Fairkaufen Fair zu Umwelt, Mitmenschen und Tieren beim Einkauf

A chinese lion statue

Fairkaufen meint: die Welt verbessern durch bewussten nachhaltigen Konsum.

Bereits beim Einkauf kann jeder Einzelne seinen Teil dazu beitragen, diese Erde für Mensch und Natur lebenswerter zu gestalten. Wir als Verbraucher haben es in der Hand, die Anbieter zu einem fairen Umgang mit Menschen, Tieren und Umwelt zu bewegen, durch bewußtes und verantwortungsvolles Einkaufen. Produziert und gehandelt werden letztendlich doch nur Waren, die die Verbraucher (und das sind wir alle) auch kaufen.

Nachhaltiger Konsum

29. Februar 2012

Überlegungen, die neben dem Preis und der Nüzlichkeit eines Produktes vor dem Kauf angestellt werden sollten:

Wie wurde das Produkt das ich kaufen möchte produziert?

  • fair zur Umwelt? – Ohne Gifte, Monokultur, Raubbau,, CO2 neutral?
  • mit Blick auf Artenschutz, Verträglichkeit für Luft, Erde und Gewässer?
  • fair zu den Produzenten, Erntehelfern, Kleinbauern, Fabrikarbeitern?
  • fair zu Tieren? – Artgerechte Haltung?

Wie wurde das Produkt das ich kaufen möchte gehandelt?

  • Fair zu den Herstellern d.h. zu Preisen mit denen angemessene Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen realisiert werden können?

Wie werden die Menschen, die mir das Produkt verkaufen behandelt?

  • Faire Löhne und menschliche Arbeitsbedingungen für die VerkäuferInnen, die Lagerhelfer und   Subunternehmern hier bei uns vor Ort?

 

 Um Verbrauchern, die sich um Ihre Umwelt, um Tiere und vor allem um Ihre Mitmenschen Gedanken machen, eine Entscheidungshilfe bereits vor dem Einkauf zu geben, haben wir diesen Fairkaufen Blog ins Leben gerufen.

Video vom Bundesverband Verbraucher Initiative ev

Von welchen Produzenten, Anbietern kann ich bedenkenlos Produkte kaufen? Von welchen Handelsketten, Herstellern sollte ich auf keinen Fall kaufen? Welche Produkte kann ich guten Gewissens kaufen und welche besser nicht? Wo finde ich weiterführende Informationen? Wofür stehen die einzelnen Produkt Label? Diese und andere Fragen wollen wir hier so weit es geht beantworten, um jedem kritischen, bewussten Verbraucher beim fairkaufen eine Hilfestellung zu geben.

Gleichzeitig wollen wir hier besonders unfair agierende Firmen, die Ihre Mitarbeiter ausbeuten, die Umwelt belasten und/oder Kinderarbeit, Lohndumping bzw. Monopole innehaben anprangern. Wir Verbraucher können Firmen- aber auch Sozial- u. Wirtschaftspolitik nachhaltig beeinflussen, indem wir mit unserem Kaufverhalten unsere Zustimmung bzw. unser Ablehnung ausdrücken.

 

Fair zu Mensch und Natur konsumieren

18. Februar 2012

Der Verbraucher, also wir alle, haben es in der Hand, unseere Umwelt doch noch zu retten, Hungersnöte zu vemeiden und Kriege um die letzten Resourcen dieser Erde zu vermeiden, indem wir fair zu Mensch und Natur konsumieren. Nur so können wir die Anbieter zwingen ökologische- und menschenrechts Standards einzuhalten.

Der Begriff Fairkaufen findet sich zunehmend im Sprachgebrauch für Verbraucherangebote die sich auf fairgehandelte, biologische und umweltfreundliche Produkte konzentrieren. Während der Begriff Fairtrade die Angebotsseite, also Produzenten und Handel umfasst, ist mit Fairkaufen der Verbraucher direkt angesprochen. Wer als Konsument verantwortungsbewußt in Hinblick auf die Schonung unserer Umwelt, den fairen Umgang mit den Produzenten und artgerechte Tierhaltung einkaufen will, sollte wo es möglich ist ”biofair” einkaufen. Das bedeutet, Produkte die sowohl fair, als auch ökologisch mit Blick auf Nachhaltigkeit produziert und gehandelt werden.


Industrienorm für Saat- und Pflanzengut bedroht Artenvielfalt

29. April 2013

Agrarkonzerne haben es offenbar geschafft, die EU Komission durch intensive Lobbyarbeit dazu zu bewegen, einen Gesetzentwurf einzubringen, der es den Konzernen ermöglicht Ihre Industrienormen auf Saatgut EU weit durchzusetzen und damit ihre Monopolstellung weiter auszubauen. Die weltweit angemeldeten Patente auf Saatgut gehen immer mehr zur Lasten der Artenvielfalt, aber fördern auch Hungersnöte weltweit, da Bauern in armen Regionen das patentierte Saatgut nicht bezahlen können. Am 6. Mai will die EU-Komission über diesen Gesetzentwurf, der in erster Linie den Argrarkonzerne wie  Monsanto, BASF und Syngenta nützt abstimmen. Hierzu hat unter anderem Campact einen Online-Apell gestartet, den man, wie ich finde unterzeichnen sollte. Campact schreibt dazu:

‘…kommt der Entwurf aus der EU-Kommission durch, wäre es das Aus für viele alte Obst-, Gemüse- und Getreidesorten: Es dürfte nur noch Saat- und Pflanzgut von Sorten in den Handel, die den Industrienormen entsprechen – so wie es Agrarkonzerne wie Monsanto, Syngenta und BASF herstellen. Auf der Strecke blieben viele heimische Sorten, die unseren Speiseplan bereichern. Und dafür sorgen, dass sich unsere Landwirtschaft an den Klimawandel, neue Krankheiten und Schädlinge anpassen kann.

…… ‘ Mit einem Online-Appell zeigen wir, dass auch wir Verbraucherinnen und Verbraucher und die Anbauer in Deutschland bunte Vielfalt statt genormter Einfalt auf unseren Tellern, Feldern und in unseren Gärten wollen. In den kommenden Tagen wollen wir mindestens 100.000 Unterschriften sammeln und an die EU-Kommission übergeben. Helfen Sie mit?

Unterzeichnen Sie unseren Appell!

Nach den Plänen einer Fachabteilung der EU-Kommission dürften Betriebe, die pflanzliches Saatgut erzeugen, künftig nur noch Sorten verwenden, die ein amtliches Zulassungsverfahren durchlaufen haben. Das Problem: Das Verfahren ist aufwändig und teuer. Zudem können nur Sorten das Verfahren bestehen, die bestimmte Kriterien erfüllen – etwa einheitliches Wachstum. Viele traditionelle Kartoffel-, Tomaten- oder Gurken-Sorten zeichnen sich aber gerade durch ihre natürlichen Unterschiede aus.

Zwar soll es für alte Sorten ein vereinfachtes Verfahren geben. Doch dies gilt nur für Sorten, die nachweislich bereits auf dem Markt sind – und dies muss im Zweifelsfall erst einmal bewiesen werden. Wieder entdeckte Sorten oder neue Kreuzungen hätten von vornherein keine Chance.

Nur eine große Auswahl an Obst-, Gemüse- und Getreidesorten und damit eine breite genetische Ausgangsbasis sichert, dass sich unsere Landwirtschaft an den Klimawandel, neue Krankheiten, Schädlinge und neue Lebensstile anpassen kann. Die geplante EU-Saatgutverordnung muss Vielfalt auf unseren Feldern und Tellern ermöglichen, statt sie zu vernichten.

Fleischatlas vom BUND – Kritik an Fleischkonsum und Subventionen für Fleischkonzerne

22. März 2013

Der erste deutsche Fleischatlas herausgegeben von BUND für Umwelt- und Naturschutz, der Heinrich-Böll-Stiftung und Le Monde diplomatique bringt es auf den Punkt: wir Deutschen essen zuviel Fleisch.

Ca. 60 kg Fleisch pro Jahr verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt. Bedenkt man, dass Säuglinge, Kleinkinder, ältere Mitbürger sehr viel weniger essen und Vegetarier und Veganer überhaupt kein Fleisch zu sich nehmen, ißt der Durchschnittsdeutsche sogar deutlich mehr als diese 60 kg Fleisch.

Welche Auswirkungen das für unsere Umwelt, für den Umgang mit den Tieren speziell in der auch noch stark subventionierten Massentierhaltung der großen Fleischkonzerne, aber auch für unsere Gesundheit und die globale Wirtschaft hat, kann man in dem informativen und kritischen Fleischatlas nachlesen. Den ich Euch hiermit eindringlich empfehlen möchte.

Die Deutschen essen zu viel Fleisch, belegt der erste deutsche Fleischatlas.
Die Deutschen essen zu viel Fleisch, belegt der erste deutsche Fleischatlas. (Foto: dapd)

„Der Fleischatlas soll”, so Barbara Unmüßig – Stiftungsvorstand, ” Daten und Fakten zu den globalen Auswirkungen und Dimensionen unseres Fleischkonsums liefern“  Die intensive Fleischproduktion ist  lt. Unmüßig nicht nur qualvoll für die Tiere und belastet die Umwelt, sie verschlingt auch enorme Mengen an Rohstoffen, die als Futtermittel importiert werden müssen.

So importiert Deutschland mittlerweile gleich nach China weltweit die meisten Sojaprodukt für die ‘Fleischproduktion‘  die vor allem aus Argentinien und Brasilien kommen.

„Mittlerweile wird nahezu ein Drittel der weltweiten Landflächen für die Futtermittelproduktion genutzt sagt Unmüßig“  Das geht natürlich zu Lasten der Lebensmittelproduktion und erhöht dadurch auch die weltweiten Marktpreise für Nahrung, wodurch dem Hunger in der Welt zusätzlich Vorschub geleistet wird.
Die  Nitratrichtlinie der EU wird bei uns in einigen Bundesländern stark  aufgeweicht. So dürfen auf einigen deutschen Landwirtschaftsflächen bis zu 230 kg Nitrat pro ha. aufgebracht werden statt der 170 kg. Dies lockt auch die ausländische Fleischindustrie an. Daher bietet Deutschland hervorragende Bedingungen für die Massentierhaltung.
Beim BUND gibt es mehr Infos und den deutschen Fleischatlas zum herunterladen.

http://www.bund.net/uploads/pics/cover_web.jpg

Nahrungsmittel Spekulation – Die Deutsche Bank weiterhin in der Kritik

22. Januar 2013

Die Deutsche Bank setzt auch weiterhin auf Profit durch Nahrungsmittel Spekulation. Obwohl Ackermann bereits 2011 erklärt hatte, die Deutsche Bank werde ihr Engagement bei den Spekulationen auf Lebensmittel überprüfen,

Am Wochenende 21.01.2013  hat Jürgen Fitschen, der Deutsche Bank Chef, auf der Grünen Woche in Berlin verkündet, dass die Deutche Bank ihre Wetten auf Nahrungsmittelpreise weiterhin  anbieten will.

Während weltweit fast eine Milliarde Menschen hungern treiben die  Nahrungsmittel Spekulationen die Preise in die Höhe und machen damit Lebensmittel für die ärmsten Menschen unbezahlbar.

Dies Entscheidung begründet die Deutsche Bank damit: , “dass es kaum stichhaltige empirische Belege für die Behauptung gibt, die zunehmende Bedeutung von Agrarfinanzprodukten sei für Preissteigerungen oder erhöhte Preisschwankungen verantwortlich”. Was heist denn hier ‘kaum Belege’. Es gibt also einige Belege und dass sollte Grund genug sein diese verheerenden Finanzprodukte endlich vom Markt zu nehmen. Aber die Deutsche Bank schert sich offensichtlich wenig um ihren Ruf. Die Skandale der letzten Monate sind kaum vergessen, da zeigt sich die Bank schon wieder als ein Institut,  das keinerlei Skrupel kennt wenn des um satte Profite geht.



Nahrungsmittelspekulation

Dass es durchaus auch ohne skrupeloses Finanzgebahren geht, zeigen die s.g. alternativen Banken wie : Triodos Bank, die Ethik Bank, die Umweltbank und die GLS Bank , die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen.

Auf der ATTAC Seite findest Ihr u.a. Infos zur Geschäftspolitik der Grossbanken und eine Anleitung zum Bankenwechsel: KRÖTENWANDERUNG JETZT.

Mehr Infos zu Green Money, alternative Banken findet Ihr weiter unten auf dem Beitrag: Sozial-ökologische Banken – faire Finanzprodukte und auf der Seite: Finanzprodukte

Kentucky Fried Chicken (KFC) und der Kinderschutzbund – wie durch Spenden ein zweifelhaftes Image aufpoliert wird

4. Januar 2013

Liest man die Überschrift sollte man meinen, der deutsche Kinderschutzbund hätte vehement Kritik an der Fastfood Kette Kentucky Fried Chicken geübt. Grund genug hätte er ja, ist doch erwiesen, das Fastfood für Kinder hochgradig ungesund ist. Seit Gründung der ersten Fastfood Ketten hat  die Anzahl der fettleibigen Kinder drastisch zugenomme. Mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche sind heutzutage übergewichtig. Dazu kommen Gefahren durch multiresistente Keime durch übermäßigen Antibiotikaeinsatz gerade bei der Hähnchenmast, von den unmenschlichen Bedingungen der Massentierhaltung  den gequälten Tiere  und den Zuständen in den Schlachthöfen mit ihrer Fließband tötung gar nicht zu reden.  (Zu den Lieferanten von KFC in Deutschland gehört der Geflügel-Gigant Wiesenhof, der für seine Skandale berühmt-berüchtigt ist.)

KFC und der Kinderschutzbund

Fastfood für Kinder

Aber leider ist die Wahrheit schockierend: Der Deutsche Kinderschutzbund geht mit der Fastfoodkette eine Allianz ein:

wie der Gießener Anzeiger berichtet am 24. November 2012 berichtet wird der Orts- und Kreisverband des Deutschen Kinderschutzbundes zukünftig Sozialpartner einer neu eröffneten Ketnucky Fried Chicken Filiale sein. Die Spenden sollen für das Kinderrechtprojekt verwendet werden.

Nun ist dies sicherlich eine gut gemeinte Aktion, Spenden für dieses Projekt einzusammeln, aber leider läßt sich der Kinderschutzbund hier von KFC vor den falschen  Karren spannen .Durch diese Spendenaktion bessert KFC sein Image auf und erschliest sich neue Käuferschichten. Statt die Kinder vor den Gefahren des Fastfood zu warnen muss bei Ihnen und den Eltern der Eindruck entstehen: das Essen einer so netten Fastfood Kette kann ja nicht so schlecht sein, wenn die sich so für uns Kinder angagieren und auch der Kinderschutzbund mit denen zusammenarbeitet.

Der Staat zieht sich immer häufiger aufgrund von Sparmaßnahmen aus der sozialen Verantwortung zurück. Daher sind soziale Einrichtungen auf private Spenden angewiesen, die immer öfter von Konzernen mit zweifelhaftem Ruf dazu missbraucht werden das eigene Image durch dieses s.g. Social Sponsoring aufzupolieren.

Schmutzige Schokolade – Kindersklaven schuften für unser süsses Vergnügen.

16. Dezember 2012

Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, in der wir uns so gerne mit Schokolade vollstopfen um ein paar Endorphine in der grauen Jahreszeit auszuschütten, möchte ich nochmal an ein himmelschreiendes Unrecht erinnern, auf das die ARD in ihrer Dokumentation Schmutzige Schokolade hinweist. Pro Jahr konsumieren allein wir Europäer 1,5 mil.  Tonnen Schokolade (15 Milliarden Tafeln). Jeder Deutsche ca. 11 kg pro Jahr. Der Kakao für dieses süsse Vergnügen stammt zum überwiegenden Teil aus Westafrika und zwar hauptsächlich aus Ghana und der Elfenbeinküste. Die Kakaobauern erhalten für einen kg Kakao, aus denen ca. 40 Tafeln Schokolade produziert werden, gerade einmal einen Euro. Bereits die Exporteure verlangen für das kg Kakao 2,50 € und machen somit enorme Profite.

Weltweit schuften weit mehr als 200.000 Kindersklaven auf den Kakaoplantagen ohne einen einzigen Cent. Sie werden geschlagen, zur Arbeit angetrieben und streng bewacht. Viele der Kinder werden aus Mali verschleppt und auf die Kakaoplantaten an der Elfenbeinküste verkauft. Ein Kind kostet nach Angaben eines Plantagenbesitzers, der von den Reportern befragt wurde ca. 230,-€ und kann dafür unbegrenzt ausgebeutet werden.

Wer diesen Bericht gesehen hat, kann nicht mehr guten Gewissens Schokolade essen, die nicht ausdrücklich als fairtrade zertifiziert wurde.

Wenn wir es wirklich ernst meinen mit unserer gerade zu Weihnachten so oft beschworenen Nächstenliebe, dann sollten wir nicht um ein paar Cent zu sparen billige Schokolade kaufen, die mit Kakao hergestellt wurde, der mit Hilfe von Kinderhandel und Kinderarbeit gewonnen wurde. Nur bei Schokolade mit dem Fairtrade Siegel, kann man sicher sein, dass die Zutaten ohne Kinderarbeit gewonnen wurden und die Kakaobauern einen fairen Preis für ihre Produkte erhalten.

P.S.: inzwischen ist drei Jahre nach dem ersten Bericht über Schmutzige Schokolade der 2. Bericht am Di. 18.12.12 in der ARD erschienen, der zeigt, dass sich entgegen den Versrprechungen der Kakao und Schokoladenindustrie an den Prokuktionsbedingungen nicht viel geändert hat. Nach wie vor werden Kinder verschleppt um als Arbeitssklaven auf den Kakaoplantagen zu schuften. Den informativen Bericht, der einem den Appetit auf die schmutzige Schokolade nachhaltig verderben kann, gibt es hier:

 

 

Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie – fair gehandelte Kleidung

28. November 2012

Warum ist es so wichtig, dass wir Verbraucher auf fair gehandelte und ökologisch nachhaltig produzierte Kleidung beim Kauf achten?

Das Kleidung aus ökologisch nachhaltigen Rohstoffen, wie Biobaumwolle ohne chemische Farbstoffe für uns gesünder ist und die Umwelt entlasten, hat sich schon hinlänglich herumgesprochen. Das es aber mindestens genauso wichtig ist, unter welchen Arbeitsbedingungen unsere günstige Kleidung hergestellt wird, kann man gerade durch die aktuellen Berichte in den Medien über die Brände in den Nähereien von Bangladesch erkennen. In der Nacht von Sa. 24.11.2012 auf  Sonntag verbrannten in einer Textilfabrik in Bangladesh über 100 TextilarbeiterInnen. Laut Verdi kamen zwischen 2006 und 2010 in Bangladesch mehr als 550 Beschäftigte bei Fabrikbränden ums Leben. Bereits im September 2012 war eine Fabrik im pakistanischen Karatschi abgebrannt, wobei 259 Menschen ums Leben kamen.

Brand in einer Testilfabrik in Bangladesch lässt erneut Fragen nach den Arbeitsbedingungen aufkommen

Leider wird die Öffentlichkeit in den Industrienationen immer erst durch derart verheerende Katastrophen auf die unmenschlichen Arbeitsbedingungen, die in den Erzeugerländern der Billigkleidung herrschen, aufmerksam. Dabei ist schon lange bekannt, dass in den Textilfabriken in China, Indien, Pakistan, Bangladesch und zunehmend auch in Lateinamerika unter Missachtung von Menschenrechts- Sozial- und Umweltstandards Kleidung für Konzerne wie TIK, H&M, C&A, die Metro Group, Walmart, Takko, Lidl  u.a. produziert wird. Dabei schrecken die Produzenten nicht zurück vor Kinderarbeit, Niedrichstlöhne (in Bangladesch ca. 30,-€/mtl.), Arbeitszeiten von bis zu 14 Std. an 7 Tg. wchtl., mangelnde hygienische Bedingungen, Verbot von Gewerkschaften und Betriebsräten usw.

Arbeitszeiten bis zu 14 Std.im Stehen – für 30,-€ mtl.

Die westlichen Konzerne verstecken sich nur allzu gerne hinter fragwürdigen Zertifikaten über Sozialstandards um ihren Ruf bei den Verbrauchern zu verbessern.

Viele Fabrikbesitzer kaufen sich die Bescheinigung über die Einhaltung von Sicherheitsstandards, um so die ausländischen Kunden ruhigzustellen, die eh nur ein Interesse haben, möglichst billig an Ware zu kommen“, sagt Phil Robertson von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Und Gisela Burckhardt von der deutschen Kampagne für Saubere Kleidung erklärt: “Inzwischen hat sich eine regelrechte Industrie von Sozialaudits entwickelt, in der Consulting-Unternehmen gut verdienen. Jährlich werden Tausende von Audits von Hunderten von Produzenten und Händlern in Auftrag gegeben“.

Kinderarbeit in der Textilindustrie noch weit verbreitet

Studien zeigen, dass sich durch die Einführung von Audits Mitte der neunziger nichts an den Sozial- und Sicherheitsstandards geändert hat.

Fazit ist, dass sich Kleidung nicht billig und gleichzeitig fair produzieren lässt. Schon gar nicht, wenn die beteiligten Unternehmen auch noch dicke Gewinne einfahren wollen. Einen interessanten Artikel zum Thema hat der Konsumpf Blog bereits im Okt.2011 veröffentlicht.

Darum ist es so wichtig, dass wir Verbraucher nicht nur auf den Preis schielen, sondern auch darauf ob unsere Kleidung nach sozialen- und ökologischen Standards produziert wurde. Siegel wie das der Fair Wear Foundation und Fairtrade werden für Textilien vergeben, die umweltschonend und unter Beachtung sozialer Standards hergestellt werden. Das beinhaltet  Löhne von denen man leben kann und menschenwürdige Arbeitsbedingungen und das Verbot von Kinderarbeit.

giftige Chemikalien für unsere trendigen Klamotten

Merke: Geiz ist absolut nicht geil sondern meistens nur absolut unfair.

Zum Schluss möchte ich noch auf die sehr gute und damit unterstützungswerte Arbeit der CCC (Clean Clothes Campaign) aufmerksam machen. Die Kampagne für saubere Kleidung setzt sich weltweit für einheitliche Sozialstandards in der Textilindustrie ein.

Kampagne für saubere Kleidung

Ein weiterer Artikel über faire Kleidung in diesem Blog: Kleidung öko fair und trendi

 
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Fair schenken – Appell an das Christkind und seine Helfer

12. November 2012

Fair schenken gerade jetzt zur Weihnachtszeit! -  Der Einzelhandel erwartet für das Weihnachtsgeschäft 2012 einen Rekordumsatz von über 80 Milliarden Euro. Das Weihnachtsbudget der Menschen hierzulande steigt nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche im Schnitt um sieben Prozent auf 485 Euro pro Haushalt.

Konsumterror zur Weihnachtszeit. Süsser die Kassen nie klingeln

Die Briefkästen quellen über von bunten, Glück verheißenden Prospekten voll mit sinnlosen Konsumgütern. Die email Postfächer werden mit Spammails bombardiert und in den Schaufenstern der Konsumtempel werden die Waren mit Lametta, Kerzen und Weihnachtmännern verziert, die Konsummeilen mit Lichterketten überzogen und überhall nerven weihnachtliche Klänge und erinnern uns alle daran, das das größte Konsumrfest des Jahres angebrochen ist. Der Konsumrausch hilft uns den Novemberblues zu vergessen und unser Gehirn mit Endorphinen zu fluten, die wir jedes mal ausschütten, wenn wir etwas vermeintlich Schönes für uns oder unsere Lieben kaufen. Vergessend, das es sich hier eigentlich um ein christliches Fest der Liebe handelt, konsumieren wir, was das Konto hergibt.

Dabei könnten wir gerade zur Weihnachtszeit beweisen, dass es uns mit der so oft beschworenen Nächstenliebe ernst ist.

Konsumgüter, die mit Kinderarbeit, Billiglöhnen, von denen man nicht leben kann, und mit Produktionsmethoden, die unsere Umwelt zertören und den Klimawandel forcieren produziert wurden, ausgerechnet am s.g. Fest der Liebe zu verschenken hat schon etwas Sarkastisches.

Während wir Heiligabend unsere Geschenke auspacken: neueste technischen Geräte, unsere schönen neuen Klamotten und Unmengen Spielzeug, das die Kreativität lähmt und Kinderzimmer verstopft, verhungern tausende Menschen, schuften Kindersklaven und Billiglöhner, vergiften sich Grubenarbeiter, die Rohstoffe für Hightec abbauen, erkranken Textilarbeiter an den Ausdünstungen künstlicher Farben und Bleichmittel für unsere trendigen Klamotten, haben Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser weil Industriebetriebe das Grundwasser vergiften usw.  – Die Liste der Grausamkeiten, die wir durch unseren unreflektierten Konsum mitverantworten ja geradezu unterstützen ist ziemlich lang. Hier bekommt das Sprichwort ‘des einen Freud ist des anderen Leid‘ einen ganz neuen Aspekt.

Was können, ja was sollten wir Verbraucher tun? -

  • Das eine oder andere Geschenk (speziell auch Werbegeschenke an Geschäftspartner, oder an Freunde die schon alles haben) weglassen und durch eine Spende für soziale, wohltägige Institutionen ersetzen. Das kommt häufig besser an, als sinnlose, unnütze Geschenke, die beim Schrottwichteln landen.
  • Fair schenken:  d.h. Waren die nach sozialen Standards produziert, fair gehandelt und/oder ökologisch nachhaltig hergestellt wurden. Lieber etwas weniger, dafür fairer.
  • Stopft Euch Weihnachten nicht mit toten Tieren aus Massentierhaltungen voll. Auch hier: lieber etwas weniger dafür besser.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein faires Weihnachtsfest.

 

 

 

Fleisch und Fliegen – wie unfair ist das denn?

9. November 2012

Übermässiger Fleischkonsum und Billgflüge produzieren Unmengen CO2 und sind somit in starkem Maße mitverantwortlich für die Erderwärmung und den Klimawandel, der unsere Existenz bedroht.

Einen guten Beitrag zum Thema Fleisch essen, Fliegen und die Folgen für Umwelt (Klimawandel) und Gesellschaft von Hagen Rether

Fleisch essen und Fliegen hat doch nichts mehr mit persönlicher Freiheit zu tun.  Wir dürfen nicht die Freiheit haben die Welt zu ruinieren und millionen Menschen verhungern zu lassen’  ….’ ein Hamburger produziert 200,-$  Folgekosten für die Umwelt ‘sagt Hagen Rether

Die Forderung nach absolutem Fleischverzicht für alle und ein Verzicht auf das Fliegen werden sich in dieser Radikalität jedoch nicht durchsetzen lassen. Ein Verzicht auf Fleisch aus Massentierhaltung und eine deutliche Reduzierung des Fleischkonsums würden unserer Umwelt bereits einen guten Dienst erweisen. Fliegen trägt auch zur Völkerverständigung bei. Nur müssten die Schäden für die Umwelt von den Fluggesellschaften, die auch den Profit machen übernommen werden, dadurch würden sich die tatsächlichen Flugkosten in den Preisen niederschlagen und das Fliegen automatisch reduziert werden.

Welternährungstag 2012 – Lebensmittel fair teilen

16. Oktober 2012

FAO die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen wurde am 16.10.1945 gegründet. Seit 1979 wird am 16.10. der Welternährungstag begangen. 2012 steht der Tag unter dem Motto: Agricultural cooperatives – a key to feeding the world.

Zwar verringerte sich  die Zahl der Hungernden laut jüngstem Welthunger-Index seit 1990 um 26 Prozent, doch  870 Millionen Hungernde sind immer noch unerträglich viel. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter 10 Jahren, jeden Tag sterben 57.000 Menschen an Unterernährung, obwohl die Menge der produzierten Nahrungsmittel für alle reichen würde. Hunger ist demnach ein Verteilungsproblem und kein Produktionsproblem.  Dr. Hans R.Herren, Vizevorsitzender des Weltagrarberichts (IAASTD)  und  Gründer der Stiftung Biovision: ”[...] .. mit 4600 Kalorien pro Person und Tag produzieren wir heute doppelt so viel (Lebensmittel)  wie wir brauchen. Wir könnten also 14 Milliarden Leute satt bekommen. Doch von den 4600 Kilokalorien gehen 800 in die Fleischproduktion, 800 gehen beim Verarbeiten verloren und 30-50% werden weggeworfen.’  (hierzu auch die Artikel über Lebensmittelverschendung) .

Alle 5 Sec. verhungert ein Kind

 

Zudem sollten Kleinbauern  und Kooperativen in Entwicklungs- und Schwellenländern gefördert werden, indem sie ausreichend Einkommen, Ausbildung und vor allem gesicherten Zugang zu Agrarland  erhalten.

Spekulation auf Agrarflächen und auf Nahrungsmittel,  Nutzung von Agrarflächen zum Anbau von Pflanzen für die alternative Energiegewinnung in Biogasanlagen und als Biosprit, Monopole auf Saatgut, teurer Kunstdünger und Gentechnologien  erhöhen künstilich die Preise auf Nahrungsmittel.  Das trifft in besonderm Maße  arme Menschen, die sich die steigenden Lebensmittelpreise nicht leisten können.

Dr. Hans R.Herren (s.o.)  meint:  ökologische, nachhaltige Landwirtschaft könne den Einsatz von Kunstdünger, Schädlingsbekämpfungsmitteln und teuerer Gentechnologie überflüssig machen. Das liege jedoch nicht im Interesse der Industrie und der grossen Bauernverbände, deren Einfluss bis in die FAO reicht. (die Person, die für den Weltagrarbericht aus dem FAO Büro verantwortlich war arbeitet jetzt für die Bill Gates Foundation).  Die Bill Gates Foundation hat ein riesiges Programm aufgelegt, das den Verbrauch von Düngemitteln, Hybridsamen und – wo möglich die Gentechnik fördert. Der frühere Chef der Biotechnologie-Abteilung von Monsanto arbeitet jetzt bei der Billl Gates Stiftung.

Jan Ziegler,  von 2000 bis 2008 Sonderberichterstatter der UNO für das Recht auf Nahrung, der u.a. das sehr empfehlenswerte Buch: ‘Wir lassen sie verhungern‘  geschrieben hat, schreibt über die Ursachen und Folgen des Hungers:

Der Hunger ist menschengemacht, dieses tägliche Massaker des Hungers. Und ich wiederhole: alle fünf Sekunden stirbt ein Kind unter zehn Jahren und dieses Kind wird ermordet.” [...)   "Die Börsenspekulation mit Grundnahrungsmitteln kann morgen früh vom Bundestag verboten werden. Wir können die Totalentschuldung der ärmsten Länder durchsetzen, wenn wir den Finanzminister zwingen im Dezember bei der Generalversammlung des Weltwährungsfonds einmal für die sterbenden Kinder und nicht für die Gläubigerbanken in Frankfurt zu stimmen. Wir können den Landraub mindern und wir können die Fabrikation von Biotreibstoff und von Agrartreibstoffen verbieten, wenn das durch das Verbrennen von Nahrungsmitteln geschieht. [...] ..”Um 50 Liter Bioethanol für einen Autotank herzustellen, müssen 352 Kilo Mais verbrannt werden. Von 352 Kilo Mais lebt ein Kind in Sambia oder Mexiko, wo Mais das Grundnahrungsmittel ist, ein Jahr lang

Dem Westen wirft Ziegler vor, dass multinationale Konzerne die Preiskontrolle für Grundnahrungsmittel hochtreiben, Börsenspekulation und Agrartreibstoffe die Situation noch verschlimmern. Aber er kritisiert auch, dass in den Hungerländern selbst die eigene Landwirtschaft zugrunde gerichtet wird.

ein Jahr Nahrung für 50L Biosprit

Neben langfristigen Maßnahmen gegen den Hunger ist jedoch akute Hilfe dringend notwendig, besonders, wenn sich die Befürchtung bestätigt, dass neue akute Hungersnöte bevorstehen. Drastisch gestiegene Preise für Getreide und Milch an den Rohstoffbörsen wegen der schlimmsten Dürre in den USA seit mehr als 50 Jahren deuten alarmierend darauf hin.

Auch wenn Politiker, Großkonzerne und Bauernverbände gefordert sind ihre Politik im Sinne einer gerechteren Verteilung der reichlich vorhandenen Resourcen zu ändern, Soforthilfe auch durch Spenden an z.B. die Welthungerhilfe, Brot f. die Welt u.a. sind nach wie vor dringend erforderlich. Denkt daran, wenn Euch mal wieder schlecht ist, weil Ihr zu viel gegessen habt.

 

 

Friedensnobelpreis für EU – wie friedliebend ist EU-Politik wirklich?

15. Oktober 2012

Der Friedensnobelpreis ausgerechnet für die EU.  Das ist wirklich unglaublich und mit Sicherheit nicht im Sinne des Stifters Alfred Nobel

Friedensnobelpreis für EU

Ein Bankeneuropa, ein System aus Geld, Gier, Macht und Waffenhandel,welches Mitglieder ausbluten lässt erhält einen Preis – Halleluja (aus http://artcologne.blogspot.com/
von Art Cologne Mona Schwenker

 

Eigentlich;  so dachte ich zunächst,  passt das Thema nicht in den Kontext dieses Blogs.  Da mich dieser Preis aber unglaublich aufregt, habe ich mir mal Gedanken gemacht, wie friedliebend die Politik der EU wirklich ist:  militärische Interventionen in Jugoslawien (1999), Afghanistan, Irak, Lybien und bald vielleicht in Syrien.   Agrar- und Exportsubventionen und Einfuhrbeschränkungen mit den  Folgen: Armut und Hunger in der 3. Welt was wiederum zu Kriegen und innere Unruhen in den Ländern mit hoher Armut führt. Waffenexporte aus der EU in Krisengebiete,  EU Fischfangflotten vor der afrikanischen Küste. Sobald es um die eigene Wirtschaftskraft der EU geht, sprich Schaffung von Arbeitsplätzen, Umsatz und Gewinnmaximierung der Exportindustrie, ist der Weltfriede ziemlich egal. Abschottung gegen Nicht EU Immigranten durch rigorose Ausländerpolitik und  Abschiebungspraktiken.

Die Menschenrechtlerin Swetlana Gannuschkina warf dem Nobelpreis-Komitee “Impotenz” vor. Die Verleihung des Preises an eine staatliche bürokratische Struktur wie die EU sei “lächerlich”, sagte sie.

Um doch noch die Kurve zum Thema fair zu Mensch und Natur zu kriegen:

Der  als „Alternativer Nobelpreis“ bezeichnete  ’Right Livelihood Award‘ ehrt jedes Jahr  seit 1980 Menschen, die für Gerechtigkeit, Umweltschutz und Menschlichkeit kämpfen.

Eine der drei Auszeichnungen 2012 erhält die afghanische Ärztin und Menschenrechtlerin Sima Samar für ihren Kampf für die Frauenrechte, und zwar für ihren “Mut und ihre Entschlossenheit [..] in einer der instabilsten Regionen der Welt”.

Die zweite Auszeichnung geht an den US-Wissenschaftler Gene Sharp für die von ihm entwickelten Strategien zu m gewaltlosen Widerstand. Der Right Livelihood Award-Stiftung zufolge erhält Sharp den Preis „für die Entwicklung und Verbreitung der Prinzipien und Strategien des gewaltlosen Widerstandes und seine aktive Unterstützung für deren praktische Umsetzung in Konfliktsituationen weltweit“.

Sima Samar und Gene Sharp: Alternative Nobelpreisträger 2012 (Foto: DPA / AFP)

 

 

Der dritte Preisträger ist die britische  Organistaion CAAT („Campaign Against Arms Trade“). Sie erhält die Auszeichnung “für ihren innovativen und effektiven Widerstand gegen den globalen Waffenhandel”, wie die „Right-Livelihood-Stiftung am 27. September 2012 mitteilte.

Der nicht dotierte Ehrenpreis geht dieses Jahr an den türkischen Unternehmer und Umweltschützer Hayrettin Karaca „für sein lebenslanges Eintreten für den Schutz der Natur, das den eigenen unternehmerischen Erfolg mit dem erfolgreichen Einsatz für die Umwelt verbindet“. Nach Angaben der Stiftung gilt der 90-Jährige in seinem Land als der „Großvater der türkischen Umweltbewegung“.

http://www.yardimx.net/wp-content/uploads/2011/03/Hayrettin-Karaca1.jpg

 

Überreicht werden die vier Auszeichnungen am 7. Dezember 2012 im Schwedischen Reichstag. Nähere Informationen über den  ’Right Livelihood Award’ und die diesjährigen PreisträgerInnen unter http://www.rightlivelihood.org/

Mir scheint die Vergabe des alternativen Nobelpreis eher im Sinne eines Alfred Nobel zu sein als die Vergabepraxis der offiziellen Nobelpreise.

 

Schweine in den Müll

10. Oktober 2012

Ein riesen Skandal und passend zum Thema Lebensmittelverschwendung ist die Verschwendung von Fleisch, auf den ich durch konsumpf.de aufmerksam geworden bin. Um die Preise stabil zu halten, lohnt sich die massenhafte Vernichtung von Fleisch. Der SWR zeigte die Dokumentation von Edgar Verheyen „Schweine für den Müllcontainer – Warum es zu viel Fleisch gibt“.

An die 18 Milionen Schweine werden jährlich alleine in Deutschland vernichtet. Überproduktion wird mit Subventionen belohnt. Eine unglaubliche Sauerei, die wiedereinmal die Frage nach unserem Fleischkonsum aufwirft. Nicht nur die ungeheure Verschwendung von Resourcen für die Fleichproduktion, sondern auch die Frage nach dem Umgang mit Tieren, sollte uns alle bewegen, auf Fleisch weitesgehend zu verzichten, oder zumindest den Konsum einzuschränken und auf Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zurück zu greifen. (Siehe auch die Artikel über Massentierhaltung und Antibiotika, oder Fleischkonsum der ökologische Wahnsinn, sowie den Beitrag über Lebensmittelverschwendung).

Lebensmittelverschwendung

8. Oktober 2012

Die gigantische weltweite Lebensmittelverschwendung in den Industrienationen verschärft das Welthungerproblem.

Während weltweit etwa 870 Millionen Menschen akut hungern werden nach UNO Angaben ca. ein Drittel (jährlich 1,3 Milliarden Tonnen) der weltweit produzierten Lebensmitteln verschwendet.

Ca. 50kg Lebesnmittel werden täglich in einem Supermarkt vernichtet

Sucht man Verantwortliche für diesen Irrsin, sollte man fragen: ‘Wer profitiert am meisten von der Lebensmittleverschwendung?

Agrarindustrie, Lebensmittelkonzerne, Handelsketten, Agrochemie und nicht zuletzt Finanzjongleure die auf die Spekulation mit Lebensmitteln setzen,  haben ein fundamentales Interesse die Lebensmittelproduktion jedes Jahr zu steigern und durch steigende Preise einen maximalen Profit zu erzielen. Unterstützt von, durch massive Lobbyarbeit, weichgekochten Politikern wurden Gesetze für Haltbarkeits Kennzeichnungen auf den Weg gebracht, die dazu führen, dass Lebensmittel früher als notwendig aus den Supermarktregalen aussortiert und vernichtet werden. Die durch korrupte oder durch Lobbyarbeit beeinflussten Politiker in EU, Bund und Ländern fördern darüber hinaus eine Überproduktion von Lebensmittel durch Subventionen.

Der Film ‘Taste the Waste’ hat eine weltweite Diskussion ausgelöst, die selbst das Landwirtschaftsministerium von Ilse Aigner wachrüttelte. Es gab bei der Universität Stuttgart eine Studie in Auftrag um die Verschwendung von Lebensmitteln in Deutschland zu untersuchen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass deutschlandweit jährlich ca. 11 Mio. Tonnen Lebensmittel im Müll landen.  61 % davon in privaten Haushalten.  Nicht erfasst wurden allerdings die Abfälle in der Landwirtschaft. Darüber hinaus sind die Zahlen aus dem Handel sehr ungenau, da die Supermärkte keine ausreichende Auskunft über die weggeworfenen Mengen an Lebensmittel gaben. So versucht die Politik einmal mehr, die alleinige Verantwortung auf die Verbraucher abzuwälzen und gibt Info Broschüren über die Bedeutung des Haltbarkeitsdatums raus, statt Gesetzte auf den Weg zu bringen um die Ursachen der Verschwendung, wie Subventionen für Überproduktion u.a., zu beseitigen.

 

 

Fleischkonsum – der ökologische Wahnsinn

4. Oktober 2012

Unmässiger Fleichkonsum ist ein ökologischer Wahnsinn und mitverantwortlich für Klimawandel, Hunger in der Welt, Artensterben und Umweltverschmutzung.

Die Albert-Schweitzer Stiftung hat eine Broschüre herausgebracht, die uns Verbraucher auffordert aktiv gegen die Massentierhaltung tätig zu werden. Sehr empfehlenswert

Aktiv gegen Massentierhaltung

Beim Thema Fleischkonsum stellt sich die Frage nach dem fair in ganz anderer Weise. Ist es grundsätzlich fair Fleisch zu essen? Wir Menschen sind Allesfresser und daher nicht auf Fleisch angwiesen.

Allen die dieses Thema vertiefen wollen sei das Buch von Jonathan Safran FoerTiere essen‘ wärmstens empfohlen. Es zeigt in eindringlicher Form die Folgen für unsere Umwelt, die Auswirkungen auf uns selber und natürlich auf die Qualen der Tiere auf.

Sollte man trotzdem nicht vollkommen auf Fleisch verzichten wollen, sollte man zumindest überlegen, ob es wirklich jeden Tag Fleisch sein muss, oder ob ein bis zweimal in der Woche eine Fleischmalzeit auch ausreicht. Eine Reduzierung des Fleischkonsums ist für die Tiere, die Umwelt und letztendlich auch für den Menschen eine Notwendigkeit. Darüber hinaus sollte man kein Fleisch aus Qualzucht der Massentierhaltung kaufen.

Nicht nur, dass man seinem eigenen Körper schadet, durch Hormone, Medikamente und alle möglichen Krankheitserreger (hierzu auch der Artikel: Massentierhaltung und Anitbiotika) darüber hinaus schadet die Massentierhaltung der Umwelt in massiver Weise: Vernichtung wertvollen Ackerlands und Trinkwasserreserven, Energieverschwändung durch lange Transportwege, katastrophape CO2 Bilanz u.a. Vom Tierschutz kann in der Massentierhaltung ohnehin keine Rede sein.

Käfighaltung

Massenschlachtungen bei denen unzählige Tiere jeden Tag bei lebendigem Leibe verbrüht werden und die Haut abgezogen bekommen. Eine echte Sauerei

Was kann ich tun?

Eßt kein Fleisch oder deutlich weniger!

Kauft nur Fleisch aus Bioproduktion und auch da nur von Züchtern, die artgerechte Haltung und schmerzfreie Schlachtung garantieren! Nicht jedes Fleisch das ein EU-Biosiegel trägt bürgt auch für artgerechte Tierhaltung. siehe den Bericht über Billig Bio

Ein guter Tip ist das Fleisch von Neuland. Der NEULAND – Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung e.V. wurde von fünf gesellschaftlichen Verbänden gegründet, von denen heute noch der “Deutsche Tierschutzbund” (DTSchB), der “Bund für Umwelt und Naturschutz” (BUND) und die “Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft” (AbL) als Trägerverbände fungieren. Hier findet Ihr einen Neuland Betrieb in Eurer Nähe. Aber auch jeder Bioladen bietet Fleisch aus artgerechter, umweltschonender, biologischer Tierhaltung.

So lebe ich fettlos, fleischlos, fischlos dahin,
fühle mich aber ganz wohl dabei.
Fast scheint mir, dass der Mensch gar nicht
als Raubtier geboren ist.
Albert Einstein (1879–1955)

Sozial-ökologische Banken – faire Finanzprodukte

3. Oktober 2012

Banken, die sich sozial, ethisch und ökologisch orientieren bieten zunehmend faire Finanzprodukte an. Green Money erfreut sich bei den Anlegern, die ihr Geld nachhaltig investieren wollen, zunehmender Beliebtheit und erzielten in den  letzten Jahren Wachstumsraten von 20 bis 30 Prozent.

Das Ansehen der konventionellen Banken in der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren der Finanzkrise  zunehmend verschlechtert. Spekulationen auf Nahrungsmittel und Rohstoffe zu Lasten der 3. Welt, Boni für Investmentbanker trotz verspielter Milliarden, Zinsmanipulationen von Grossbanken am Liborzins zu Lasten von Anlegern und schlechte Beratung bei der Geldanlage verärgern immer mehr Menschen.

In Griechenland, Spanien, Italien und anderen EU-Ländern gehen immer mehr Menschen auf die Strassen um gegen die unsoziale Sparpolitik ihrer Regierungen zu protestieren. Während mit Milliarden die Banken und Anleger gerettet werden, verarmen immer mehr Menschen durch Sparmassnahmen wie Renten- und Lohnkürzungen, Abbau der Sozialleistungen, Steuererhöhungen auf Verbrauchsgüter u.a. Während sich einige Wenige durch die riskanten Zockereien, die in die Finanzkrise geführt haben, eine goldene Nase verdient haben, muss die Mehrheit der Bevölkerung die Zeche zahlen. (siehe auch den Artikel ‘Umverteilen‘.)

Trotzdem sind alternative Banken, die sich auf Investitionen und Kreditvergaben für nachhaltige, ökologische und soziale Projekte spezialisiert haben in der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt.

Banken wie die Triodos Bank, die Ethik Bank, die Umweltbank und die GLS Bankhaben sich auf sozial-ethische

Anlagen spezialisiert. Diese Banken haben Ausschluss- und positiv Kriterien für die Investions- und Kreditvergabe, die man auf den jewiligen Internetseiten finden kann.  Anlagekriterien am Beispiel der Ethik Bank:

Basis aller Geschäfte der EthikBank ist ihre sozialökologische Anlagepolitik – ein Mix aus Tabu- und Positivkriterien. So investiert die EthikBank das Geld ihrer Kunden nicht in Rüstungsgeschäfte, Atomkraft oder in Unternehmen, die Kinderarbeit zulassen. Die Unternehmen, die Geld von der EthikBank bekommen, müssen sich aktiv für eine nachhaltige Wirtschaftsweise engagieren.

Die EthikBank fördert je ein Ethik-, Frauen- und Umweltprojekt. Auch die EthikBank-Kunden können diese Projekte durch die Wahl eines Förderkontos unterstützen. …

(Quelle: Internetseite der Ethikbank.)

Mehr zum Thema faire Finanzprodukte, green Money auf der Seite Finanzprodukte hier auf dem farikaufen-Blog.

 
Auf der ATTAC Seite zu dem Thema findest Du u.a. Infos zur Geschäftspolitik der Grossbanken und eine Anleitung zum Bankenwechsel: KRÖTENWANDERUNG JETZT.
 

Umverteilen – Proteste für Umfairteilung

1. Oktober 2012

Das Aktionsbündnis umfairteilen aus mehr als 300 Organisationen, Parteien, Gewerkschaften und Sozialverbänden hat am Sa. 29.09.2012 zu einem bundesweiten Protest gegen ungerechte Verteilung des Gesellschaftlichen Reichtums und für eine gerechte Umfairteilung aufgerufen.

Neoliberalismus stoppen – Reichtum umverteilen

Mehr als 40.000 Menschen in 40 Städten gingen auf die Strasse um gegen die Folgen der neoliberalen Politik zu demonstrieren.

Der neueste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt, was millionen Menschen in Deutschland bereits am eigenen Leibe tagtäglich erfahren müssen: immer mehr Menschen der Mittelschicht stürzen ab in die Unterschicht, die zusehens ärmer wird zur Freude einer kleinen immer reicher werdenden Oberschicht.

Diese Entwicklung  verdanken wir der  weltweiten Erstarkung des Neoliberalismus in den letzten Jahren, die in Deutschland zunächst durch die Agenda 2010, die Hartz IV Gesetze und der Liberalisierung des Kapitalmarktes, der Rot/Grünen Regierung unterstützt  und später erfolgreich durch Schwarz/Gelb vorangetrieben wurde.

Grünen-Chefin Claudia Roth warnte jetzt auf der ‘Umfaiteilen’ Demo vor einem zunehmenden Auseinanderdriften der Gesellschaft: “Unser Gemeinwesen nimmt deutlichen Schaden, wenn wir nicht bald umsteuern”, sagte sie der dpa. Es könne nicht sein, “dass eine kleine Gruppe Vermögender immer mehr privates Kapital anhäuft, während Schwimmbäder schließen müssen oder kommunale Krankenhäuser keine ordentlichen Gehälter mehr zahlen können.” Immer mehr Menschen würden abgehängt, während die Gruppe der Reichen nicht ausreichend in die Verantwortung für das Gemeinwohl genommen werde: “Wir brauchen deshalb endlich eine Vermögensabgabe.”

Auch wenn die Aktion bereits gelaufen ist, das Video ist seh informativ

Die Folgen des Turbokapitalismus und der Liberalisierung der Finanzmärkte, die trotz gegenteiliger Versprechen der Politik nicht ausreichend reguliert werden, beschreibt in anschaulicher Weise  der Artikel von Konsumpf:  ‘Der ökonomische Putsch – was hinter den Finanzkrisen steckt‘, der auf einem hörenswerten Bericht des WDR-Hörfunks aufbaut. Neoliberalismus gefährdet unsere Demokratie!

2013 sind Wahlen !!! Lest die Parteiprogramme und fragt die Pollitiker, wie sie die, ausser Kontrollle geratenen, Finanzmärkte regulieren wollen. Was sie gegen die zunehmende Armut (Altersarmut, Armut alleinerziehender Frauen, Armut durch Niedriglöhne u.a.) unternehmen wollen und wie sie den gesellschaftlichen Reichtum gerecht umfairteilen wollen. (Das Privatvermögen der Deutschen wird auf 10 Billionen Euro geschätzt.)

 

 

 

Massentierhaltung und Antibiotika

27. September 2012

Durch den massiven Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung werden multiresistente Keime gezüchtet, gegen die im Erkrankungsfall kein Medikament mehr hilft.

Leider ist Massentierhaltung ohne Antibiotika nicht möglich, da auf engem Raum viele Tiere zusammengefercht werden, was allen möglichen Ansteckungskrankheiten und Keimen Vorschub leistet. Daher können die Tiere nur bei halbwegs guter Gesundheit durch die präventive Gabe von Antibiotika gehalten werden.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz gab bekannt, dass 2011 in der Tierhaltung 1.734 Tonnen Antibiotika eingesetzt wurden. Das ist  sieben Mal soviel wie in der Humanmedizin. Laut Gesetzentwurf von Ministern Aigner soll als Obergrenze für den Antibiotika Einsatz die durchschnittliche Menge des Vorjahres gelten. Das würde bedeuten, die 1.734 Tonne würden zum Richtwert. Abgesehen davon ist nicht klar, wie das kontrolliert werden soll.

Die Forderung sollte allerdings nicht lauten: ‘weniger Antibiotika in der Massentierhaltung‘, sondern Einschränkung bzw. sogar Verbot dieser nicht artgerechten Tierqüälerei durch Massentierhaltung.

Was kann ich als Verbraucher tun? – Kauft kein Fleich aus Massentierhaltung! Eßt wenig bis kein Fleisch und wenn dann nur aus biologischer, artgerechter Tierhaltung. Der Verein NEULAND züchtet Tiere nach ökologischen und artgerechten Kritierien und erfüllt strenge Auflagen des Tierschutz. Ein NEULAND Betrieb in Eurer Nähe findet Ihr hier Unterstützt die Initiative der Albert-Schweitzer Stiftung gegen Massentierhaltung.     (Mehr zum Thema Fleisch fairkaufen, Massentierhaltung und die Folgen übermäßigen Fleischkonsums auf der Seite Fleisch-Fairkaufen in diesem Blog)

artgerechte Tierhaltung

Kein Fleich aus Massentierhaltung kaufen!

 

Wie bereits in dem Artikel über Billig Bio aus dem Supermarkt beschrieben gibt allerdings das EU-Biosiegel keine Garantie für artgerechte Tierhaltung. Hier sind die Kriterien für die Tierhaltung bei Naturland, Demeter und Bioland wesentlich strenger, so dass bei diesen Siegeln von artgerechter und biologisch nachhaltiger Tierhaltung ausgegangen werden kann.

 

Kleidung öko-fair und trendi

25. September 2012

Lohnsklaven, Kinderabeit, hochgiftige Bleich- und Färbemittel, gesundheitsschädliche Produktion von s.g. ‘stone washed’ Jeans und umweltzerstörende Monokultur beim Anbau von Baumwolle, sind nur einige Stichworte zum Thema billige Kleidung und andere Textilien aus Massenproduktion in Billglohnländern. Wer ernsthaft Wert auf fair und nachhaltig produzierte Kleidung legt sollte auf jeden Fall Billiganbieter wie KIK, H&M u.a. meiden. Ein T-Shirt für 9,-€, oder eine Jeans für 12,-€ kann nur unter menschenverachtenden und umweltzerstörenden Produktionsbedingungen hergestellt werden.

Aber auch hochpreisige Markenware wie Adidas, Nike, Lee, Wrangler u.a. werden z.T. unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert. Diese Firmen machen sich nicht selber die Hände schmutzig, sondern arbeiten mit Subunternehmen, die mit gnadenloser Ausbeutung von Arbeitskräften (auch Kinderarbeit) die Produktionskosten so gering wie möglich halten. So kostet Adidas und Konsorten die Herstellung eines Turnschuhs nicht viel mehr als einen Euro. Auf diese Weise lassen sich enorme Gewinne zur Freude der Aktionäre erwirtschaften. Kurz vor der Olympiade in London gehen die Veranstalter Vorwürfen nach, wonach ADIDAS Fabrikarbeiter in Kambodscha ausgebeutet haben soll. Trotz einer sechtage Woche haben die Arbeiter ein wöch. Grundgehalt von 50€ für die Herstellung von Olympia Fanartikeln erhalten.

Was kann der Verbraucher tun um dieses unfaire Treiben zu stoppen? -

Kauft nicht bei Billiganbietern, informiert Euch, wie die Kleidung produziert wurde, achtet auf Siegel wie das der ‘Fair Wear Foundation’ und dem ‘CCC’ (Clean Clothes Campaign). Kauft bei Lieferanten wie greenality, Hess Natur, DW-Shop, Waschbär, Vivanda, armedangels, Organic Fashion und viele mehr. (einfach mal nach Kleidung frairtrade googeln)

Am 13.08.12 wurde im 1.Programm der ARD ein Bericht über das wahrhaft schmutzige Geschäft mit verwaschen aussehenden Jeans im so beliebten ‘used look’ ausgestrahlt. Ein link zu diesem Bericht findet Ihr hier unten. Wer diesen Bericht gesehen hat, wird hoffentlich in Zukunft auf den ‘used look’ bei Jeans verzichten und fairer Weise seine Jeans bei Anbietern wie z.B. Hessnatur, Greenality, armedangels u.a. fair kaufen.

Fairtrade und Bio Klammotten müssen im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht farblos-ökomäßig daherkommen. Firmen wie Hessnatur, armedangels oder auch Greenality(für die jüngere trendige Fairtrade-Mode) bieten modische und gleichzeitig fair gehandelte Biokleidung an.

Greenality - Dein Online-Shop für Bio & Fairtrade<br /> Streetwear

Der Artikel Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie  -  fair gehandelte Kleidung auf diesem Blog beschäftigt sich ebenfalls mit dem Thema

Palmöl biologisch und fair produzieren

18. September 2012

Palmöl gehört inzwischen zu den wichtigsten Rohstoffen weltweit. Die Anbaufläche der Ölpalmen umfasst schon jetzt mehr als 12 millionen Hektar. Das hat schwerwiegende Folgen für die Umwelt, den Klimawandel und die Artenvielfalt unseres Planeten.

Kinderarbeit, Zerstörung tropischer Wälder, Zerstörung von Lebensraum für Pflanzen und Tiere und dadurch eine Bedrohung der Artenvielfalt, Eröhung des weltweiten CO2 Ausstoss sind die Folgen des zunehmenden intensiven Anbaus von Ölpalmen für die Produktion des Palmöls.

Deswegen auf die Produktion von Palmöl zu verzichten, wäre jedoch der falsche Ansatz, da Palmöl für die Produkton von Nahrungsmitteln, Kosmetika, Reinigungs- u. Waschmittel sowie Biokraftstoff mitlerweile fast unendbehrlich geworden ist und auf einer vergleichsweise kleinen Fläche einen grossen Teil des weltweiten Bedarfs decken kann. Darüber hinaus bildet Palmöll die Lebensgrundlage für viele Kleinbauern.

Palmöl sollte jedoch nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch nachhaltig und sozial verträglich produziert werden. Hierzu gibt es bereits Bestrebungen, zunehmend auf RSPO(Round table of sustainable Palmoil)-zertifizierte Ware umzusteigen.

Voraussetzung für die Zertifizierung des nachhaltigen RSPO Palmöls sind: Verzicht auf Kinderarbeit, keine Rodung von bestehenden Wäldern, Einbindung der Kleinbauern, der Schutz von Boden, Luft und Wasser, sowie gefährdeter Pflanzen und Tierarten auf den Plantagen. Die Einhaltung dieser Vorgaben müssen einer reglemässigen Kontrolle durch unabhängige Prüfer unterzogen werden. Die Lieferkette bis zurück zur jeweiligen Plantage sollte zurückverfolgt werden können, Einhaltung von Landnutzungs- und Eigentumsrechten. 

Seit Juni 2011 können Lebensmittelhersteller und Handel ein Siegel beim RSPO beantragen. Es kennzeichnet Lebensmittel und Kosmetika, die RSPO-zertifiziertes Palmöl enthalten

Das RSPO Siegel wird jedoch von vielen Umweltorganisationen massiv kritisiert. So gibt ‘Rettet den Regenwald‘  an, dass das RSPO-Siegel weder die Regenwaldrodung ausschließt noch den Klimaschutz berücksichtigt und Robin Wood urteilt: ”Der RSPO dient vielen Palmölkonzernen als Deckmäntelchen, während sie weiter Regenwälder zerstören oder auf geraubtem Land ihre Monokulturen betreiben.’ 255 Umweltorganisationen weltweit teilen diese Meinung.

Zertifizierte Regenwaldrodung: Betrug mit Industriesiegel RSPO für Palmöl

Auch wenn das RSPO Siegel nicht ohne Kritik ist, es ist ein Anfang und Palmöl ist leider zur Zeit noch alternativlos. Das Umsteigen auf ander Ölpflanzen birgt die gleichen Probleme wie die übermässige Verwendung des Palmöls und die Produktion von Bio-Palmöl steckt noch in den Kinderschuhen. Nur  Bio-Palmöl wird ohne Pestizide und Kunstdünger angebaut. Leider macht der Anteil an Bio-Palmöl nur 0,1% der Gesamtproduktion aus, so dass auch weiterhin in vielen Bioprodukten wie Aufstrichen, Kosmetika, Waschmitteln und Seifen u.a. konventionell hergestelltes Palmöl zu finden sein wird. Einige Hersteller wie z.B. Rapunzel kaufen jedoch zunehmend Palmöl aus Bioanbau dazu.

Was kann ich als Verbraucher tun? – Achtet bei Produkten wie Kosmetika, Schokolade, Waschmittel usw.  darauf, ob das verwendete Palmöl aus biologischem Anbau stammt oder doch zumindest RSPO zertifiziert ist (auch wenn das Siegel umstritten ist, es ist ein Anfang), tankt solange keinen Sprit mit hohem Biospritanteil bis die Mineralölkonzerne den Bioanteil ihres Benzins aus zertifizierten nachhaltig produzierten Ölpflanzen herstellen. (das ist zur Zeit leider noch nicht der Fall.)

Und was für alle Verbrauchsgüter gilt:  ein deutlich sparsamerer Umgang mit unseren Ressourcen  durch einen deutlich reduzierten Verbrauch. Benutzt einfach weniger Kosmetika, Fett, Schokolade, Waschmittel, Reinigungsmittel,  und öfter Fahrrad fahren, zu Fuss gehen, oder Öffis benutzen, statt wertvolle Rohstoffe und Lebensmittel zu tanken. Das ist nicht nur fair für unsere Umwelt, es ist auch gut für unsere Gesundheit.

 

 

Trinkwasser

13. September 2012

Der freie Zugang zu sauberem Trinkwasser sollte ein Menschenrecht sein. Die Realität sieht leider anders aus, fast 800 Mil. Menschen 11% der Menschheit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 2,5 Milliarden Menschen haben keine ausreichenden sanitären Einrichtungen und täglich sterben mehr als 3.000 Kinder an Durchfall oder verdursten (mehr als durch Verkehrsunfälle, Aids und Kriege zusammen), weil sie verseuchtes Wasser trinken.

Multinationale Konzerne wie allen voran Nestle, aber auch Coca Cola u.a. nutzen die Situation in den ärmsten Ländern, in denen Wasserknappheit herrscht aus und zapfen vorort noch die letzten sauberen Grundwasserquellen an, um das Wasser dannn in Plastikflaschen abzufüllen und für das 10fache der eigenen Kosten an die Bevölkerung zu verkaufen. Durch das Abpumpen von millionen Litern sauberem Trinkwasser mit Hilfe von Tiefbrunnen, sinkt der Grundwasserspiegel weiter ab, was dazu führt, dass Menschen in der Region, die vorher mit eigenen Brunnen Ihr Trinkwasser gewinnen konnten jetzt keinen Zugang mehr zum Grundwasser haben, da sie nicht die Mittel haben, die Brunnen tiefer zu bohren. Das kostbare Flaschenwasser können sich nur wenige gut verdienende Menschen leisten, während die überwiegend arme Bevölkerung auf verschmutztes Wasser zurückgreifen muss. So entstehen Magen- u. Darmkrankheiten, Typhus an denen vor allem Kinder, alte und schwache Menschen sterben.

Zu diesem Thema möchte ich die nachfolgende Dokumentation vom SF1 empfehlen:

 

Ein anderer Aspekt der unsinnigen Wasserflaschen Abfüllung ist die Belastung der Umwelt durch die Produktion und Entsorgung (bzw. auch Nichtentsorgung) von milliarden Plastikflaschen und durch den Transport der Flaschen über weite Strecken.

Berücksichtigt man noch, dass die Plastikflaschen in Verdacht stehen krebserregende Stoffe an das ach so gesunde und teure Quellwasser abzugeben, so stellt sich die Frage: warum überhaupt Mineraswasser in Flaschen kaufen? Gerade in den Industrienationen ist das Leitungswasser meist von relativ guter Qualität. Trotzdem gibt es Mikroschadstoffe, die in den Filteranlagen der Aufbereitungsanlagen oft nicht ausreichend gefiltert werden können.

Siehe hierzu auch den Bericht des ZDF zu unserer Trinkwasserqualität:

Wer Bedenken hat, dass im Leitungswasser Medikamentenreste, Bakterien, Viren und Chemikalienreste im Leitungswasser zu finden sind, sollte sich einen Wasserfilter einbauen, wie sie z.B. von Sanaquell angeboten werden. Diese Mikrofilter reinigen das Wasser gründlicher, als es die grobmaschigen Filteranlagen der Wasserwerke können. So erhält man gutes, sauberes Trinkwasser, spart eine Menge Geld, die Schlepperei mit den Wasserflaschen und tut der Umwelt was Gutes.

Hier könnt Ihr das europäische Bürgerbegehren ‘Wasser ist ein Menschenrecht‘ unterschreiben!

 

Wichtigstes Gut

Bioqualität besser

5. September 2012

Das Land Baden-Würtemberg hat über 10 Jahre ein Monitoring durchgeführt um die Qualität von Bio Lebensmitteln zu testen.

Das Ergebnis: konventionel produziertes Obst und Gemüse enthält 180 mal soviel Pestizidrückstände wie nach biologischen Kriterien produzierte Ware. Ökologische Produkte enthalten auch deutlich weniger Gentechspuren und Schimmelgifte. Laut Alexander Bonde dem Baden-Würtembergischen Verbraucherminister führen 95% der Stichproben das Bio-Siegel zu recht. Bei den deutschen Produkten waren es sogar 98%.  Und das obwohl sich die Zahl der Pflanzenschutzmittel seit 2002 verdreifacht hat.

Das ist doch mal eine gute Nachricht für unsere Gesundheit und unsere Umwelt.

Fazit: auch wenn immer mal wieder schwarze Schafe unter den Bioproduzenten dafür sorgen, dass die Befürworter konventioneller Landwirtschaft in den Medien Rückenwind bekommen, es lohnt sich auf Bioqualität beim Einkauf zu achten.

Billig Bio vom Discounter

4. September 2012

In ihrer Reportage ‘Wie billig kann Bio sein‘ vom 03.09.2012 berichtet das Erste über einen Skandal um Bio Lebensmittel die billig bei den Discountern angeboten werden. Edeka, Aldi, Penny, Netto, Real und Co. und selbst ein renomierter Bio Anbieter wie Alnatura drücken die EK-Preise für Bioprodukte, wodurch die Produzenten gezwungen werden, Biofleisch, Biogemüse und -obst als billige Massenware zu produzieren und den Anspruch an Bioqualität auf ein Mindestmass zu senken.

In erschütternden Bildern wurde die Qualzucht und Massentierhaltung in der Biofleisch Produktion gezeigt. Hier wird der gutmeinende Verbraucher massiv getäuscht. Wer bereit ist, für Bioqualität mehr Geld auszugeben, tut dies in der Überzeugung für die Tiere und die Umwelt etwas Positives zu bewegen und gleichzeitig bessere Qualität zu erhalten. Das EU-Biosiegel hat die usrprünglichen Intentionen der Bio Bewegung vollständig verwässert. Artgerechte Tierhaltung zählt, wie wir aus dem o.g. Filmbericht der ARD zu unserem Entsetzen feststellen mussten nicht zu den Kriterien des EU-Biosiegels.

Ich meine hier sind die Discounter und ‘billig Bio’ anbieter gefordert, eindeutig Stellung zu beziehen und auf artgerechte Tierhaltung und Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien bei ihren Lieferanten zu drängen. Aber auch die Politik ist hier in der Pflicht, strengere Kriterien für die Vergabe von Biosiegeln gesetzlich zu regeln.

Solange noch einheimische Biokartoffeln bei den Discountern ausgelistet werden und Biokartoffeln aus Afrika (unter massiver Verschwendung von Trinkwasser und CO2 Ausstoss durch lange Transportwege) importiert werden, solange noch Schweine, Rinder, Hühner in Massentierhaltung gequält werden, sollte der Verbraucher auf die ‘billig Bioprodukte’ bei den Discountern verzichten.

Was kann ich als Verbraucher tun? – Achtet beim Einkauf von Bioprodukten auf Biosiegel der Bioverbände wie Demeter, Naturland, Bioland u.a., die sehr viel strengere Kriterien für die Vergabe ihrer Siegel anlegen. Massentierhaltung, Importe von billg Bio Gemüse und Obst erfüllen diese Kriterien sicher nicht. Erkundigt Euch nach der Herkunft von Biofleich und Biogemüse. Kauft nicht Bioprodukte beim Discounter, wenn die Herkunft der Ware nicht nachvollzogen werden kann bzw. von zweifelhaften Produzenten stammt.

Für alle, die den erschütternden Bericht über billig Bio nicht sehen konnten hier der LINK:

 


das-erste/reportage-dokumentation/exclusiv-im-ersten-”Wie billig kann Bio sein (ARD 03.09.2012 21:45)

Nur schade, dass der Bericht nur ein einziges Beispiel für echte Bioproduktion anführt und nicht darauf verweist, dass es eine große Anzahl Biobauern gibt, denen artgerechte Tierhaltung, Nachhaltige Produktion von Lebensmitteln ohne Pestizide und Kunstdünger und die Schonung der Umwelt noch ein echtes Anliegen ist. So schüttet der Bericht neues Wasser auf die Mühlen der Befürworter konventioneller Landwirtschaft und schadet dem Biogedanken. Die schwarzen Schafe unter den Produzenten und Vertreibern von Bioprodukten müssen offentlich angeprangert werden. Gleichzeitig sollte es jedoch eine positiv Liste geben, die diejenigen Produzenten, Lieferanten und Einzelhändler für den Verbraucher hervorhebt, die sich an den Qualitätsstandards der biologischen Anbauverbände orientieren. Der Gesetzgeber sollte endlich strengere Kriterien für die Erteilung des EU-Biosiegels erwirken.

 

Konsum und Politik – Wie politisch ist Einkaufen?

30. August 2012

Politik mit dem Einkaufszettel ? – Na klar!

Wie fast alle unsere alltäglichen Handlungen ist auch, und zwar in besonderem Maße, der Einkauf ein politischer Akt.

  Das Beispiel der Brent Spar Ölplattform der Shell hat gezeigt, dass es möglich ist, wenn wir Verbraucher gemeinsam unsere Konsumgewohnheiten steuern, auch große Konzerne zum Einlenken zu bewegen und ihre Politik gegenüber Mensch, Natur und Umwelt zu beeinflussen. Bekannt wurde die Brent Spar, als sie  am 30. April 1995 von Greenpeace Aktivisten besetzt wurde, um die Versenkung und damit eine enorme Verschmutzung des Meeres zu verhindern. Den daraufhin folgenden Boykottaufrufen folgten weltweit millionen von Verbrauchern, wodurch die Umsätze der deutschen Shell-Tankstellen um bis zu 50 %. zurückgingen.  Der Konzern reagierte darauf mit dem Motto „Wir werden uns ändern“. 1998 wurde die Brant Spar umweltfreundlich entsorgt. Shell hatte verstanden.

Wir Verbraucher sollten auch endlich fair-stehen: Unser Konsumverhalten beeinflusst Wirtschaft und Politik.

Nachdem das E10 Benzin, (wenn auch nicht immer aus umweltpolitischen  Gründen), vom Verbraucher nicht nachgefragt wird, findet bereits ein Umdenken  in der Politik statt. Die Nutzung riesiger Anbauflächen für Mais und die Verwendung von Mais als Biosprit forciert die Verteuerung von Lebensmitteln und trägt damit zur Verschärfung der weltweiten Hungersnöte  bei.

Wie fair ist ‘Fair’ wirklich?

25. August 2012

Wie fair sind Produkte, die ein Siegel mit der Aufschrift ‘Fair..’ tragen wirklich? Gibt es Mindeststandards für fair produzierte und gehandelte Produkte? – Diesen Fragen ist das Magazin ÖKO-TEST in seiner Ausgabe vom August 2012 nachgegangen. Das Ergebnis ist leider ernüchternd.

Es gibt unzählige Siegel, die das Wörtchen ‘fair‘ beinhalten, aber nur wenige dieser Siegel bürgen auch für wirklich fairen Umgang mit Produzenten, Umwelt und Tieren. Leider gibt es für faire Siegel und Auslobungen keine Mindeststandards. Die Tests der Zeitschrift ÖKO-Test ergaben jedoch die höchsten Standards für die Label Fairtrade, Fair for Life sowie die Produkte von Gepa, El Puente, Bananafair und DWP. Bei den Siegeln auf Textilien schnitten darüber hinaus am besten die Label Fair Wear Foundation und Fairtrade Certified Cotton ab. Festgestellt wurde jedoch leider auch, dass sich Label auf Verpackungen mehren, die reine Werbung sind und mit fair leider nicht viel zu tun haben. Hier sollte die Politik rasch für die Einhaltung von Mindeststandards sorgen, ähnlich wie bei den Biosiegeln. Als Mindeststandards sollten gelten: garantierter Mindestpreis für die Produzenten vor Ort, eine gesicherte Vorfinanzierung, ein gesetzlicher Mindestlohn und Kernarbeitsnormen.

Wie kann ich als Verbraucher fair gehandelte Produkte erkennen? – Bei Anbietern, auf deren Internetseite  sich das World Fair Trade Organization (WFTO) http://www.fairtrade.de/cms/media//image/contentbilder/siegel_wfto.jpgLabel befindet, kann man davon ausgehen, dass hier tatsächlich mit fairen Produkten gehandelt wird. Die WFTO ist ein Zusammenschluss von z.Zt. ca. 350 Firmen, die sich auf weltweit geltende Prinzipien für den fairen Handel geeinigt haben. Aber auch die bereits oben erwähnten Siegel: fairtrade, Fair for Live, Gepa, El Puente, DWP, Bananafair, Hand in Hand, Naturland Fair, Fair Wear Foundation und Fairtrade Certified Cotton sind in diesem Zusammenhang als vertrauenswürdig einzustufen.

Fairtrade Label

24. Februar 2012

Güter, bei deren Herstellung und Handel bestimmte soziale und ökologische Kriterien eingehalten werden, können durch ein Fair-Trade-Siegel gekennzeichnet werden. Diese Siegel vergeben nationale Organisationen wie Transfair in Deutschland, Fairtrade Österreich, oder Max Havelaar Schweiz,  die in der FLO (Fairtrade Labelling Organization International) zusammengeschlossen sind.

Weiterhin gibt es regional und produktspezifische Label zu denen z.B. das Rugmark Siegel für Teppiche aus Indien, BanaFair e. V. für Bananen, oder das Flowerlabel zählen.

 

Blumen fair gehandeltFairtrade LabelRugmark  Fairtradelabel

von links nach rechts einige Beispiele für Fairtrade Label: Flower Label (für fair gehandelte Blumen), Fairtrade Label, Rugmark Siegel für fair gehandelte Teppiche, Fairblobe Label von Lidl, Hand in Hand Label von Rapunzel.

Fairtrade Label v. Gepa (Kaffee, Schokolade, Kakao, Tee u.a.), fairer Tourismus (Südafrika)

 

 

One World (das One World Fairtrade Siegel von Aldi) und das dwp Label für  fairen  Handel.

 

http://www.fairtrade.de/cms/media//image/contentbilder/siegel_wfto.jpgAnbietern, bei denen das World Fair Trade Organization (WFTO) Siegel auf der Website zu finden ist, kann man in Bezug auf eingehaltene Standards des fairen Handels generell vertrauen.

Hier gibt es umfassende Infos zu allen möglichen Labeln, und Siegeln mit den entsprechenden Standards: Labelonline

 

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