Rether

Die Forderung nach absolutem Fleischverzicht für alle und ein Verzicht auf das Fliegen werden sich in dieser Radikalität jedoch nicht durchsetzen lassen. Ein Verzicht auf Fleisch aus Massentierhaltung und eine deutliche Reduzierung des Fleischkonsums würden unserer Umwelt bereits einen guten Dienst erweisen. Fliegen trägt auch zur Völkerverständigung bei. Nur müssten die Schäden für die Umwelt von den Fluggesellschaften, die auch den Profit machen übernommen werden, dadurch würden sich die tatsächlichen Flugkosten in den Preisen niederschlagen und das Fliegen automatisch reduziert werden.

Welternährungstag 2012 – Lebensmittel fair teilen

16. Oktober 2012

FAO die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen wurde am 16.10.1945 gegründet. Seit 1979 wird am 16.10. der Welternährungstag begangen. 2012 steht der Tag unter dem Motto: Agricultural cooperatives – a key to feeding the world.

Zwar verringerte sich  die Zahl der Hungernden laut jüngstem Welthunger-Index seit 1990 um 26 Prozent, doch  870 Millionen Hungernde sind immer noch unerträglich viel. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter 10 Jahren, jeden Tag sterben 57.000 Menschen an Unterernährung, obwohl die Menge der produzierten Nahrungsmittel für alle reichen würde. Hunger ist demnach ein Verteilungsproblem und kein Produktionsproblem.  Dr. Hans R.Herren, Vizevorsitzender des Weltagrarberichts (IAASTD)  und  Gründer der Stiftung Biovision: ”[...] .. mit 4600 Kalorien pro Person und Tag produzieren wir heute doppelt so viel (Lebensmittel)  wie wir brauchen. Wir könnten also 14 Milliarden Leute satt bekommen. Doch von den 4600 Kilokalorien gehen 800 in die Fleischproduktion, 800 gehen beim Verarbeiten verloren und 30-50% werden weggeworfen.’  (hierzu auch die Artikel über Lebensmittelverschendung) .

Alle 5 Sec. verhungert ein Kind

 

Zudem sollten Kleinbauern  und Kooperativen in Entwicklungs- und Schwellenländern gefördert werden, indem sie ausreichend Einkommen, Ausbildung und vor allem gesicherten Zugang zu Agrarland  erhalten.

Spekulation auf Agrarflächen und auf Nahrungsmittel,  Nutzung von Agrarflächen zum Anbau von Pflanzen für die alternative Energiegewinnung in Biogasanlagen und als Biosprit, Monopole auf Saatgut, teurer Kunstdünger und Gentechnologien  erhöhen künstilich die Preise auf Nahrungsmittel.  Das trifft in besonderm Maße  arme Menschen, die sich die steigenden Lebensmittelpreise nicht leisten können.

Dr. Hans R.Herren (s.o.)  meint:  ökologische, nachhaltige Landwirtschaft könne den Einsatz von Kunstdünger, Schädlingsbekämpfungsmitteln und teuerer Gentechnologie überflüssig machen. Das liege jedoch nicht im Interesse der Industrie und der grossen Bauernverbände, deren Einfluss bis in die FAO reicht. (die Person, die für den Weltagrarbericht aus dem FAO Büro verantwortlich war arbeitet jetzt für die Bill Gates Foundation).  Die Bill Gates Foundation hat ein riesiges Programm aufgelegt, das den Verbrauch von Düngemitteln, Hybridsamen und – wo möglich die Gentechnik fördert. Der frühere Chef der Biotechnologie-Abteilung von Monsanto arbeitet jetzt bei der Billl Gates Stiftung.

Jan Ziegler,  von 2000 bis 2008 Sonderberichterstatter der UNO für das Recht auf Nahrung, der u.a. das sehr empfehlenswerte Buch: ‘Wir lassen sie verhungern‘  geschrieben hat, schreibt über die Ursachen und Folgen des Hungers:

Der Hunger ist menschengemacht, dieses tägliche Massaker des Hungers. Und ich wiederhole: alle fünf Sekunden stirbt ein Kind unter zehn Jahren und dieses Kind wird ermordet.” [...)   "Die Börsenspekulation mit Grundnahrungsmitteln kann morgen früh vom Bundestag verboten werden. Wir können die Totalentschuldung der ärmsten Länder durchsetzen, wenn wir den Finanzminister zwingen im Dezember bei der Generalversammlung des Weltwährungsfonds einmal für die sterbenden Kinder und nicht für die Gläubigerbanken in Frankfurt zu stimmen. Wir können den Landraub mindern und wir können die Fabrikation von Biotreibstoff und von Agrartreibstoffen verbieten, wenn das durch das Verbrennen von Nahrungsmitteln geschieht. [...] ..”Um 50 Liter Bioethanol für einen Autotank herzustellen, müssen 352 Kilo Mais verbrannt werden. Von 352 Kilo Mais lebt ein Kind in Sambia oder Mexiko, wo Mais das Grundnahrungsmittel ist, ein Jahr lang

Dem Westen wirft Ziegler vor, dass multinationale Konzerne die Preiskontrolle für Grundnahrungsmittel hochtreiben, Börsenspekulation und Agrartreibstoffe die Situation noch verschlimmern. Aber er kritisiert auch, dass in den Hungerländern selbst die eigene Landwirtschaft zugrunde gerichtet wird.

ein Jahr Nahrung für 50L Biosprit

Neben langfristigen Maßnahmen gegen den Hunger ist jedoch akute Hilfe dringend notwendig, besonders, wenn sich die Befürchtung bestätigt, dass neue akute Hungersnöte bevorstehen. Drastisch gestiegene Preise für Getreide und Milch an den Rohstoffbörsen wegen der schlimmsten Dürre in den USA seit mehr als 50 Jahren deuten alarmierend darauf hin.

Auch wenn Politiker, Großkonzerne und Bauernverbände gefordert sind ihre Politik im Sinne einer gerechteren Verteilung der reichlich vorhandenen Resourcen zu ändern, Soforthilfe auch durch Spenden an z.B. die Welthungerhilfe, Brot f. die Welt u.a. sind nach wie vor dringend erforderlich. Denkt daran, wenn Euch mal wieder schlecht ist, weil Ihr zu viel gegessen habt.

 

 

Friedensnobelpreis für EU – wie friedliebend ist EU-Politik wirklich?

15. Oktober 2012

Der Friedensnobelpreis ausgerechnet für die EU.  Das ist wirklich unglaublich und mit Sicherheit nicht im Sinne des Stifters Alfred Nobel

Friedensnobelpreis für EU

Ein Bankeneuropa, ein System aus Geld, Gier, Macht und Waffenhandel,welches Mitglieder ausbluten lässt erhält einen Preis – Halleluja (aus http://artcologne.blogspot.com/
von Art Cologne Mona Schwenker

 

Eigentlich;  so dachte ich zunächst,  passt das Thema nicht in den Kontext dieses Blogs.  Da mich dieser Preis aber unglaublich aufregt, habe ich mir mal Gedanken gemacht, wie friedliebend die Politik der EU wirklich ist:  militärische Interventionen in Jugoslawien (1999), Afghanistan, Irak, Lybien und bald vielleicht in Syrien.   Agrar- und Exportsubventionen und Einfuhrbeschränkungen mit den  Folgen: Armut und Hunger in der 3. Welt was wiederum zu Kriegen und innere Unruhen in den Ländern mit hoher Armut führt. Waffenexporte aus der EU in Krisengebiete,  EU Fischfangflotten vor der afrikanischen Küste. Sobald es um die eigene Wirtschaftskraft der EU geht, sprich Schaffung von Arbeitsplätzen, Umsatz und Gewinnmaximierung der Exportindustrie, ist der Weltfriede ziemlich egal. Abschottung gegen Nicht EU Immigranten durch rigorose Ausländerpolitik und  Abschiebungspraktiken.

Die Menschenrechtlerin Swetlana Gannuschkina warf dem Nobelpreis-Komitee “Impotenz” vor. Die Verleihung des Preises an eine staatliche bürokratische Struktur wie die EU sei “lächerlich”, sagte sie.

Um doch noch die Kurve zum Thema fair zu Mensch und Natur zu kriegen:

Der  als „Alternativer Nobelpreis“ bezeichnete  ‘Right Livelihood Award‘ ehrt jedes Jahr  seit 1980 Menschen, die für Gerechtigkeit, Umweltschutz und Menschlichkeit kämpfen.

Eine der drei Auszeichnungen 2012 erhält die afghanische Ärztin und Menschenrechtlerin Sima Samar für ihren Kampf für die Frauenrechte, und zwar für ihren “Mut und ihre Entschlossenheit [..] in einer der instabilsten Regionen der Welt”.

Die zweite Auszeichnung geht an den US-Wissenschaftler Gene Sharp für die von ihm entwickelten Strategien zu m gewaltlosen Widerstand. Der Right Livelihood Award-Stiftung zufolge erhält Sharp den Preis „für die Entwicklung und Verbreitung der Prinzipien und Strategien des gewaltlosen Widerstandes und seine aktive Unterstützung für deren praktische Umsetzung in Konfliktsituationen weltweit“.

Sima Samar und Gene Sharp: Alternative Nobelpreisträger 2012 (Foto: DPA / AFP)

 

 

Der dritte Preisträger ist die britische  Organistaion CAAT („Campaign Against Arms Trade“). Sie erhält die Auszeichnung “für ihren innovativen und effektiven Widerstand gegen den globalen Waffenhandel”, wie die „Right-Livelihood-Stiftung am 27. September 2012 mitteilte.

Der nicht dotierte Ehrenpreis geht dieses Jahr an den türkischen Unternehmer und Umweltschützer Hayrettin Karaca „für sein lebenslanges Eintreten für den Schutz der Natur, das den eigenen unternehmerischen Erfolg mit dem erfolgreichen Einsatz für die Umwelt verbindet“. Nach Angaben der Stiftung gilt der 90-Jährige in seinem Land als der „Großvater der türkischen Umweltbewegung“.

http://www.yardimx.net/wp-content/uploads/2011/03/Hayrettin-Karaca1.jpg

 

Überreicht werden die vier Auszeichnungen am 7. Dezember 2012 im Schwedischen Reichstag. Nähere Informationen über den  ‘Right Livelihood Award’ und die diesjährigen PreisträgerInnen unter http://www.rightlivelihood.org/

Mir scheint die Vergabe des alternativen Nobelpreis eher im Sinne eines Alfred Nobel zu sein als die Vergabepraxis der offiziellen Nobelpreise.

 

Schweine in den Müll

10. Oktober 2012

Ein riesen Skandal und passend zum Thema Lebensmittelverschwendung ist die Verschwendung von Fleisch, auf den ich durch konsumpf.de aufmerksam geworden bin. Um die Preise stabil zu halten, lohnt sich die massenhafte Vernichtung von Fleisch. Der SWR zeigte die Dokumentation von Edgar Verheyen „Schweine für den Müllcontainer – Warum es zu viel Fleisch gibt“.

An die 18 Milionen Schweine werden jährlich alleine in Deutschland vernichtet. Überproduktion wird mit Subventionen belohnt. Eine unglaubliche Sauerei, die wiedereinmal die Frage nach unserem Fleischkonsum aufwirft. Nicht nur die ungeheure Verschwendung von Resourcen für die Fleichproduktion, sondern auch die Frage nach dem Umgang mit Tieren, sollte uns alle bewegen, auf Fleisch weitesgehend zu verzichten, oder zumindest den Konsum einzuschränken und auf Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zurück zu greifen. (Siehe auch die Artikel über Massentierhaltung und Antibiotika, oder Fleischkonsum der ökologische Wahnsinn, sowie den Beitrag über Lebensmittelverschwendung).

Lebensmittelverschwendung

8. Oktober 2012

Die gigantische weltweite Lebensmittelverschwendung in den Industrienationen verschärft das Welthungerproblem.

Während weltweit etwa 870 Millionen Menschen akut hungern werden nach UNO Angaben ca. ein Drittel (jährlich 1,3 Milliarden Tonnen) der weltweit produzierten Lebensmitteln verschwendet.

Ca. 50kg Lebesnmittel werden täglich in einem Supermarkt vernichtet

Sucht man Verantwortliche für diesen Irrsin, sollte man fragen: ‘Wer profitiert am meisten von der Lebensmittleverschwendung?

Agrarindustrie, Lebensmittelkonzerne, Handelsketten, Agrochemie und nicht zuletzt Finanzjongleure die auf die Spekulation mit Lebensmitteln setzen,  haben ein fundamentales Interesse die Lebensmittelproduktion jedes Jahr zu steigern und durch steigende Preise einen maximalen Profit zu erzielen. Unterstützt von, durch massive Lobbyarbeit, weichgekochten Politikern wurden Gesetze für Haltbarkeits Kennzeichnungen auf den Weg gebracht, die dazu führen, dass Lebensmittel früher als notwendig aus den Supermarktregalen aussortiert und vernichtet werden. Die durch korrupte oder durch Lobbyarbeit beeinflussten Politiker in EU, Bund und Ländern fördern darüber hinaus eine Überproduktion von Lebensmittel durch Subventionen.

Der Film ‘Taste the Waste’ hat eine weltweite Diskussion ausgelöst, die selbst das Landwirtschaftsministerium von Ilse Aigner wachrüttelte. Es gab bei der Universität Stuttgart eine Studie in Auftrag um die Verschwendung von Lebensmitteln in Deutschland zu untersuchen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass deutschlandweit jährlich ca. 11 Mio. Tonnen Lebensmittel im Müll landen.  61 % davon in privaten Haushalten.  Nicht erfasst wurden allerdings die Abfälle in der Landwirtschaft. Darüber hinaus sind die Zahlen aus dem Handel sehr ungenau, da die Supermärkte keine ausreichende Auskunft über die weggeworfenen Mengen an Lebensmittel gaben. So versucht die Politik einmal mehr, die alleinige Verantwortung auf die Verbraucher abzuwälzen und gibt Info Broschüren über die Bedeutung des Haltbarkeitsdatums raus, statt Gesetzte auf den Weg zu bringen um die Ursachen der Verschwendung, wie Subventionen für Überproduktion u.a., zu beseitigen.

 

 

Fleischkonsum – der ökologische Wahnsinn

4. Oktober 2012

Unmässiger Fleichkonsum ist ein ökologischer Wahnsinn und mitverantwortlich für Klimawandel, Hunger in der Welt, Artensterben und Umweltverschmutzung.

Die Albert-Schweitzer Stiftung hat eine Broschüre herausgebracht, die uns Verbraucher auffordert aktiv gegen die Massentierhaltung tätig zu werden. Sehr empfehlenswert

Aktiv gegen Massentierhaltung

Beim Thema Fleischkonsum stellt sich die Frage nach dem fair in ganz anderer Weise. Ist es grundsätzlich fair Fleisch zu essen? Wir Menschen sind Allesfresser und daher nicht auf Fleisch angwiesen.

Allen die dieses Thema vertiefen wollen sei das Buch von Jonathan Safran FoerTiere essen‘ wärmstens empfohlen. Es zeigt in eindringlicher Form die Folgen für unsere Umwelt, die Auswirkungen auf uns selber und natürlich auf die Qualen der Tiere auf.

Sollte man trotzdem nicht vollkommen auf Fleisch verzichten wollen, sollte man zumindest überlegen, ob es wirklich jeden Tag Fleisch sein muss, oder ob ein bis zweimal in der Woche eine Fleischmalzeit auch ausreicht. Eine Reduzierung des Fleischkonsums ist für die Tiere, die Umwelt und letztendlich auch für den Menschen eine Notwendigkeit. Darüber hinaus sollte man kein Fleisch aus Qualzucht der Massentierhaltung kaufen.

Nicht nur, dass man seinem eigenen Körper schadet, durch Hormone, Medikamente und alle möglichen Krankheitserreger (hierzu auch der Artikel: Massentierhaltung und Anitbiotika) darüber hinaus schadet die Massentierhaltung der Umwelt in massiver Weise: Vernichtung wertvollen Ackerlands und Trinkwasserreserven, Energieverschwändung durch lange Transportwege, katastrophape CO2 Bilanz u.a. Vom Tierschutz kann in der Massentierhaltung ohnehin keine Rede sein.

Käfighaltung

Massenschlachtungen bei denen unzählige Tiere jeden Tag bei lebendigem Leibe verbrüht werden und die Haut abgezogen bekommen. Eine echte Sauerei

Was kann ich tun?

Eßt kein Fleisch oder deutlich weniger!

Kauft nur Fleisch aus Bioproduktion und auch da nur von Züchtern, die artgerechte Haltung und schmerzfreie Schlachtung garantieren! Nicht jedes Fleisch das ein EU-Biosiegel trägt bürgt auch für artgerechte Tierhaltung. siehe den Bericht über Billig Bio

Ein guter Tip ist das Fleisch von Neuland. Der NEULAND – Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung e.V. wurde von fünf gesellschaftlichen Verbänden gegründet, von denen heute noch der “Deutsche Tierschutzbund” (DTSchB), der “Bund für Umwelt und Naturschutz” (BUND) und die “Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft” (AbL) als Trägerverbände fungieren. Hier findet Ihr einen Neuland Betrieb in Eurer Nähe. Aber auch jeder Bioladen bietet Fleisch aus artgerechter, umweltschonender, biologischer Tierhaltung.

So lebe ich fettlos, fleischlos, fischlos dahin,
fühle mich aber ganz wohl dabei.
Fast scheint mir, dass der Mensch gar nicht
als Raubtier geboren ist.
Albert Einstein (1879–1955)

Sozial-ökologische Banken – faire Finanzprodukte

3. Oktober 2012

Banken, die sich sozial, ethisch und ökologisch orientieren bieten zunehmend faire Finanzprodukte an. Green Money erfreut sich bei den Anlegern, die ihr Geld nachhaltig investieren wollen, zunehmender Beliebtheit und erzielten in den  letzten Jahren Wachstumsraten von 20 bis 30 Prozent.

Das Ansehen der konventionellen Banken in der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren der Finanzkrise  zunehmend verschlechtert. Spekulationen auf Nahrungsmittel und Rohstoffe zu Lasten der 3. Welt, Boni für Investmentbanker trotz verspielter Milliarden, Zinsmanipulationen von Grossbanken am Liborzins zu Lasten von Anlegern und schlechte Beratung bei der Geldanlage verärgern immer mehr Menschen.

In Griechenland, Spanien, Italien und anderen EU-Ländern gehen immer mehr Menschen auf die Strassen um gegen die unsoziale Sparpolitik ihrer Regierungen zu protestieren. Während mit Milliarden die Banken und Anleger gerettet werden, verarmen immer mehr Menschen durch Sparmassnahmen wie Renten- und Lohnkürzungen, Abbau der Sozialleistungen, Steuererhöhungen auf Verbrauchsgüter u.a. Während sich einige Wenige durch die riskanten Zockereien, die in die Finanzkrise geführt haben, eine goldene Nase verdient haben, muss die Mehrheit der Bevölkerung die Zeche zahlen. (siehe auch den Artikel ‘Umverteilen‘.)

Trotzdem sind alternative Banken, die sich auf Investitionen und Kreditvergaben für nachhaltige, ökologische und soziale Projekte spezialisiert haben in der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt.

Banken wie die Triodos Bank, die Ethik Bank, die Umweltbank und die GLS Bankhaben sich auf sozial-ethische

Anlagen spezialisiert. Diese Banken haben Ausschluss- und positiv Kriterien für die Investions- und Kreditvergabe, die man auf den jewiligen Internetseiten finden kann.  Anlagekriterien am Beispiel der Ethik Bank:

Basis aller Geschäfte der EthikBank ist ihre sozialökologische Anlagepolitik – ein Mix aus Tabu- und Positivkriterien. So investiert die EthikBank das Geld ihrer Kunden nicht in Rüstungsgeschäfte, Atomkraft oder in Unternehmen, die Kinderarbeit zulassen. Die Unternehmen, die Geld von der EthikBank bekommen, müssen sich aktiv für eine nachhaltige Wirtschaftsweise engagieren.

Die EthikBank fördert je ein Ethik-, Frauen- und Umweltprojekt. Auch die EthikBank-Kunden können diese Projekte durch die Wahl eines Förderkontos unterstützen. …

(Quelle: Internetseite der Ethikbank.)

Mehr zum Thema faire Finanzprodukte, green Money auf der Seite Finanzprodukte hier auf dem farikaufen-Blog.

 
Auf der ATTAC Seite zu dem Thema findest Du u.a. Infos zur Geschäftspolitik der Grossbanken und eine Anleitung zum Bankenwechsel: KRÖTENWANDERUNG JETZT.
 

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